News & Presse / 10.06.2021


Europameisterschaften Bogen im Freien in Antalya /Türkei

Mixed-Bronzemedaille für Janine Meißner

Die sechstägigen Europameisterschaften der Bogenschützen im türkischen Antalya endeten für das zwölfköpfige Team des Deutschen Schützenbundes mit dem Gewinn einer Silbermedaille und zwei Bronzemedaillen, sowie von einem der begehrten Quotenplätze für die Olympiateilnahme in Tokio durch Florian Unruh. Mit dem Recurvebogenschützen Maximilian Weckmüller und den beiden Compoundbogenschützen Janine Meißner und Florian Grafmans waren drei Aktive aus den Reihen des Hessischen Schützenverbandes mit unterschiedlichen Erfolgen an den Europameisterschaften beteiligt. Aus im Viertelfinale für Maximilian Weckmüller

Zu den Hoffnungsträgern auf den Gewinneines Quotenplatzes für die Olympiateilnahme in Tokio gehörte Maximilian Weckmüller vom BSC Vellmar. Für das Quotenplatzturnier hatte sich der 26-Jährig ein der Qualifikation nach 72 Pfeilen auf 70 Meter Entfernung eine glänzende Ausgangsposition geschaffen. Nach der ersten 36-Pfeile-Runde lag Maximilian Weckmüller mit 335 Ringen sogar in Führung und erreichte unter den 85 Teilnehmern des Quotenplatzturniers schließlich mit 664 Ringen knapp hinter dem führenden Türken Mete Gazoz und Florian Unruh den dritten Platz. Damit begann für den Nordhessen die Eliminationsrunde mit dem 1/16-Finale. Zum Auftakt besiegte Maximilian Weckmüller den Franzosen Pierre Plihon (6:4) und danach mit dem gleichen Ergebnis den Kroaten Matija Mihalic. Im Viertelfinale beendete der Franzose Jean-Charles Valladont in fünf Sätzen mit 3:7 die Quotenplatzambitionen von Maximilian Weckmüller. Besser lief es dafür bei Florian Unruh, der zwar auch gegen Valladont mit 3:7 verlor, aber da schon im Halbfinale stand und schließlich mit 6:2 in vier Sätzen gegen den Franzosen Thomas Chirault den Quotenplatz für Deutschland gewann. Im Einzelturnier der Europameisterschaften überraschte bei den Recurve-Herren für Deutschland der Bayer Moritz Wieser. Im kleinen Finale besiegte er Florian Unruh in drei Sätzen glatt mit 6:0 Punkten und gewann damit die Bronzemedaille. Für Maximilian Weckmüller endete der Einzelwettbewerb nach einem guten fünften Rang in der Qualifikation auf dem 17. Platz im Endklassement. Zum Auftakt der Finalrunde hatte er mit drei 27er Serien gegen den starken Spanier Miquel Alvarino Garcia in drei Sätzen keine Chance und schied mit 0:6 Punkten aus. Deutsche Männer können gute Ausgangsposition nicht nutzen Während das DSB-Damenteam mit Lisa Unruh, Michelle Kroppen und Charline Schwarz die Silbermedaille im Recurve-Mannschaftswettbewerb gewann, gingen die Herren als Fünfte leer aus. Dabei hatte Maximilian Weckmüller zusammen mit Florian Unruh und Moritz Wieser das beste Qualifikationsergebnis unter den Teams aus 25 Nationen erreicht. Die Finalrunde begann mit einem Viersatzerfolg (6:2) gegen Italien, doch dann stoppten die Spanier die deutschen Medaillenambitionen. Beim Stand von 2:4 war dem DSB-Trioim vierten Satz mit 57:56 Ringen der Ausgleich gelungen, doch im Shoot-Off hatten die Spanier mit 29:28 Ringen das bessere Ende für sich.

Über den überraschenden Gewinn der Mixed-Bronzemedaille freute sich Janine Meißner vom BSC Hochtaunus, die seit zehn Jahren mit dem Compoundbogen international erfolgreich ist. Die 26-Jährige aus der hessischen Taunusgemeinde Neu-Anspach startete zusammen mit dem 22-jährigen Tim Krippendorf im Mixed-Wettbewerb der Compoundschützen. Das deutsche Duo hatte nach dem achten Rang in der Qualifikation die Kroaten in der ersten Finalrunde mit 155:154 Ringen besiegt und danach gegen Dänemark mit 154:151 Ringen gewonnen. Den Einzug ins Goldfinale verhinderte das belgische Duo Sarah Prieels und Reginald Koolsmit 154:157 Ringen. Dafür setzten sich die beiden Deutschen im kleinen Finale gegen die beiden Türken Yesim Bostan und Yakup Yildiz knapp mit 154:152 Ringen durch.

Janine Meißner ist seit zehn Jahren international dabei.

Im Einzelwettbewerb hatte Janine Meissner sich nach Rang zwölf in der Qualifikation im Finale zunächst gegen ihre deutsche Teamkameradin Julia Boehnke mit 141:138 Ringen durchgesetzt, scheiterte dann aber in der nächsten Runde an Sanne De Laat aus den Niederlanden mit 141:142 Ringen. Gemeinsam mit Jennifer Walter bestritten Janine Meissner und Julia Boehnke den Compound-Teamwettbewerb der Frauen, der aber nach Rang sechs in der Qualifikation schon in der ersten Finalrunde von den Italienerinnen mit 225:226 Ringen beendet wurde.

Die erste EM-Teilnahme von Florian Grafmans

Seinen dritten internationalen Start nach dem Weltcup in Lausanne und einem Grand Prix in Antalya bestritt Florian Grafmanns mit dem Compoundbogen für das deutsche Team bei den Europameisterschaften. In der Qualifikation begann der Nordhesse vom SV Böddiger mit guten 350 Ringen nach den ersten 36 Pfeilen auf 50 Meter Entfernung. Doch den 25.Rang konnte er nicht halten und fiel mit 345 Ringen in der zweiten 36-Pfeile-Runde auf Rang 41 zurück. Schon in der ersten Finalrunde kam für Florian Grafmans durch eine knappe 146:147 Niederlage gegen den Franzosen Quentin Baraer das Aus. Nicht besser erging es ihm im Mannschaftswettbewerb zusammen mit Leon Hollas und Tim Krippendorf. Das deutsche Compoundtrio traf nach Rang sechs in der Qualifikation auf das Team der Schweiz. Nach 24 Pfeilen stand es 230:230 Unentschieden und das anschließende Shoot-Off verloren die Deutschen mit 27:29 Ringen.

Die Ergebnisse:Recurvebogen

Herren

1. Niederlande 1970-6:26:06:25:3

2. Ukraine 1953-5:45:15:33:5

3. Russland 1957-6:26:02:65:4

5. Deutschland 1973-6:24:5

1. Pablo Acha (Spanien) 651-6:07:37:36:46:26:4

2. Galsan Bazarzhapov (Russland) 650-6:06:26:26:06:44:6

3. Moritz Wieser (Deutschland) 642-6:07:36:06:44:66:0

4. Florian Unruh (Deutschland) 667-6:56:27:32:60:6

17. Maximilian Weckmüller (Deutschland) 664-0:6

Quotenplatzturnier

1. Mete Gazoz (Türkei) 668-7:16:46:06:46:0

2. Jean-Charles Valladont (Frankreich) 660-6:46:47:37:30:6

3. Florian Unruh (Deutschland) 667-6:26:27:33:76:2

7. Maximilian Weckmüller (Deutschland) 664-6:46:43:7

17. Moritz Wieser (Deutschland) 642-6:24:6

Damen

1. Russland 2000-6:05:46:25:3

2. Deutschland 1931-6:05:46:23:5

3. Dänemark 1910-6:06:02:65:4

1. Lisa Barbelin (Frankreich) 653 6:06:07:16:46:56:0

2. Karyna Dziominskaya (Belarus) 642 6:06:57:37:37:30:6

3. Denisa Barankova (Slowakei) 653 6:46:56:26:25:66:2

6. Michelle Kroppen (Deutschland) 650 6:26:26:03:7

17. Charline Schwarz (Deutschland) 629 6:55:6

17. Lisa Unruh (Deutschland) 652 6:05:6

Mixed

1. Russland (Osipova/Tsybikzhapov) 1343-6:06:26:26:0

2. Spanien (Canales/Acha) 1312-6:26:05:40:6

3. Polen (Smialkowska/Sierakowski) 1290-5:15:35:22.66:0

5. Deutschland (Unruh/Unruh) 1319-6:24:5

Compoundbogen

Herren

1. Türkei 2115-233 238 236 225

2. Frankreich 2104-235 233 237 219

3. Griechenland 2086-233 231 352 24

9. Deutschland 2098-230

1. Yakup Yildiz (Türkei) 707-148 150 148 147 143

2. Mathias Fullerton (Dänemark) 7061-46 147 148 149 147 141

3. Lukasz Przybylski (Polen) 707-149 144 145 148 146 143

4. Tim Krippendorf (Deutschland) 707-148 146 45 143 142

33. Florian Grafmans (Deutschland) 695-146

33. Leon Hollas (Deutschland) 696-134

Damen

1. Frankreich 2075-226 227 224

2. Niederlande 2075-230 230 216

3. Italien2 071-226 224 224

5. Deutschland 2046-225

1. Tanja Gellenthien (Dänemark) 706-148 142 146 149 147

2. Ella Gibson (Großbritannien) 703-145  44 144 144 141

3. Sanne De Laat (Niederlande) 696-144 142 144 144 147

9. Janine Meissner (Deutschland) 690-141 141

17. Julia Boehnke (Deutschland) 683-138

17. Jennifer Walter (Deutschland) 673-142 137

Mixed

1. Belgien (Prieels/Kools) 1383-153 155 157 149

2. Estland (Jaatma/Jaatma) 1390-154 157 154 149

3. Deutschland (Meissner/Krippendorf) 1397-155 154 154 154

Auszug aus der Website des DSB


Europameisterschaften

Bogen-EM Antalya: Moritz Wieser gewinnt Bronze gegen Florian Unruh

06.06.2021 15:57

Im Quotenplatzturnier hatte Florian Unruh Platz drei belegt und somit den wichtigen Olympia-Startplatz für die deutschen Bogen-Männer gewonnen, im EM-Bronzematch musste er sich geschlagen geben: Im deutschen Duell um die Bronzemedaille setzte sich Moritz Wieser (FSG Tacherting) mit 6:0 (29-28, 29-27, 28-27) nach einem bärenstarken Auftritt durch und feierte bei seiner ersten Kontinentalmeisterschaft bei den Männern seinen größten Erfolg.

 

Foto: Archery Europe / Moritz Wieser schoss sich bei seiner ersten Männer-EM gleich aufs Podest.

 

 

„Es ist definitiv ein Vorteil, dass ich schon einmal auf dem Finalfeld geschossen habe“, hatte Unruh bereits nach dem erfolgreichen Auftritt im Quotenplatz-Turnier gesagt. Doch das bewahrheitete sich im Bronzefinale gegen Teamkollege Wieser nicht: Denn Unruh, von Co-Trainer Marc Dellenbach betreut, schoss seinen ersten Pfeil in die Acht, Wieser, hinter dem Bundestrainer Oliver Haidn stand, begann gleich mit einer Zehn. Zwar steigerte sich der Fockbeker in der Folge, doch Wieser hatte stets die bessere Antwort. Keiner seiner neun Finalpfeile war schlechter als eine Neun, fünf Mal schlugen sie perfekt in der Scheibenmitte ein. Dementsprechend überglücklich war der 20-Jährige: „Ich bin einfach überwältigt. Mit so einem Erfolg habe ich nicht gerechnet.“ In seiner ersten Saison bei den Männern hatte Wieser bei seinen internationalen Auftritten bereits mit Platz acht und neun bei den Grand Prix-Turnieren in Porec/CRO und Antalya überzeugen können, aber der Triumph in der türkischen „Bogen-Hauptstadt“ toppte natürlich alles: „Es ist mein mit Abstand größter Erfolg. Ich war am Anfang etwas angespannt, aber ich war schnell drin und konnte sofort meine Leistung abrufen.“ Der unterlegene Unruh zeigte sich nicht sehr niedergeschlagen: "Ich bin zufrieden mit meinen Schüssen heute, aber leider habe ich den Wind nicht richtig verstanden. Außerdem war nach dem Quotenplatzturnier etwas die Luft raus. Aber nach dieser Woche gehe ich positiv in das Quotenplatzturnier in Paris."

Ich bin einfach überwältigt. Mit so einem Erfolg habe ich nicht gerechnet!

Moritz Wieser zu seinem bislang größten Erfolg

Bundestrainer Oliver Haidn konnte das Finale, das fest in deutscher Hand war (Lisa Unruh und Maximilian Weckmüller waren vorne an der Scheibe) genießen und meinte: „Das war eine tolle Präsentation für den deutschen Bogensport. Wir danken unseren Fans und unserem Verband für die tolle Unterstützung auf unserem Weg. Wir sind voll auf Kurs!“

Das deutsche Duell um die Bronzemedaille war der Abschluss einer sehr erfolgreichen EM aus deutscher Sicht. Zuvor hatte das Recurve Frauen Trio Michelle Kroppen, Charline Schwarz und Lisa Unruh Silber im Teamwettbewerb gewonnen und Florian Unruh den Einzel-Quotenplatz für Tokio für die deutschen Recurve-Männer geholt. Und somit das Tokio-Team auf aktuell vier Starter erhöht. Dies war letztmals 2004 der Fall gewesen. Und am 19. Juni besteht beim letzten Olympia-Qualifikationsturnier in Paris noch die Chance, einen der drei letzten Team-Quotenplätze zu gewinnen. Mit Bronze im Compound-Mixed für Janine Meißner & Tim Krippendorf konnte auch der nicht-olympische Compoundbogen glänzen, Krippendorf belegte zudem im Einzel Platz vier. Das Team befindet sich aktuell im Umbruch und auch hier zeigt sich: Es geht weiter nach oben im deutschen Bogensport.

 

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Auszug aus der Website des DSB


National

Die Finals 2021: Weitsch, Hamdorf und Oehme siegen

06.06.2021 15:40

Gelungener Abschluss des Deutschland Cups im Rahmen von Die Finals 2021: Mit Jennifer Weitsch (Compound Frauen), Sebastian Hamdorf (Compound Männer) und Mario Oehme (Para Recurve Open) gab es noch drei strahlende Gewinner in Berlin bei der zweiten Auflage des Multi-Events, das abermals ein voller Erfolg für den Bogensport war.

 

Foto: Eckhard Frerichs / Ein zweifacher Paralympics-Sieger ist auch die Nummer eins bei Die Finals 2021: Mario Oehme siegte in der Para Recurve Open-Klasse.

 

Compound Frauen: Weitsch siegt gegen Freundin Klingner
Bei den Frauen lautete das Goldfinal-Duell Jennifer Weitsch (1. Berliner Bogenschützen) gegen Claudia Klingner (Pro Sport Berlin 24) und damit trafen zwei gute Freundinnen aufeinander. Weitsch, die in der Qualifikation deutlich vorne lag, erwischte den minimal besseren Start in das Finale (28-27) und baute diesen in den nächsten Passen kontinuierlich aus, weil Klingner ihre Pfeile um, aber nicht in die Zehn platzierte. Erst in der letzten Passe traf sie das Zentrum perfekt, zu spät: Mit 138-132 siegte Weitsch, die 2019 bereits Dritte geworden war: „Es freut mich, dass ich gegen Claudia geschossen habe, weil das eine vertraute Schützin und eine runde Sache ist. Insgesamt bin ich zufrieden, auch wenn die Achten nicht hätten sein müssen“, so die Deutschland Cup-Siegerin Weitsch. Bronze ging an Marie Marquardt (BSC Wannsee 1996), die sich 130-122 gegen Caroline Haras (SV Weil im Schönbuch) durchsetzte.

Es war das erwartete Match auf Augenhöhe!

Sebastian Hamdorf zum Finale gegen Kumpel Marcus Laube

 

Foto: Eckhard Frerichs / Jubel bei Sebastian Hamdorf nach seinem Finalsieg über Kumpel Marcus Laube.

 

Compound Männer: Hamdorf gewinnt die „Vereinsmeisterschaft“
2019 siegte Marcus Laube (BSG Garbsen) bei der ersten Auflage von Die Finals. Und auch dieses Mal schaffte er es ins Goldfinale, in dem er auf seinen Kumpel und Vereinskollegen Sebastian Hamdorf (BSG Garbsen) traf. Doch damit nicht genug, betreut wurde das Duo von Klubkamerad Henning Lüpkemann – quasi die Garbsen-Vereinsmeisterschaft auf großer Bühne. Und die beiden erfahrenen Compounder zeigten ihre Klasse, schossen ihre Pfeile in Serie in die Zehn und hatten maximal einen Ring Unterschied. Zunächst lag Laube vorne (88-87 und 117-116), doch in der letzten Passe drehte Hamdorf mit einer perfekten 30 das Match zum 146-145, weil Laube „nur“ 28 auf die Scheibe brachte. „Es ist immer schön, Marcus zu schlagen. Es war der erwartete Match auf Augenhöhe“, so Hamdorf. Laube haderte mit der letzten Passe und sagte: „Mit den letzten drei Pfeilen bin ich nicht zufrieden, die zwei Neuner taten weh. Vor allem, weil es um den Sieg ging.“ Dritter wurde Henning Lüpkemann (BSG Garbsen) durch ein 145-143 gegen Sebastian Siemandel (SV Oberdachstetten).

Para Recurve Open: Oehme setzt sich die Krone auf
Der hoch dekorierte Bogenschütze Mario Oehme (BSG Thüringen/Gera) hat sich zum Deutschland Cup-Sieger in der Para Recurve Open-Klasse geschossen. Der zweifache Paralympics-Sieger (1996 Team-Gold, 2004 Einzel-Gold) setzte sich im Goldfinale mit 7:3 (24-23, 24-22, 24-28, 19-19, 26-24) gegen Carmelo Gangarossa (BRS Gersweiler) durch, nachdem er bereits die Qualifikation dominiert hatte. Auf dem Finalfeld im Hanns-Braun-Stadion überzeugten beide Finalisten mit beeindruckender Präzision auf die 70m-Distanz. Lediglich einmal verlor Oehme die Kontrolle, als er beim Matchpfeil in der vierten Passe lediglich eine Drei schoss – eine Vier hätte zum Sieg gereicht. Den holte er sich kurze Zeit später und meinte: „Keine Ahnung, was da los war. Ich habe kurz die Konzentration verloren. Das gesamte Wochenende war richtig geil und hat Spaß gemacht. Ich danke dem Deutschen Schützenbund, dass er uns Para-Schützen hier in den Wettkampf integriert hat. Das ist große Klasse.“ Bronze ging an Andreas Kretzer (BSG Osterholz-Scharmbeck) nach einem 6:4 gegen Ines Krehbiel (SV Schopp).

Ich hoffe, dass wir weiter mit Nicht-Behinderten und im DSB schießen können!

Mario Oehme, Sieger der Para Recurve Open mit seinem Zukunftswunsch

Damit endeten Die Finals 2021, die abermals absolut gelungen waren und dem Bogensport wieder eine hervorragende Fläche im TV und Livestream boten. 2022 soll es eine Neuauflage geben, dann, da sind sich alle einig, hoffentlich wieder mit Zuschauern.

Auszug aus der Website des DSB

 


National

Die Finals 2021: Deutscher Sport feiert emotionale Rückkehr auf die große Bühne

06.06.2021 17:22

Der deutsche Sport ist nach der langen corona-bedingten Zwangspause erfolgreich auf die große Bühne zurückgekehrt. Beim Multi-Sportevent „Die Finals 2021 Berlin | Rhein-Ruhr“ zeigten Athletinnen und Athleten aus 18 Sportarten vor einem Millionen-Publikum und teilweise erstmals wieder vor Zuschauern in den Sportstätten Top-Leistungen und noch mehr Emotionen. 140 Deutsche Meistertitel wurden an den vier Wettkampftagen vergeben, einige Fachverbände nutzten die Meisterschaften gleichzeitig als Olympia-Qualifikation.

Junge Sportarten wie das 3x3-Basketball, Klettern und Karate, die alle in diesem Jahr ihre Olympia-Premiere feiern, rückten auch national erstmals in den Fokus. Für „Die Finals 2021 Berlin I Rhein-Ruhr“ hatten das Sportland.NRW, die Sportmetropole Berlin sowie ARD und ZDF ihre Kräfte gebündelt, um zum zweiten Mal nach der sehr erfolgreichen und preisgekrönten Finals-Premiere 2019 in Berlin eine Neuauflage auf die Beine zu stellen.

Tim Hellweg, Deutscher Meister Triathlon Sprintdistanz Elite 2021 im Rahmen der Finals: „Es ist ein super Gefühl hier bei den Finals, eine tolle Medienpräsenz, ein top organisiertes Event. Das war ein schöner Tag für mich und wurde mit dem Deutschen Meistertitel belohnt. Im nächsten Jahr bin ich bei den Finals auf jeden Fall wieder dabei. Es waren jetzt ja schon ein paar Zuschauer wieder dabei und im nächsten Jahr hoffe ich wieder auf volle Tribünen und viele Menschen am Streckenrand.“

Gesa Felicitas Krause hat bei den Leichtathleten, die im Rahmen der Finals ihre Deutschen Meisterschaften in Braunschweig austragen, das 3.000-Meter-Hindernis-Finale gewonnen und ihren sechsten Deutschen Meistertitel auf dieser Strecke gewonnen: „Ich hatte letztes Jahr nicht die beste Saison und deswegen habe ich mich gefreut, dass ich nun wieder in Braunschweig starten konnte. Der Lauf hat sehr viel Spaß gemacht. Es war schön, wieder vor Publikum zu laufen und die Stimmung war klasse Die Finals sind eine großartige Plattform, weil sie allumfassend sind und einen Hauch von Olympia verbreiten.“

ARD und ZDF läuteten mit den Finals knapp 50 Tage vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio sowie kurz vor der Fußball-Europameisterschaft den Sportsommer 2021 ein. Die beiden Sender zeigten mehr als 25 Stunden in ihren Programmen und begleiteten „Die Finals 2021 Berlin | Rhein-Ruhr“ intensiv im Internet mit zusätzlichen Live-Stream-, Social-Media und News-Angeboten. Über 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den zwölf Produktionsstandorten mit über 160 Kameras sorgten für einen reibungslosen Ablauf und emotionsgeladene Bilder des deutschen Sports. 

Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen: „Die Finals Berlin / Rhein-Ruhr 2021 waren ein wunderbarer Schritt zurück in eine gewisse Normalität auch bei Sportveranstaltungen. Ich freue mich sehr für die Sportlerinnen und Sportler, danke allen Verbänden für die großartigen Wettbewerbe und unseren Partnern von ARD und ZDF für die breite Berichterstattung. Die Bilder aus den unterschiedlichen Venues waren begeisternd. Wir waren sehr gerne gemeinsam mit dem Land Berlin Gastgeber der Finals im Sportland.NRW.“

Aleksander Dzembritzki, Staatssekretär für Sport des Landes Berlin: „Die letzten Tage haben uns wieder Zuversicht gegeben und gezeigt, dass die Pandemie den Sport nicht in die Knie zwingen konnte. Insbesondere freue ich mich über die Begeisterung der Athletinnen und Athleten bei diesen zweiten erfolgreichen Finals in Berlin. Es war an allen Orten zu spüren, wie wichtig das gesamte Projekt Die Finals 2021 Berlin | Rhein-Ruhr ist. Mit dieser frischen Motivation blickt die Sportmetropole Berlin optimistisch in die Zukunft. Wir werden in den kommenden Monaten unsere vielen aktiven Sportvereine dabei unterstützen, wieder zu alter Stärke zurückfinden.“

Axel Balkausky, ARD-Sportkoordinator: „Wie schon vor zwei Jahren haben ARD und ZDF gemeinsam einen sehr großen produktionellen und redaktionellen Aufwand betrieben, um die Finals in diesem Umfang möglich zu machen. Und aus meiner Sicht war das genau richtig und wichtig, dass wir dieses Projekt erneut mit diesem großen Engagement der Öffentlich-Rechtlichen umgesetzt haben: Es waren und sind tolle und beeindruckende Bilder aus Berlin, der Rhein-Ruhr-Region und aus Braunschweig, in denen uns die Sportlerinnen und Sportlern wie 2019 mitreißen und begeistern. Auch die große Vielfalt, die wir im Programm der Finals wieder bieten können, ist großartig und zeigt die ganze Breite des nationalen Sports, über die wir uns gerade in einer Zeit wie der aktuellen besonders freuen. Schließlich konnten wir auf diese Weise viele Sportarten, die während der Corona-Pandemie immer wieder das Nachsehen hatten, endlich wieder einmal ‚sichtbar‘ und für viele Zuschauerinnen und Zuschauer zugänglich machen.“

Thomas Fuhrmann, Leiter der ZDF-Hauptredaktion Sport: „Wir haben großartige sportliche Leistungen bei der 2. Auflage der Finals gesehen. Produktionell und programmlich war das eine gelungene Generalprobe für Olympia und macht Lust auf mehr - der große Sportsommer kann kommen. Die Quote ist am Samstag merklich gestiegen, über zwei Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer bei der Leichtathletik sind ein schöner Erfolg, insgesamt bin ich mit der Resonanz zufrieden. Wir sind in guten Gesprächen für 2022, dann hoffentlich wieder mit Publikum. Die Konzentration auf eine Stadt oder eine Region erleichtert die Umsetzung der Finals.“

Nach der Premiere 2019 in Berlin und der Absage 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie fanden „Die Finals 2021 Berlin | Rhein-Ruhr“ erstmals über vier Tage statt. In Nordrhein-Westfalen wurden Wettkämpfe im Gerätturnen und Rhythmische Sportgymnastik in der Westfalenhalle in Dortmund, Karate, Taekwondo und Tischtennis in der Helmut-Körnig-Halle in Dortmund, Kanu, Kanupolo und Stand-Up-Paddling auf der Regattabahn im Sportpark Duisburg, Reiten auf Schloss Wocklum in Balve sowie Klettern (Speed und Bouldern) integriert in die Ruhr Games in Bochum ausgetragen. 

Das Sportprogramm in Berlin umfasste Wettkämpfe im Bogensport, Modernen Fünfkampf und Triathlon im Olympiapark Berlin (mit dem Triathlon-Start im Strandbad Wannsee), 3x3 Basketball und Radsport Trial im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark sowie Schwimmen und Wasserspringen in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE). In den Sportarten Bogensport, Tischtennis und Triathlon waren Para-Athletinnen und Athleten integriert bzw. wurden Para-Wettbewerbe ausgetragen. Die Deutschen Meisterschaften der Leichtathletik wurden in Braunschweig ausgetragen.

Für die Athletinnen und Athleten boten „Die Finals 2021 Berlin | Rhein-Ruhr“ aufgrund der vielen abgesagten Wettkämpfe seit Beginn der Corona-Pandemie einen wichtigen Leistungsvergleich auf allerhöchstem Niveau und in vielen Fällen die Möglichkeit der Olympia-Qualifikation. Junge Sportarten konnten sich dank der umfangreichen Übertragungen in ARD und ZDF erstmals einem großen Publikum präsentieren. 

Alfons Hölzl, Präsident Deutscher Turner-Bund: „Der Deutsche Turner-Bund zieht ein überaus positives Fazit der diesjährigen Finals. Die starken sportlichen Leistungen bei den Deutschen Meisterschaften in der Rhythmischen Sportgymnastik sowie im Gerätturnen durch hochmotivierte Athletinnen und Athleten belegen, wie wichtig derartig hochwertige Wettkämpfe für die Aktiven nach der langen Pandemie-Zeit sind. Die große mediale Resonanz zeigt einmal mehr, dass die Finals 2021 Berlin | Rhein-Ruhr das richtige Konzept für den Sommersport darstellen und der DTB mit seinen Turnsportarten dieses zurecht unterstützt.“

Dr. Olaf Tabor, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Alpenvereins: „Die Beteiligung der Sportart Klettern an den Finals 2021 ermöglicht den deutschen Top-Kletterern erstmals ihren Sport auf einer einzigartigen nationalen Bühne zu präsentieren. Als eine von 18 Sportarten ist das Klettern mit zwei Deutschen Meisterschaften in den Disziplinen Speed und Bouldern dabei. Durch die Finals 2021 wird die Breite des deutschen Sommersports sichtbar und mit unseren Wettkämpfen kommt jetzt auch die Vertikale als zusätzliche Dimension hinzu. Gleichzeitig ist die mediale Präsenz des Klettern bei ARD und ZDF sowohl Vorbereitung als auch Generalprobe für die Premiere unseres Sports bei den Olympischen Spielen in Tokio. Insgesamt eine wertvolle Erfahrung für eine so junge Sportart wie Klettern und für die Aktiven ein außergewöhnliches Erlebnis."

Hagen Boßdorf, Geschäftsführer der Finals GmbH: „In diesem Jahr waren Die Finals vor allem ein Fernsehevent. ARD und ZDF haben mit der Produktion und Ausstrahlung dieser vielen Wettbewerbe großartiges geleistet. Die Finals 2021 konnten zudem stattfinden, weil die beiden Länder Berlin und Nordrhein-Westfalen mit ihrem starken Engagement für den Sport die Austragung dieser Meisterschaften möglich gemacht haben. Nur mit der Atmosphäre begeisterter Zuschauerinnen und Zuschauer vor Ort entfaltet ein Format wie Die Finals seine ganze Faszination.  Daran wollen wir 2022 und 2023 anknüpfen und prüfen gerade im Auftrag von ARD und ZDF die Umsetzung der Finals in den kommenden Jahren.“

Auszug aus der Website des DSB


 Bogen Weltcup in Lausanne / Schweiz

Gold und Silber für Maximilian Weckmüller. Einen großartigen Erfolg feierten die deutschen Bogenschützen beim Weltcup in Lausanne. Mit dem olympischen Recurvebogen war Maximilian Weckmüller vom BSC Vellmar am ersten Sieg einer deutschen Männermannschaft in der Weltcupgeschichte beteiligt und zudem holte der 26-Jährige die Silbermedaille in der Einzelkonkurrenz. Neben Maximilian Weckmüller war mit Florian Grafmans vom SV Böddiger ein zweiter Hesse beim Weltcup in Lausanne mit dem Compoundbogen dabei und erreichte im Einzelwettbewerb den neunten Einzelrang. Bundestrainer Oliver Haidn hatte ein zwölfköpfiges DSB-Team für den Weltcup nominiert, an dem sich 234 Aktive aus 35 Nationen beteiligten. Maximilian Weckmüller startete in den Weltcup mit Rang 12 in der Qualifikation und traf in der Finalrunde zunächst auf den Polen Marek Szafran, den er in vier Drei-Pfeile-Sätzen mit 6:2 bezwang. Klar in drei Sätzen (6:0) dominierte Weckmüller in der nächsten Runde gegen den Kasachen Denis Gankin, bevor es zu einem spannenden Duell mit dem Russen Erdem Tsydypov kam. Nach fünf Sätzen stand es 5:5 Unentschieden und mit einer besseren Acht gewann der Deutsche das Shoot-Off und zog damit ins Halbfinale ein. Dort wartete Nicholas D Ámour von den amerikanischen Jungferninseln, gegen den er nach drei Sätzen mit 2:4 in Rückstand lag. Mit 28:26 Ringen holte sich Maximilian Weckmüller den vierten Satz und mit einer optimalen 30er Passe gegen 27 Ringe von D Ámour sicherte er sich den Einzug ins Goldfinale gegen Brady Ellison. Der US-Amerikaner gilt als mehrfacher Olympiasieger und Weltmeister von 2019 als einer der erfolgreichsten Bogenschützen aller Zeiten und begann das Duell mit Maximilian Weckmüller optimal. Mit 30:28 Ringen ging Ellison in Führung, doch dann gelang dem Deutschen mit 29:26 Ringen im zweiten Satz der 2:2 Ausgleich. Auf Augenhöhe mit dem hohen Favoriten kämpfte Maximilian Weckmüller in den nächsten beiden Sätzen, die er jeweils nur knapp mit 28:29 und 29:30 Ringen verlor, sich aber am Ende nach der 2:6 Niederlageüber den Gewinn der Silbermedaille freuen konnte. Fünf Stunden vor dem Einzelfinale hatte Maximilian Weckmüller zusammen mit Florian Unruh und Johannes Maier die Goldmedaille im Mannschaftsfinale gewonnen. Das deutsche Männertrio feierte damit dem ersten Weltcupsieg für Deutschland mit dem olympischen Recurvebogen und zeigte sich in blendender Form für das vom 18. bis 21. Juni 2021in Paris anstehende Quotenplatzturnier für die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio. Der Weg zum Weltcupsieg in Lausanne begann für das deutsche Männertrio mit dem fünften Rang in der Qualifikation und einem knappen 5:4 Auftakterfolg in der Finalrunde gegen Belgien. Beim Stand von 4:4 nach vier Sechs-Pfeile-Sätzen entschied das Shoot-Off mit 29:27 Ringen für Deutschland. Nur vier Sätze brauchten die drei Deutschen im Viertelfinale gegen Frankreich (6:2) und im Halbfinale wurden die Italiener nach einem spannenden Duell mit 5:4 bezwungen. Die Entscheidung fiel erneut im Shoot-Off mit 30:29 Ringen. Das Goldfinale gegen Spanien wurde dann zu einer klaren Angelegenheit für das deutsche Trio. Alle drei Sätze gingen mit 55:54, 57:55 und 58:51 Ringen an das DSB-Team und mit 6:0 Punkten war der ersten Weltcupsieg perfekt.

 

Für Florian Grafmans endete der Weltcup in Lausanne mit dem Compoundbogen im Einzelwettbewerb der Herren im Achtelfinale durch eine 143:145 Niederlage gegen den Dänen Martin Damsbo. Zuvor hatte er nach Rang sechs in der Qualifikation in der Finalrunde gegen den Iraner Seyed Hesameddin Kowsar nach einem 145:145 Remisdas Shoot-Off mit 10:9 Ringen gewonnen. Im Mannschaftswettbewerb zusammen mit Leon Hollas und Henning Lüpkemann scheiterte Florian Grafmanns in der ersten Finalrunde an den US-Amerikanern mit 228:235 Ringen. Auch im Team Mixed-Wettbewerb zusammen mit Julia Boehnke kam Florian Grafmans  nicht über die erste Finalrunde hinaus. Nach Rang 13 in der Qualifikation erwies sich das Duo aus den Niederlanden mit dem überragenden Mike Schloesser als zu stark und das deutsche Mixed-Team schied mit 154:158 Ringen aus.

 

Die Ergebnisse:

 

Recurve

Herren

 

1. Deutschland                                            19995:46:25:46:0

2. Spanien                                                   20025:46:06:00:6

3. Italien                                                       20286:25:34:55:1

1. Brady Ellison (USA)                                686-6:27:36:46:06:2

2. Maximilian Weckmüller (Deutschland)   6696:26:06:46:56:42:6

3. Yun Sanchez (Spanien)                          6686:07:36:46:40:66:4

 

Damen

 

1. Italien                                                     19526:06:26:25:1

2. Mexiko                                                   20046:06:06:01:5

3. Russland                                               19796:05:12:66:2

5. Deutschland                                           20106:22:6

1. Svetlana Gomboeva (Russland)            6566:06:47:36:26:56:0

2. Ksenia Perova (Russland)                      6556:07:36:46:27:30:6

3. Audrey Adiceom (Frankreich)                 666-6:26:56:43:76:4

4. Lisa Unruh (Deutschland)                       673-6:56:06:45:64:6

 

Compound

Herren

 

1. Türkei                                                       2125-235235232

2. Niederlande                                             2097236232234231

3. Italien                                                       2110-233232235

7. Deutschland                                            2107228

1. Mike Schloesser (Niederlande)               716-149149148148149

2. Federico Pagnoni (Italien)                      704148148146149144145

3. Adrien Gontier (Frankreich)                    709-146145147144148

9. Florian Grafmans (Deutschland)            709145143

 

Damen

 

1. USA                                                        2089232228229

2. Russland                                                2048233226214

3. Frankreich2                                            062224223229

1. Tanja Gellenthien (Dänemark)                701144146145145143

2. Andrea Marcos (Spanien)                       701149147148142141

3. Natalia Avdeeva (Russland)                   69045145147144147

Mixed

 

1. Niederlande (Vermeulen/Schloesser)     1410158158159155

2. Dänemark (Gellenthien/Hansen)            1414154157156153

3. USA (Ochoa-Anderson/Gellenthien)      1414-157156154

9. Deutschland (Boehnke/Grafmans)         1386154

Auszug aus der Website des HSV


Weltcup

Bogen Weltcup Lausanne: Goldfinale & Halbfinals mit deutscher Beteiligung

21.05.2021 09:30

Der Bogen-Weltcup in Lausanne ist bereits vor dem abschließenden Wochenende ein großer Erfolg für die deutschen Bogenschützen: Mit Lisa Unruh und Maximilian Weckmüller stehen zwei DSB-Akteure in den Einzel-Halbfinals und kämpfen um die Medaillen, das Recurve-Männerteam steht sogar im Goldfinale. Die Entscheidung wird am Sonntag, 23. Mai, live auf dem YouTube-Kanal der World Archery gezeigt.

 

Foto: World Archery / Daumen hoch für die deutschen Recurverinnen Michelle Kroppen, Lisa Unruh und Katharina Bauer, die in der Qualifikation einen neuen Europarekord schossen.

Weckmüller zog als erstes in die Runde der letzten Vier ein, in der er auf den Spanier Yun Sanchez trifft (23. Mai um 15.08 Uhr). Zuvor hatte er in einem dramatischen Viertelfinale den Russen Erdem Tsydypov mit 6:5 (28-29, 27-27, 28-27, 27-27, 29-29, 8*-8) besiegt. „Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit meiner Leistung, natürlich spielten die Nerven beim Stechpfeil eine Rolle, zumal der Wind bei den letzten sechs, sieben Pfeilen stärker wurde. Zum Glück war meine Acht besser als seine.“ Damit unterstrich der 26-Jährige seine gute Form und seine Leistungssteigerung in den vergangenen Wochen und Monaten. Diese hatte ihm Platz eins in der internen EM-Qualifikation beschert sowie bereits Silber beim Grand Prix in Porec/CRO.

Lisa Unruh bekommt es in ihrem Halbfinale (23. Mai um 14.02 Uhr) mit Svetlana Gomboeva aus Russland zu tun. Zuvor musste auch die Berlinerin in ihrem Viertelfinale eine russische Konkurrentin besiegen, das gelang beim 6:4 (28-28, 28-29, 29-29, 30-26, 28-26) gegen Elena Osipova mit einer bärenstarken Vorstellung. Für die Silbermedaillengewinnerin von Rio 2016 ist es eine weitere Bestätigung für ihre gute Form, nachdem sie in der Qualifikation bereits 673 Ringe erzielt hatte und Platz zwei hinter Michelle Kroppen (675 Ringe) belegte.

Auch die übrigen deutschen Recurve-Schützen überzeugten z.T. mit starken Leistungen und belegten die Plätze fünf (Michelle Kroppen), neun (Florian Unruh), 17 (Katharina Bauer, Veronika Haidn-Tschalova, Johannes Maier) und 33 (Felix Wieser). Zudem haben die Teams gute Aussichten in den Mannschaftswettbewerben. Das Trio Michelle Kroppen, Lisa Unruh und Katharina Bauer schoss in der Qualifikation mit 2010 Ringen einen neuen Europarekord und ging somit als Nummer eins in die Ko-Phase, schied dort jedoch im Viertelfinale aus. Viel besser machten es die Männer in der Besetzung Weckmüller, Kahllund und Maier, die mit drei Erfolgen in das Goldfinale stürmten, in dem sie am 23. Mai (10.36 Uhr) auf Spanien treffen.

Das Compound-Team kam nicht in Medaillennähe, zum Teil gelangen aber eindrucksvolle Ergebnisse wie z.B. der 145:143-Sieg von Leon Hollas über den Zweiten der Qualifikation, den Dänen Stephan Hansen. Am Ende belegten die DSB-Schützen Platz neun (Florian Grafmanns, Leon Hollas) und 17 (Julia Böhnke, Henning Lüpkemann).

Weiterführende Links

Weitere News zu "WA Weltcup"

Auszug aus der Website des DSB


National

Die Finals 2021: Para-Bogensportlerin Flora Kliem im Podcast

20.05.2021 15:00

Para-Bogensportlerin Flora Kliem und Karate-Kämpfer Tim Steiner freuen sich auf ihre Wettkämpfe bei den Finals 2021 Berlin | Rhein-Ruhr, beide hatten zuletzt nur wenige Chancen sich mit Kontrahenten zu messen. Im gemeinsamen Die Finals 2021-Podcast erzählen sie von ihren sportlichen Zielen, vom Training in Corona-Zeiten und der medialen Aufmerksamkeit für ihren Sport.

Foto: Michael Setzpfandt / Flora Kliem stand im Die Finals 2021-Podcast Rede und Antwort.

ARD und ZDF übertragen mehr als 25 Stunden live von den Finals 2021. Die Bogensport-Wettbewerbe finden im Olympiapark Berlin statt, die Karate-Kämpfer sind in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle auf der Matte. Der Finals 2021-Podcast ist auf allen gängigen Plattformen zu hören.

„Ich kann etwas zu meiner Trainingsform sagen, aber meine Wettkampfform kann ich aktuell nicht einschätzen, dafür fehlen die Wettkämpfe“, sagt Para-Bogensportlerin Flora Kliem. Die gebürtige Berlinerin, die heute in Göttingen lebt, freut sich auf ein Heimspiel im Olympiapark: „Es ist immer schön in Berlin zu schießen.“ Die zweifache Deutsche Meisterin will ihren Titel bei den Finals 2021 verteidigen. Für die Zukunft hat sie noch größere sportliche Ambitionen: „Mein Ziel sind die Paralympics 2024. Ich hoffe, dass ich mich in den kommenden drei Jahren ständig steigern kann und Paris 2024 dann für mich wahr wird.“

Mein Ziel sind die Paralympics 2024!

Flora Kliem zu ihrem großen Zukunfts-Ziel

Karateka Tim Steiner kann der aktuellen Pandemie zumindest etwas Gutes abgewinnen: „Ich habe körperlich aufgebaut während Corona und fühle mich supergut.“ Für die Wettkämpfe in der Helmut-Körnig-Halle peilt er ein hohes Ziel an: „Es wäre toll bei den Finals mit der Mannschaft ganz oben auf dem Podest zu stehen.“ Da Karate 2024 nicht olympisch ist, hat sich der zweifache Deutsche Meister international andere Ziele gesteckt: „Ich will bei Weltmeisterschaften, World Games und European Games mitmischen und mich dort etablieren.“

Die Podcast-Episoden #6 des Die Finals 2021-Podcast, in der Thomas Reckermann mit Flora Kliem und Tim Steiner spricht, ist jetzt online und an dieser Stelle (Anhang) oder auf der Webseite www.diefinals.de und auf allen bekannten Podcast-Portalen (Spotify, Apple, Deezer, Google) zu hören.

(Die Finals)

Weiterführende Links

https://play.acast.com/s/8b907fef-783e-458d-be0b-dd8798e7a123/25034a86-d598-4b48-b28e-79378c7429f3

 

Auszug aus der Website des DSB


12.05.2021

Qualifikation Europameisterschaften Bogen in Antalya / Türkei

Maximilian Weckmüller für „Last Qualifiers“ gesetzt. Im Bundesleistungszentrum Kienbaum fand die Qualifikation der Recurve-Bogenschützen für die Teilnahme an den Europameisterschaften statt, die vom 31. Mai bis 5. Juni 2021 im türkischen Antalya ausgetragen werden. Zudem nominierte Bundestrainer Oliver Haidn mit Maximilian Weckmüller vom BSC Vellmar den ersten deutschen Teilnehmer für die „Last Qualifiers“ in Paris (18. bis 21. Juni), wo es für das deutsche Männerteam gilt, sich noch einen Mannschaftsplatz für die Olympiateilnahme in Tokio zu holen. Bei den Europameisterschaften in Antalya haben die deutschen Recurve-Bogenschützen noch eine Chance auf einen Einzelplatz für die Olympiateilnahme. Nach drei Qualifikationsrunden setzte sich bei der EM-Qualifikation der 26-jährige Maximilian Weckmüller mit einem Ringdurchschnitt von 662,1 und insgesamt 1.986 Ringen gegen fünf Konkurrenten aus dem Perspektivkader des Deutschen Schützenbundes durch. Der national für den nordhessischen BSC Vellmar startende Maximilian Weckmüller gilt als einer der Hoffnungsträger im männlichen Bereich der olympischen Recurve-Bogenschützen, in dem der Deutsche Schützenbund noch keinen Quotenplatz für die Tokio-Teilnahme geholt hat. „Max Weckmüller hat überzeugt“, unterstrich Bundestrainer Oliver Haidn die Leistung des Nordhessen, der die Qualifikation vor Moritz Wieser von der FSG Tacherting und Florian Unruh vom SSC Fockbek gewann. Dieses Trio wird die deutschen Farben im Männerbereich beiden Europameisterschaften in Antalya vertreten. Bei den Frauen siegte Michelle Kroppen vom SV GutsMuths Jena vor der überraschend starken 20-jährigen Charline Schwarz von den Bogenschützen Feucht und Katharina Bauer von der BSG Raubling. Olympia-Silbermedaillengewinnerin Lisa Unruh kam nur auf den vierten Platz, kann aber aufgrund ihrer internationalen Erfahrung und Erfolge mit einer Nominierung für das EM-Team rechnen.

 

Die Ergebnisse der EM-Qualifikation im Überblick:

Männer

1. Maximilian Weckmüller Hessen           1986 Ringe

2. Moritz Wieser Bayern                           1973 Ringe

3. Florian Unruh Norddeutschland           1960 Ringe

4. Johannes Maier Bayern                       1958 Ringe

5. Cedric Rieger Württemberg                 1947 Ringe

6. Felix Wieser Bayern                             1944 Ringe

Frauen

1. Michelle Kroppen Berlin                        1933 Ringe

2. Charline Schwarz Bayern                     1919 Ringe

3. Katharina Bauer Bayern                       1905 Ringe

4. Lisa Unruh Berlin                                  1902 Ringe

5. Elisa Tartler Bayern                               1893 Ringe

6. Veronika Haidn-Tschalova Bayern        1883 Ringe

 Auszug aus der Website des DSB


Newsletter/Info : Auswirkungen der „Bundesnotbremse“ auf den Schießbetrieb in den Vereinen
Liebe Mitglieder des Hessischen Schützenverbandes,
durch die Einführung der „Bundesnotbremse“ (Anpassung des 828 Bundesinfektionsschutzgesetz)
gilt bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 (an drei aufeinander folgenden Tagen) in einem
Landkreis oder einer kreisfreien Stadt nun eine verschärfte Regelung, im Vergleich zu den
bisherigen Regelungen des Landes Hessen:
Sport ist in den betroffenen Regionen nur noch alleine,
zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand erlaubt.
Für unsere Schießsportanlagen heißt dies, daß hier, wie am Anfang des Jahres, nur noch maximal
der Aufenthalt von einer Aufsicht und einem Schützen auf dem jeweiligen Stand erlaubt ist.
(Es sei denn alle Anwesenden sind aus einem Haushalt, dann auch mehr)
Über die oben genannte Regelung hinaus dürfen Kinder, bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres,
kontaktlosen Sport im Freien in Gruppen von höchstens fünf Kindern ausüben. Unter der Obhut
einer Anleitungsperson, wobei diese auf Anforderung des zuständigen Gesundheitsamts ein
negatives Ergebnis einer, innerhalb von 24 Stunden vor der Sportausübung mittels eines anerkannten
Tests, durchgeführten Testung auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorlegen muss.
Dies ermöglicht es im Jugendbereich (für Kinder bis 13 Jahre inkl.) auf Bogenständen im Freien
auch weiterhin ein eingeschränktes Gruppentraining durchzuführen.
Außer Kraft tritt die „Notbremse“ wieder, wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt ab
dem Tag nach dem Eintreten der Maßnahmen an fünf aufeinander folgenden Werktagen die Sieben-
Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 100 unterschreitet.
Sollte sich die Schießsportanlage in einer Region befinden, in der die „Bundesnotbremse“
nicht ausgelöst wurde bzw. grade nicht aktiv ist (Sieben-Tage-Inzidenz mehrere Tage unter 100)
gelten die bisherigen Landesregelungen {wie sie durch den Hessischen Schützenverband im
Newsletter Nr.11/2021 kommentiert wurden}
Die jeweils zuständige örtliche Ordnungsbehörde und/oder das jeweilige Gesundheitsamt kann
jederzeit im Rahmen des Infektionsschutzes restriktivere Maßnahmen vorgeben. Eine Abstimmung
mit der örtlichen Ordnungsbehörde ist für jeden Schützenverein bei Öffnung seines Schieß-
/Bogenstandes somit dringend anzuraten.
Für Sportler des Berufs- und Leistungsports (bis Landeskaderebene) gelten die bisherigen
Sonderregelungen fort.
Viele Grüße
Markus Weber (Vizepräsident Hessischer Schützenverband)


Bogen Grand Prix in Antalya und EM-Qualifikation (14.04.2021)
Florian Grafmans in der Finalrunde gestoppt
Mit einem 20-köpfigen Nationalteam beteiligte sich der Deutsche Schützenbund vom 8. bis 11. April 2021 an einem Bogen Grand Prix im türkischen Antalya. Mit dem Recuvebogenschützen Maximilian Weckmüller und Florian Grafmans mit dem Compoundbogen waren zwei hessische Aktive dabei.
Für Maximilian Weckmüller begann die Finalrunde nach Rang 27 (661 Ringe) im Vorkampf gegen den Slowaken Vladimir Hurban mit einem sicheren 7:1 Erfolg in vier Sätzen. Danach setzte sich der 26-Jährige vom BSC Vellmar glatt in drei Sätzen mit 6:0 gegen den Usbeken Zokirjon Gafurov durch und bezwang anschließend seinen deutschen Teamkameraden Johannes Maier ebenfalls in drei Sätzen mit 6:0. Im Achtelfinale kam das Aus für Weckmüller, der das Duell mit dem Russen Aldar Tsybikzhapov in drei Sätzen mit 0:6 verlor. Damit endete der Grand Prix in Antalya für Maximilian Weckmüller auf Rang neun, über den seine deutschen Teamkameraden Florian Unruh, Felix und Moritz Wieser ebenfalls nicht hinauskam. Den Sieg holte sich der Russe Galsan Bazarzhapov, der im Finale gegen Nicholas D´Amour von den amerikanischen Jungferninseln mit 6:0 gewann.
Eine Bronzemedaille für das deutsche Team gewann mit dem olympischen Recurvebogen Elisa Tartler, die im kleinen Finale der Frauen mit 6:2 gegen die Rumänin Madalina Amaistroaie gewann.
Mit dem nichtolympischen Compoundbogen hatte Florian Grafmans als bester Deutscher mit 703 Ringen die Qualifikationsrunde absolviert und zog als Neunter unter 32 Startern in die Finalrunde ein. Seine gute Ausgangsposition konnte Grafmans nicht nutzen und unterlag in der ersten Finalrunde gegen den Slowaken Marcel Pavlik mit 135:139 Ringen. Nach sechs Pfeilen führte Florian Grafmans mit 57:55 Ringen und hielt das Match bis zum 84:84 ausgeglichen. Eine Sechs im vierten Drei-Pfeile-Durchgang entschied das Match zugunsten des Slowaken und der Auftritt des 29-Jährigen vom SV Böddiger endete beim Grand Prix in Antalya auf dem 17. Rang. Besser lief es für Tim Krippendorf vom ATSV Oberkotzau, der bei seinem ersten internationalen Start die Silbermedaille bei den Herren gewann. Der 21-Jähige unterlag im Finale dem Slowaken Jozef Bosansky mit 136:139 Ringen.
Drei Wochen vor dem Grand Prix in Antalya war die Compound-Nationalmannschaft im Landesleistungszentrum Frankfurt am Main zu Gast und der hessische Landestrainer Bogen Holger Hertkorn berichtete von diesem Trainingstagen: „Vom 19.-21.03.2021 war die Nationalmannschaft Bogen Compound zu Gast im LLZ. Auf dem Programm standen das gemeinsame Training und die erste Qualifikation zur diesjährigen EM. Im Fokus des Trainings war das Techniktraining (mit Videoanalyse-System) und das Tunen von Bögen und Pfeilen mit Tuningexperte Henning Lüpkemann. Die erste Qualifikation bestand aus einer 2x50m-Runde und anschließend sieben Match-Duellen. Gewinner war Tim Krippendorf (Bayern) mit deutlichem Vorsprung, unteranderem mit hervorragenden 710 Ringen in der Vorrunde. Der hessische Teilnehmer Florian Grafmans konnte nach einer furiosen Aufholjagt in den Matchrunden den 4. Platz belegen. Damit qualifizierte er sich für den European Grand Prix in Antalya, der auch die 2. Qualifikation zur EM bildet.“

Newsletter HSV vom 14.04.2021


International

Grand Prix Bogen: Silber für Krippendorf, Bronze für Tartler

13.04.2021 08:37

Ein ereignisreicher Grand Prix in Antalya bei schwierigsten Bedingungen ist Geschichte: Mit Silber für Compound-Schütze Tim Krippendorf, Bronze für Recurverin Elisa Tartler und dem internationalen Rücktritt von Compounder Marcus Laube trugen auch die DSB-Schützen dazu bei. Zugleich war der Wettkampf zweiter und letzter Teil der EM-Qualifikation der Compound-Schützen, sodass dem DSB-Bundesausschuss Spitzensport die EM-Besetzung vorgeschlagen wurde.

Foto: World Archery / Tim Krippendorf belohnte sich bei seinem ersten internationalen Auftritt gleich mit Silber.

 

Recurve: Tartler „veredelt“ starken Auftritt
Es war keine „Windlotterie“, aber der böige Wind trug einiges dazu bei, dass die Athleten zu kämpfen hatten. Elisa Tartler machte dies aus dem deutschen Recurve-Team am besten und belohnte sich am Ende mit ihrer ersten internationalen Medaille bei den Erwachsenen. Im Bronzefinale setzte sie sich 6:2 (25-21, 25-22, 25-28, 24-19) gegen die Rumänin Madalina Amaistroaie durch und meinte anschließend: „Ich bin sehr glücklich mit meinem dritten Platz und bin froh, dass ich die Möglichkeit hatte, diesen internationalen Wettkampf schießen zu können. Ich habe mich beim Schießen nur darauf konzentriert, starke Schüsse zu machen und habe versucht, mein Timing zu behalten, auch wenn der Wind es schwer gemacht hat.“ Auf dem Weg zu Bronze setzte sich Tartler auch gegen die nationale Konkurrenz durch. Zunächst in der dritten Runde gegen Charline Schwarz mit 6:5 im Stechen, dann im Viertelfinale 6:2 gegen Michelle Kroppen. Kroppen als Achte, Lisa Unruh als Sechste und Katharina Bauer als Neunte rundeten das gute Ergebnis der deutschen Damen ab. Bundestrainer Oliver Haidn kommentierte: „Insgesamt können wir mit der Damenmannschaft zufrieden sein, vor allem mit den Finalleistungen von Elisa, Lisa und Michelle, die sich alle in den Top 8 qualifizieren konnten.“

Die Witterungsbedingungen waren jedoch durch den stark böigen Wind schwierig und haben uns gezeigt, dass wir noch an einigen Dingen arbeiten müssen

 

Oliver Haidn, Bundestrainer über die Bedingungen und die Schlüsse daraus

Foto: World Archery / Ließ die Pfeile gekonnt zu Bronze fliegen: Elisa Tartler.

 

Die Herren hatten ihre Sternstunde in der dritten Ko-Runde als das Quartett Florian Unruh, Maximilian Weckmüller, Felix und Moritz Wieser siegte. Weckmüller setzte sich im Duell gegen Teamkollege Johannes Maier durch (6:2), aber vor allem der Erfolg von Moritz Wieser gegen den italienischen Weltklasse-Schützen Mauro Nespoli (7:3) sorgte für Aufsehen. Leider verabschiedete sich das DSB-Quartett komplett in der vierten Runde, sodass alle Neunter wurden. Besonders bitter waren die Niederlagen der Wieser-Brüder, die jeweils erst im Stechen ihren Gegnern unterlagen. „In den Finals war mehr drin. Insgesamt sehen wir bei den Herren aber eine positive Gesamtentwicklung. Es hat zwar dieses Mal nicht ganz gereicht, Florian, Felix und Moritz waren aber sehr knapp am Viertelfinale dran“, zeigte sich Haidn nicht unzufrieden, um auch ein Fazit hinterher zu schieben: „Wir haben hier in Antalya in Ausblick auf die Quotenplatz-EM (31. Mai bis 6. Juni) einen wichtigen Wettkampf bestritten. Einige Athleten konnten, wie auch schon in Porec mit guten Leistungen aufwarten. Die Witterungsbedingungen waren jedoch durch den stark böigen Wind schwierig und haben uns gezeigt, dass wir noch an einigen Dingen arbeiten müssen. Wir brauchen jetzt vor allem weitere Wettkämpfe und viel Training im Freien - auch bei Wind - um einen flexiblen und erfolgreichen Schießrhythmus zu entwickeln.“

Compound: Krippendorf holt bei Premiere gleich Silber
Dies gilt sicherlich auch für die Compound-Schützen, die eine noch längere internationale Wettkampfpause hatten als ihre Recurve-Kollegen. Umso beeindruckender war der Auftritt von Tim Krippendorf, der sich vor allem in der Ko-Phase von Runde zu Runde steigerte und gleich bei seinem ersten internationalen Einsatz bei den Herren ins Goldfinale stürmte. Zwar unterlag er dort dem Tschechen Jozef Bosansky 136:139 (siehe anhängendes Video ab 18:00), weil vor allem in der ersten Passe der Wind zu seinen Ungunsten zuschlug und er somit gleich vier Ringe hinter dem Rivalen lag. Dennoch bekam Krippendorf ein dickes Lob von Holger Hertkorn, dem Disziplinverantwortlichen: „Tim hat tolle Finalrunden gegen hochklassige Gegner geschossen. Silber ist ein sensationeller Erfolg für ihn, mit dem man nicht unbedingt rechnen konnte. Ein toller Auftakt der Saison, so kann es gerne weitergehen.“

Silber ist ein sensationeller Erfolg für Tim, mit dem man nicht unbedingt rechnen konnte!

Holger Hertkorn, Disziplinverantwortlicher Compound zum Silber-Coup von Tim Krippendorf

EM-Team Compound steht
Neben Krippendorf wusste auch Florian Grafmans zu überzeugen, der in der Qualifikation mit 703 Ringen eine neue persönliche Bestleistung aufstellte. Krippendorf, Grafmanns und Leon Hollas bilden nun auch das EM-Team, denn der Wettkampf in Antalya war zugleich auch Teil zwei der EM-Qualifikation (Teil eins fand im März in Frankfurt statt). Bei den Damen werden Julia Böhnke und Jennifer Wenzl sowie die gesetzte Janine Meißner die deutschen Farben vertreten. Der Vorschlag muss noch vom Bundesausschuss Spitzensport bestätigt werden.

Laube erklärt internationalen Abschied
Etwas Wehmut kam am Ende dann auch noch auf, denn Marcus Laube gab bekannt, dass Antalya sein letzter internationaler Einsatz war. Ein langer Weg, der 2009 mit der Weltmeisterschaft in Ulsan/KOR begann und viele tolle Momente hatte, endete nun in der ersten Ko-Runde in Antalya.

Weiterführende Links

Auszug aus der Website des DSB


National

Bogensport: Deutschland Cup bei „Die Finals“ & „Ruhr Games“

01.04.2021 13:00

Dem Bogensport bieten sich vom 3. bis 6. Juni zwei hervorragende Plattformen, um sich zu präsentieren: Bei „Die Finals“ in Berlin (Frauen & Männer, 3.-6. Juni) sowie den „Ruhr Games“ (U18, 5./6. Juni) in Bochum findet jeweils der Deutschland Cup statt, der von ARD & ZDF umfangreich übertragen wird und dessen Ergebnisse auch für die DM-Qualifikation berechtigen.

Foto: DSB / Zwei Top-Events im Juni mit Beteiligung des Bogensports: Die Finals & Ruhr Games.

 

2019 fanden erstmals „Die Finals“, ein Multi-Sportevent mit Entscheidungen in verschiedensten Sportarten, statt. Der Bogensport war dabei und bot fantastische Leistungen und einem großen Live- und TV-Publikum tolle Bilder. Nachdem 2020 Corona bedingt die Absage erfolgte, soll in diesem Jahr von Donnerstag bis Sonntag die zweite Auflage erfolgen. Der DSB ist dann auf dem erweiterten Gelände des Olympiastadions mit dem „Deutschland Cup“ und den Disziplinen Recurve-, Compound- und Blankbogen sowie von Junioren bis Senioren und Para-Klassen dabei.

In Bochum schießt die U18

Parallel zum Wettkampf in Berlin findet in Bochum der „Deutschland Cup“ für die U18, also die Klassen Schüler A, Jugend (beides Recurve) sowie Jugend (Compound), statt. Auch hier präsentieren sich zahlreiche Sportarten dem Publikum, es ist das größte internationale Sport- & Kulturfestival für Jugendliche. Der Bogensport ist erstmals inkludiert.

Zulassungsbedingungen deutlich erleichtert

Die DSB-Sportleitung hat die Zulassungsbedingungen für die beiden Wettkämpfe deutlich erleichtert: Die Qualifikation kann bei einer Meisterschaft bis aus dem Jahr 2019 oder einem Vereinstraining erbracht werden – der Leistungsnachweis muss mit Bild oder Datei belegt und durch eine weitere Person abgezeichnet werden.

Sowohl für „Die Finals“ als auch die Rhein-Ruhr-Games hat der DSB ein Meldeprogramm installiert, in das die Ergebnisse eingetragen werden müssen, Meldeschluss ist der 3. Mai 2021. Alles Weitere kann den Informationen auf den eigens eingerichteten Seiten entnommen werden. Zudem gibt das anhängende Video einen Überblick zu den beiden Top-Events.

Weiterführende Links

 Auszug aus der Website des DSB