News & Presse / 06.09.2021


Deutsche Meisterschaften

Bogen-DM Wiesbaden: Knapp 600 Athleten kämpfen um die Titel

02.09.2021 16:06

In knapp einer Woche wird Wiesbaden Besuch von „Goldsuchern“ aus ganz Deutschland bekommen: Dann reisen ca. 600 Athleten an, um an der Deutschen Meisterschaft im Bogensport (10. bis 12. September) teilzunehmen. Ihrer aller Ziel: „Alle ins Gold!“

Foto: DSB / So sah es 2020 beim Deutschland Cup aus, so wird es auch bei der DM sein: Das ZDF (und Sportdeutschland.TV) wird schöne Bogenbilder zeigen.

Denn so lautet der Slogan der Bogensportler, die ihre Pfeile im Idealfall in das „Gold“, in die Mitte (9 oder 10), platzieren wollen. In Wiesbaden wird dies in den Disziplinen Recurve-, Compound- und Blankbogen erfolgen, geschossen wird an allen drei Turniertagen auf der Sportanlage Kleinfeldchen und im Finalstadion auf dem Bowling Green (11./12. September).

Mit dabei sind dann natürlich auch die Bronzemedaillengewinnerinnen von Tokio, Michelle Kroppen, Charline Schwarz und Lisa Unruh. In Wiesbaden geht es aber gegeneinander, und es dürfte hoch interessant sein, ob sich das Trio zum einen gegen die starke nationale Konkurrenz durchsetzt. Und zum anderen, ob es zu direkten Duellen im Kampf um den Titel kommt.

ZDF und Sportdeutschland.TV berichten

Der letzte hochkarätige Bogensport-Wettkampf in Wiesbaden fand 2020 statt, damals trugen die deutschen Kaderathleten den „Deutschland Cup“ aus. Damals siegten Lisa Unruh und Florian Unruh (damals noch unter seinem Namen Kahllund), und das ZDF zeigte Bilder von der Premiere.

Gut, dass sich Geschichte wiederholt, denn der Sender aus Mainz ist abermals vor Ort und wird am Sonntag, 12. September, in der Sendung „Sportstudio live“ (17.10 Uhr bis 18.55 Uhr) neben dem ISTAF aus Berlin vom Geschehen aus der hessischen Landeshauptstadt berichten. Und auf Sportdeutschland.TV werden alle Medaillenentscheidungen auf dem Bowling Green live und kostenlos gestreamt.

Weiterführende Links

Weitere News zu "Deutsche Meisterschaft (Meldeschluss: 03.08.2021)"

Auszug aus der Website des DSB

Olympische Spiele

Tokio 2020NE: Maik Szarszewski wird starker Siebter

03.09.2021 17:18

Bogenschütze Maik Szarszewski hat bei seiner dritten Paralympics-Teilnahme die erhoffte Medaille verpasst, aber mit einer klaren Leistungssteigerung in der Elemination Round den guten siebten Platz belegt.

Foto: World Archery / Nach schwacher Qualifikation zeigte Maik Szarszewski in der Ko-Phase starke Leistungen und belohnte sich mit Platz sieben.

Vor den Spielen in Tokio hatte Szarszewski zu seinem Ziel gesagt: „Selbstverständlich will ich eine Medaille als Lohn für hartes Training, denn der Weg ist das Ziel. Und dieser Weg war doch eher steinig!“ Und er wurde noch steiniger, denn in der Qualifikation lief nicht viel zusammen, Szarszewski belegte lediglich Platz 29 unter den insgesamt 31 Teilnehmern ("Die Qualifikation habe ich die ganze Woche nicht verdaut, eigentlich bis jetzt noch nicht!"). Treffend sagte er im Anschluss: „Entweder kämpfe ich mich durch, oder ich scheide in der ersten Runde aus!“

Gesagt, getan! Szarszewski zeigte am 3. September sein wahres Können, sehr zum Leidwesen des hocheingeschätzten ehemaligen Weltmeisters, des Thailänders Hanreuchai Netsiri. Der war nach der Qualifikation Vierter mit 63 (!) Ringen mehr als der Deutsche. Doch die Ko-Phase schreibt bekanntermaßen ihre eigenen Gesetze. Zwar verlor Szarszewski den ersten Satz mit 21-24, doch danach schockte er den Thailänder mit drei Satzgewinnen in Folge (24-22, 25-22, 22-21). Nach siebenstündiger Pause, die der Weltranglisten-16. im paralympischen Dorf verbrachte, um etwas Energie zu tanken, ging es bei Dunkelheit mit einsetzendem Nieselregen weiter Und auch der Slowene Dejan Fabcic, natürlich nach der Qualifikation ebenfalls höher eingestuft, zog den Kürzeren: Szarszewski steigerte sich nochmals deutlich und siegte souverän 6:0 (27-23, 28-27, 27-24).

Der Griff nach der ersten paralympischen Medaille war für den Olympia-Fünften von Rio 2016 nun realistisch. Der Gegner im Viertelfinale hieß Harvinder Singh aus Indien, der sich in den zwei Runden zuvor jeweils erst im Stechen durchsetzen konnte. Doch Szarszewski fand nicht die Souveränität wie in der Runde zuvor und musste sich am Ende mit 2:6 (21-25, 23-28, 28-25, 23-26) dem späteren Bronzemedaillengewinner geschlagen geben. Lediglich in der dritten Passe gelangen ihm konstant Schüsse ins Gold. "Der wäre machbar gewesen, aber da war der Wurm drin. Das zieht sich wie ein roter Faden, seit ich in Tokio bin. Es ist nie so richtig flüssig gelaufen", analysierte Szarszewski danach.

Maik hat sich als Hobbyschütze gegen eine Anzahl von Profisportlern erfolgreich durchgesetzt!

Bundestrainer Mathias Nagel zollt Maik Szarszewski Respekt für seine Leistung in Tokio

Bundestrainer Mathias Nagel meinte: „Maik hat durch diese Leistung seinen derzeitigen Standpunkt im internationalen Bogensport manifestiert und sich gleichzeitig als Hobbyschütze gegen eine Anzahl von Profisportlern erfolgreich durchgesetzt.“ Damit dies zukünftig auch weiteren Para-Bogensportlern gelingt, sagt Nagel: „Ein Wunsch wäre es, wenn der Para-Bogensport/Leistungssport in Deutschland in den dazugehörigen Fach-Schießsportverband integriert werden würde. So könnte es dauerhaft gelingen, leistungsfähige Para-Bogensportler an das internationale Leistungsniveau heranzuführen.“

Und Szarszewskis Fazit lautete: "Das muss mir erst einmal einer nachmachen, nach der Qualifikation so zurückzukommen und generell auch, dreimal zu den Paralympics zu fahren, weil das in unserer Sportart nicht so einfach ist. Ich habe es meinen Zweiflern gezeigt."

Auszug aus der Website des DSB


Foto: DSB / Sascha Pflug (links) und Jürgen Lippen freuen sich auf die EM in Maribor.

Europameisterschaften

3D Bogen-Europameisterschaft Maribor: Deutsches Duo am Start

30.08.2021 09:25

Mit einem Duo ist der DSB bei der 3D Bogen-Europameisterschaft im slowenischen Maribor (30. August bis 4. September) vertreten: Sascha Pflug (Compound) und Jürgen Lippen (Langbogen) sind guter Dinge und gehen hoch motiviert an den Start, wie der Disziplinverantwortliche Peter Lange übermittelte.

Das EM-Gelände mit drei Parcours findet im Ski-Weltcup bewährten Gebiet statt. Demzufolge ist ein entsprechendes Gefälle vorhanden, „es wird topografisch recht anspruchsvoll“, so die Einschätzung von Lange nach dem offiziellen Training am 29. August.

Das deutsche Duo hatte den erforderlichen internationalen Leistungsnachweis nachgewiesen und wäre eigentlich ein Trio gewesen: Doch Recurveschütze Jens Asbach erkrankte und musste seinen Start leider absagen.

 

Alle Infos zur 3D-EM in Maribor

Auzug aus der Website des DSB


Deutsche Meisterschaften

DM Bogen Wiesbaden: Olympischer Bronzeglanz in Wiesbaden

25.08.2021 15:08

Es war das Highlight aus DSB-Sicht bei den Olympischen Spielen in Tokio: Der Gewinn der Bronzemedaille im Team-Wettbewerb durch Michelle Kroppen, Charline Schwarz und Lisa Unruh. Demnächst ist das Erfolgs-Trio aus nächster Nähe zu bewundern, wenn es bei der Deutschen Meisterschaft in Wiesbaden (10. bis 12. September) zu Pfeil und Bogen greift.

Foto: Picture Alliance / Sind auf weitere Erfolge hungrig: Michelle Kroppen, Charline Schwarz und Lisa Unruh.

Die finale Zehn von Lisa Unruh im Match gegen Weißrussland sorgte für das 5:1, einen anschließenden Jubel-Tanz und die erste Team-Medaille seit Sydney 2000. Damit erreichte der deutsche Bogensport unter Leitung von Bundestrainer Oliver Haidn nach Olympia-Silber 2016 durch Unruh erneut ein absolutes Top-Ergebnis.

Kleinfeldchen und Bowling Green

Olympia in Tokio ist bereits wieder Vergangenheit, die DM in Wiesbaden die nahe Zukunft. Und da will das Trio natürlich auch wieder vorne mitmischen. Dafür müssen in der Qualifikation und in den ersten Ko-Runden die Grundlagen gelegt werden. Diese werden - wie für alle anderen DM-Teilnehmer in den Disziplinen Recurve-, Compound- und Blankbogenauch auch - auf der Sportanlage Kleinfeldchen geschossen.

Der zweite, mittlerweile etablierte Austragungsort in Wiesbaden ist das Bowling Green. Auf dem Premiumplatz der Landeshauptstadt werden am Samstag, 11. September, und Sonntag, 12. September, die Bronze- und Goldfinals mit dem olympischen Recurvebogen (Jugend, Junioren, Erwachsene) und dem nicht-olympischen Compoundbogen (Erwachsene) ausgetragen.

Und es würde niemanden überraschen, wenn die Bronzemädels von Tokio dann erneut nach einer Medaille greifen.

Weiterführende Links

Weitere News zu "Deutsche Meisterschaft (Meldeschluss: 03.08.2021)"

Auszug aus der Website des DSB


Olympische Spiele

Tokio 2020NE: „Wie eine Schachtel Pralinen!“

23.08.2021 13:44

Am 21. August begann das „Abenteuer“ Paralympische Spiele für Deutschlands einzigen Bogensportler bei Tokio 2020NE, Maik Szarszewski, mit dem Flug nach Japan. An seiner Seite sind Bundestrainer Mathias Nagel und Co-Trainer Harry Mende, Nagel gibt im Interview Einblicke über seine Gefühlslage und ordnet die Chancen von Szarszewski ein.

Foto: DSB / Mathias Nagel geht mit gemischten Gefühlen in die Paralympischen Spiele in Tokio.

Mit welchem Gefühl flog das Bogen-Trio, bestehend aus Athlet Maik Szarszewski, Co-Trainer Harry Mende und Ihnen, am 21. August gen Tokio?
Nagel: „Ich wusste um die lange Anreise um 11:00 Uhr ab Hamburg, ab ca.12:00 Uhr Wartezeit bis 17:45 Abflug Frankfurt nach Tokio. Nach der Ankunft die obligatorischen Einreise-Prozeduren inclusive PCR-Test, warten auf den Bustransfer. Also ein langer „Samstag“ für alle!
Das Gefühl, wenn man drei paralympische Zyklen durchlebt hat, ist ganz einfach Trostlosigkeit und doch bereit für Leistungen zu sein, auch ganz ohne jegliche Zuschauer?!“

Inwieweit wurde die Qualifikation im Bogensport von der Corona-Pandemie beeinträchtigt?
Nagel: „Maik hat sich weit vorher qualifiziert (bei der WM 2019 in Herzogenbusch/NED, Anm. d. Red.), wir haben zum Schutz unserer Schützen einen Wettkampf abgesagt, da der Wettkampf in einem Risikogebiet stattfand. Dem Lockdown ist ein immenser Trainingsausfall einiger Schützen zuzuschreiben und somit keine reale Wettkampfchancen.“

Maik Szarszewski ist in Tokio ein Einzelkämpfer. War das zu erwarten oder hatten Sie sich mehr deutsche Bogensportler in Tokio erhofft?
Nagel: „Maik hat in den vergangenen Jahren seine Dominanz gezeigt, trainingsintensive Stunden auf dem Trainingsplatz und die daraus resultierende Leistung sprechen für sich! Deutschland hat derzeit keine Bogensportler mehr, die sich schon im Vorweg irgendwo Qualifikationsnormen gerecht durchsetzen konnten, die Pandemie spielte auch hier ein Rolle.“

Foto: DSB / Maik Szarszewski, hier bei Die Finals in Berlin, ist in Tokio der einzige deutsche Bogenschütze.

Maik hat in den vergangenen Jahren seine Dominanz gezeigt!

Bundestrainer Mathias Nagel über die Ausnahmestellung von Maik Szarszewski in Deutschland

Im Vorfeld konnte er kaum an Wettkämpfen teilnehmen. Wie wichtig war es für Szarszewski an Die Finals in Berlin teilzunehmen?
Nagel: „Das kann ICH nicht beantworten.“ 

Es sind die dritten Paralympischen Spiele für Maik Szarszewski. Was möchten Sie von ihm sehen?
Nagel: „Seine Nervenstärke und seinen Kampfgeist.“

Wie sieht es im paralympischen Bogensport, vor allem in der Recurve Open Klasse von Maik Szarszewski aus? Welche Nationen sind dominierend, wen erwarten Sie vorne?
Nagel: „Russland, Frankreich, China, aber auch andere asiatische Nationen sind nicht zu unterschätzen!“

Wie beurteilen Sie die Aussichten von Maik Szarszewski? Was ist drin in Tokio?
Nagel: „Um es mit den Worten von Forrest Gump zu umschreiben: Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie was drin ist!“

Weiterführende Links

Weitere News zu "Paralympische Spiele"

Auszug aus der Website des DSB

PARALYMPICS-TEILNEHMER

Maik Szarszewski

Persönliches

Geburtsdatum: 14.05.1972

Geburtsort: Miltenberg

Sportart: Para Bogensport

Startklasse: W2

Behinderung: Querschnittlähmung

Paralympics-Teilnahme(n)

Rio 2016

London 2012

Tokio 2020

Verein(e): SC Vöhringen / BSC Laupheim

Beruf: Konstrukteur

Internationale Erfolge

Paralympische Spiele
2016
| 5. Platz: Einzel | 9. Platz: Recurved Mixed Team
2012 | 9. Platz: Einzel

Weltmeisterschaften
2019
| 9. Platz: Einzel
2015 | 7. Platz: Recurve Mixed Team
2013 | 9. Platz: Einzel | 9. Platz: Recurved Mixed Team

Europameisterschaften
2018
| 3. Platz: Einzel
2016 | 3. Platz: Einzel
2014 | 2. Platz: Recurve Mixed Team | 7. Platz: Einzel


Junioren-Weltmeisterschaft Bogen in Wroclaw / Polen
Phil Lüttmerding scheitert mit dem letzten Pfeil
Mit einem 16-köpfigen Nachwuchsteam ging der Deutsche Schützenbund bei den Junioren-Weltmeisterschaften im Bogenschießen an den Start, an denen sich eine Woche lang im polnischen Wroclaw (Breslau) über 500 junge Bogenschützen aus 60 Nationen beteiligten. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten die Wettbewerbe nicht wie ursprünglich geplant in Australien ausgetragen werden. Zu den Neulingen im deutschen Team gehörte Phil Lüttmerding vom SV Böddiger, der eine Woche zuvor beim „European Youth Cup“ im rumänischen Bukarest mit dem Recurvebogen in der Kadetten-Klasse seinen ersten internationalen Erfolg feierte. An diese Leistung konnte der 15-Jährige bei den Weltmeisterschaften in Wroclaw nicht anknüpfen und kehrte von den Titelkämpfen sowohl im Einzel wie auch in der Teamkonkurrenz ohne Medaille zurück. Der Einzelwettbewerb begann für Phil Lüttmerding mit soliden Sechs-Pfeile-Serien von 51 bis 54 Ringen, bevor er mit den letzten Pfeilen zum Abschluss der ersten Hälfte des 72-Pfeile-Wettkampfes nur auf 48 Ringe kam. Nach 313 Ringen zum Auftakt steigerte sich der junge Nordhesse in der zweiten Runde auf 317 von 360 möglichen Ringe und beendete die Qualifikation mit 630 Ringen auf dem 43. Rang unter 77 Startern in der Kadetten-Klasse (bis 18 Jahre). Seine erste Aufgabe zum Auftakt der Finalrunde löste Phil Lüttmerding in vier Sätzen mit 6:2 Punkten gegen Bryce Hill aus Zimbabwe. Im entscheidenden vierten Satz zeigte er mit 27 von 30
möglichen Ringen bei den drei Pfeilen auf 70 Meter Entfernung seine beste Leistung. Die zweite Runde im Finale gegen den Ukrainer Nikita Dunyashev begann für Phil Lüttmerding mit einer knappen 28:29 Niederlage im ersten Satz. Die nächsten beiden Sätze endeten jeweils mit 27:27 Ringen remis und im vierten Satz glich der junge Deutsche das Match mit 27:25 Ringen zum 4:4 aus. Bis zum letzten Pfeil im entscheidenden fünften Satz hielt Phil Lüttmerding mit Treffern in die Neun ringgleich mit, bevor der Ukrainer den letzten Pfeil optimal in die Zehn schoss. Der einzige Hesse im deutschen Team traf nur die Acht und war damit vorzeitig ausgeschieden. Im Teamwettbewerb trat Phil Lüttmerding zusammen mit dem 17-jährigen Max Moulliet und dem 15-jährigen Frederik Roether für Deutschland in der Kadetten-Klasse an. Das Trio beendete die Qualifikation auf Rang zehn und traf in der Finalrunde auf das Team aus Frankreich. Gegen die Vorkampfsiebten verloren die drei Deutschen den ersten Sechs-Pfeile-Satz knapp mit 54:55 Ringen. Nach einem 56:56 Remis im zweiten Satz glückte mit 57:56 Ringen der Ausgleich zum 3:3. Die Entscheidung fiel im vierten Satz mit 54:53 Ringen zugunsten der Franzosen, die nach dem Sieg über Deutschland sich bis ins Finale kämpften und gegen Indien mit
3:5 nur knapp den Weltmeistertitel verpassten. Das Fehlen der dominierenden Bogen-Nationen Korea und China nutzten im olympischen Recurvebereich die Nachwuchstalente aus Indien, die mit fünf Goldmedaillen vor Frankreich (3 Goldmedaillen) und Japan (2) am erfolgreichsten waren. Die deutschen Recurve-Nachwuchsschützen konnten zwei Bronzemedaillen durch Jonathan Vetter und Charline Schwarz gewinnen.


Die Ergebnisse im Überblick:

 

Recurvebogen

Junioren männlich
1. Indien 1977 - 6:2 6:0 5:3 5:3
2. Spanien 1962 - 6:2 5:1 6:2 3:5
3. USA 1957 - 6:2 6:0 3:5 6:0
9. Deutschland 1950 - 3:5

1. Tetsuya Aoshima (Japan) 663 - - 6:0 6:2 6:4 6:0 6:2
2. Stanislav Cheremiskin (Russl.) 656 - 6:4 6:0 6:5 6:5 6:0 2:6
3. Jonathan Vetter (Deutschland) 670 - - 6:0 7:3 6:5 0:6 7:3
17. Nico Schiffhauer (Deutschl.) 643 7:1 6:5 4:6
33. Erik Linke (Deutschland) 637 6:0 1:7

Junioren weiblich
1. Japan 1947 - 5:4 6:2 5:4
2. Russland 1892 5:3 6:0 6:0 4:5
3. Ukraine 1875 6:2 6:2 0:6 5:1
6. Deutschland 1929 6:0 2:6

1. Komalika Bari (Indien) 656 - 6:4 6:0 6:5 6:4 7:3
2. Elia Canales (Spanien) 658 - 6:2 6:4 7:3 7:3 3:7
3. Charline Schwarz (Deutschl.) 650 - 6:4 6:5 6:4 3:7 6:2
7. Elina Idensen (Deutschland) 658 - 6:2 6:0 3:7
17. Clea Reisenweber (Deutsch.)621 7:3 2:6

Junioren Mixed
1. Indien (Salunkhe/Bari) 1319 - 6:2 6:2 6:2 5:3
2. Spanien (Sanchez/Canales) 1328 - 5:1 6:2 5:4 3:5
3. Russland (Osorov/Budazhap.) 1322 - 6:0 5:3 4:5 5:1
4. Deutschland (Idensen/Vetter) 1328 - 6:0 6:2 2:6 1:5

Kadetten männlich
1. Indien 1969 - 6:0 6:0 5:1 5:3
2. Frankreich 1925 - 5:3 6:2 5:3 3:5
3. Spanien 1939 - 5:3 6:2 1:5 5:3
9. Deutschland 1899 - 3:5

1. Iban Bariteaud (Frankreich) 667 - - 6:4 6:0 6:0 6:0 7:3
2. Ludvig Njor Henriksen (Däne.) 659 - - 6:5 6:4 6:4 6:2 3:7
3. Bishal Changmai (Indien) 661 - - 6:2 6:5 7:1 0:6 6:4
6. Max Moulliet (Deutschland) 649 - 6:2 6:2 6:0 2:6
33. Frederik Roether (Deutschl.) 620 6:2 3:7
33. Phil Lüttmerding (Deutschl.) 630 6:2 4:6

Die Ergebnisliste wird in Kürze vervollständigt

 

Kadetten weiblich
1. Frankreich
2. Ukraine
3. Indien
4. Deutschland

1. Caroline Lopez (Frankreich)
2. Ceren Kocur (Türkei)
3. Majiri Manoj Alone (Indien)
17. Leonie Raschke (Deutschland)
33. Regina Kellerer (Deutschland)
57. Johanna Klinger (Deutschland)

Kadetten Mixed
1. Indien
2. Japan
3. Frankreich
17. Deutschland

Compoundbogen

Junioren männlich
1. Mexico
2. Türkei
3. USA
9. Deutschland

1. Robin Jaatma (Estland)
2. Mateo Mangelle (Frankreich)
3. Rishabh Yadav (Indien)
17. Fabian Mühlbauer (Deutschland)
17. Moritz Kurz (Deutschland)
57. Patrick Piecha (Deutschland)

Junioren weiblich
1. Mexiko
2. Russland
3. USA

1. Amanda Mlinaric (Kroatien)
2. Sakshi Chaudhary (Indien)
3. Meeri-Marita Paas (Estland)
33. Franziska Göppel (Deutschland)

Junioren Mixed
1. Estland

 

2. Mexiko
3. USA
17. Deutschland

Kadetten männlich
1. Indien
2. USA
3. Türkei

1. Aljaz Matija Brenk (Slowenien)
2. Sawyer Sullivan (USA)
3. Isaac Sullivan (USA)

Kadetten weiblich
1. Indien
2. Türkei
3. Italien

1. Selena Rodriguez (Mexico)
2. Priya Gurjar (Indien)
3. Parneet Kaur (Indien)

Kadetten Mixed
1. Indien
2. USA
3. Türkei

Auszug aus der Website des DSB

 


European Youth Cup Bogen in Bukarest / Rumänien

Mannschaftsgoldmedaille für Phil Lüttmerding
Nach dem Auftakt im Mai 2021 im slowenischen Catez wurde die zweite Runde des „Europaen Youth Cup“ für Nachwuchs-Bogenschützen in den Disziplinen Recurve und Compound im rumänischen Bukarest ausgetragen. Unter 166 jungen Bogenschützen aus 16 Nationen gingen 17 Nachwuchstalente des Deutschen Schützenbundes an die Schießlinie, darunter mit Phil Lüttmerding und Sören Reyer vom SV Böddiger zwei Aktive des Hessischen Schützenverbandes. Dominiert wurden die Wettbewerbe von den Jugendlichen der Türkei, die bei den 20 Entscheidungen zwölf Goldmedaillen, sowie sechs Silber- und zwei Bronzemedaillen gewannen. Hinter dem türkischen Team belegte die deutsche Nachwuchsauswahl mit vier Goldmedaillen, einer Silbermedaille und vier Bronzemedaillen in der Medaillenstatistik den zweiten Platz. Im Mannschaftsfinale der Recurvebogenschützen gewann Phil Lüttmerding zusammen mit Max Moulliet und Fredrik Roether die Goldmedaille. Das deutsche Kadetten-Trio erzielte mit 1989 Ringen das beste Vorkampfergebnis und startete mit einem glatten Dreisatzerfolg (6:0) in die Finalrunde. Im Goldfinale lagen die drei Deutschen nach drei Sätzen mit 2:4 Punkten in Rückstand. Im vierten Sechs-Pfeile-Satz gelang mit 54:49 Ringen der Ausgleich und die Entscheidung im Shoot-Off fiel mit 28:24 Ringen deutlich für das deutsche Team aus. Vom Beginn der Einzelwettbewerbe berichtete der hessische Landestrainer Holger Hertkorn: „Mit Phil Lüttmerding (15 Jahre) bei den Cadetten Recurve und Sören Reyer (20 Jahre) bei den Junioren Compound sind wir mit zwei Hessen beim Junioren Cup Bogen in Bukarest vertreten. Phil hat in der Qualifikation mit 664 Ringen einen hervorragenden 3. Platz belegt. Er hat sich dadurch ein Freilos im 1/16-Finale erkämpft. Sören belegte nach der Qualifikation den 17. Platz. Im 1/16-Finale konnte er sich gegen den Italiener Covre im Stechen durchsetzen und steht somit ebenfalls im 1/8-Finale."
In der Finalrunde traf Phil Lüttmerding zum Auftakt auf den Franzosen Yanis Baudain, den er glatt in vier Sätzen mit 7:1 besiegte bevor er im Viertelfinale gegen den späteren Sieger Francesco Poerio Pitera aus Italien antreten musste. Die ersten beiden Sätze gingen mit 27:29 und 25:28 Ringen für den jungen Deutschen verloren, der den dritten Drei-Pfeile-Satz dann mit 28:26 Ringen für sich entscheiden konnte. Im umkämpften vierten Satz unterlag Phil Lüttmerding knapp mit 26:27 Ringen und musste sich nach dem vorzeitigen Aus im Endklassement mit dem siebten Rang zufriedengeben. Sören Reyer glückte in der ersten Finalrunde gegen den Italiener Leonardo Covre nach 15 Pfeilen und einem 137:137 Remis im Shoot-Off ein 10:9 Sieg. In der Nächsten Runde war der Deutsche gegen den Vorkampfsieger und späteren Silbermedaillengewinner Batuhan Akcaoglu aus der Türkei trotz einer guten Leistung mit 143:148 Ringen chancenlos. Für weitere deutsche Goldmedaillen sorgten die Mädchen in der Teamkonkurrenz der Junioren. Charline Schwarz, kurz vorher mit dem deutschen Olympiateam aus Tokio mit der Bronzemedaille zurückgekehrt, setzte sich zusammenmit Clea Reisenweber und Elina Idensen im Goldfinale gegen Italien mit 5:4 Punkten durch. Im Einzel siegte Elina Idensen vom BSC BB Berlin mit 6:0 in drei Sätzen gegen die Türkin Ezgi Basaran. Im Mixed-Wettbewerb gewann Charline Schwarz zusammen mit Jonathan Vetter von der SGi Ditzingen im Goldfinale gegen das türkische Duo Ezgi Basaran und Samet Ak nach vier Sätzen mit 5:3 Punkten.
Nächste Station für die Bogen-Nachwuchstalente sind die Junioren-Weltmeisterschaften im polnischen Wroclaw (Breslau) vom 9. bis 15. August 2021. Im deutschen Team dabei ist aus Hessen Phil Lüttmerding im Kadetten-Wettbewerb der Recurvebogenschützen.

Die Ergebnisse im Überblick:
Recurvebogen

Junioren männlich
1. Türkei 1925 - 5:3 6:2
2. Frankreich 1886 6:0 5:3 2:6
3. Deutschland 1911 - 3:5 5:4

1. Musa Arzuman (Türkei) 644 6:4 7:3 6:2
2. Yun Sanchez (Spanien) 644 7:3 6:2 2:6
3. Jonathan Vetter (Deutschland) 669 6:0 2:6 6:2
9. Nico Schiffhauer (Deutschland) 636 6:4 2:6
17. Erik Linke (Deutschland) 606 5.6

Junioren weiblich
1. Deutschland 1855 5:1 5:4
2. Italien 1732 6:0 4:5
3. Rumänien 1754 0:6 6:0

1. Elina Idensen (Deutschland) 628 7:3 6:5 6:0
2. Ezgi Basaran (Türkei) 635 6:5 6:2 0:6
3. Madalina Amaistroaie (Rumänien) 606 7:1 5:6 6:4
5. Clea Reisenweber (Deutschland) 598 6:2 5:6
9. Charline Schwarz (Deutschland) 629 0:6

Junioren Mixed
1. Deutschland (Schwarz/Vetter) 1298 6:0 6:0 5:3
2. Türkei (Basaran/Ak) 1286 6:0 6:0 3:5
3. Italien 1232 5:4 0:6 6:2

Kadetten männlich
1. Deutschland 1989 - 6:0 5:4
2. Frankreich 1916 - 5:1 4:5
3. Italien 1957 - 1:5 5:1


Auszug aus der Website des DSB


 

Deutsche Meisterschaft Feldbogen in Trier

 

– aktualisierte Version

Silber für Jens Asbach und Carolin Landesfeind

Nach zweijähriger Pause durch die Corona-Pandemie begann die Deutsche Meisterschaft der Feldbogenschützen für 111 Teilnehmer am ersten Wettkampftag zunächst wie gewohnt. In Gruppen eingeteilt waren die Aktiven im Parcours der Sankt Sebastianus Bruderschaft Trier zu ihren Scheibenpositionen abmarschiert und warteten auf den Beginn der Titelkämpfe in zwei Durchgängen auf insgesamt 24 Scheiben in bekannten und unbekannten Entfernungen bis 60 Meter. Dabei hätte die Hochwasserkatastrophe die Austragung in Trier fast verhindert. „Wir haben uns nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen, die angesetzte und vorbereitete Deutsche Meisterschaft Feldbogen 2021 trotz der verheerenden Ereignisse in dieser Woche als Ausrichter durchzuführen“, teilte der Verein mit dem verantwortlichen Bogen-Schießleiter Jürgen Heinz vor Beginn der Titelkämpfe mit und ergänzten: „Wir wollen uns gerne mit den Betroffenen, insbesondere in unserem Stadtteil Ehrang, solidarisch zeigen und werden daher im Rahmen dieser Veranstaltung zu Spenden aufrufen und auch selbst einen Beitrag für die Beseitigung der enormen Schäden beitragen.“ So standen neben den sportlichen Wettkämpfen auch die Unterstützung der Hochwasseropfer im Blickpunkt und schon am ersten Tag erbrachte die Spendensammlung unter den Teilnehmern einen Betrag von über 1.000 Euro.
Doch der Wettergott meinte es nicht gut mit den DM-Teilnehmern, von denen Jens Asbach über den Wettkampf berichtete. „Es begann alles normal, beim Abmarsch donnerte es schon und als wir die Wartezone erreichten, wurde uns der Abbruch mitgeteilt. Für den 54-jährigen Nidderauer, der seit 2012 sechs DM-Titel mit dem Compoundbogen gewann und mit dem Weltmeistertitel 2018 in Cortina D ́Ampezzo den Höhepunkt seiner Bogensportkarriere feierte, wurde es eine Meisterschaft, die er so noch nie erlebt hat. „Nach einer Wartezeit von eineinhalb Stunden wurde entschieden, dass der Wettkampf in einer Runde auf den Einschießscheiben in bekannte Entfernungen stattfindet. Wir waren uns einig, dass das nicht das Flair des Feldbogenschießens ist, und ich musste mich motivieren mitzuschießen.“ Lieber hätte der erfolgreichste hessische Feldbogenschütze auf die Deutsche Meisterschaft in dieser Form verzichtet, doch dann entwickelte sich für ihn eine spannende Wettkampfsituation, die am Ende nach 36 Pfeilen mit der Silbermedaille belohnt wurde. Mit 22 Treffern in die optimale Sechs war Jens Asbach sehr zielsicher, doch mit vier Pfeilen traf er mit seinem Compoundbogen nur eine Vier und diese kleinen Schwächen nutzte Titelverteidiger Bernd Deters, um seinen Erfolg aus dem Jahr 2019 mit zwei Ringen Vorsprung auf den Hessen zu wiederholen. „Ein Platz auf dem Treppchen war mein Ziel“, war Jens Asbach dennoch mit seiner Leistung vollauf zufrieden.
Neben Jens Asbach konnten am ersten Wettkampftag mit den Recurvebogenschützen Pascal Forster und Frank Sülzenbrück zwei Hessen überzeugen, die mit ihren fünften Rängen eine Medaille nur knapp verpassten. Der Eberstädter Pascal Forster, zuletzt in den Jahren 2012 und 2013 zweifacher Deutscher Feldbogenmeister verpasste den Sprung auf das Siegerpodest bei den Herren (21 bis 49 Jahre) um drei Ringe und in der Masterklasse (50 bis 65 Jahre) fehlten Frank Sülzenbrück vom SV Burgfalken Wiesbaden zehn Ringe zur Bronzemedaille.

 

Ein guter Tag für das Bogenschießen begann am Sonntagmorgen mit dem Gewinn der olympischen Bronzemedaille durch das deutsche Damenteam in Tokio. Als Lisa Unruh zusammen mit Michelle Kroppen und Charline Schwarz gegen die Belarus-Auswahl das kleine Finale gewann, gingen in Trier auf dem Gelände der Sankt Sebastian Bruderschaft am zweiten Tag der Deutschen Feldbogenmeisterschaften 115 Aktive in die Parcours. Nachdem sich der Morgennebel verzogen hatte, konnten die Feldbogenschützen endlich einen Wettkampf zu normalen Bedingungen bestreiten, an dessen Ende die Ausrichter vom gastgebenden Schützenverein viel Lob für die Gestaltung des Parcours erhielten. „Es hat super Spaß gemacht auf einem anspruchsvollen Parcours mit vielen Herausforderungen beim Auf- und Abschießen. Die Veranstalter haben sich viel Mühe gegeben“, sagte Carolin Landesfeind, die nach ihrem Ausflug zu den Blankbogenschützen wieder in den Bereich der Compoundschützen zurückgekehrt ist. „Ich wollte wieder treffen“, erklärte die 33-jährige Nordhessin vom SV Böddiger die Rückkehr zu der Disziplin, in der sie neben dem Weltmeistertitel 2018 auch zwei Mal Deutsche Meisterin geworden war. „Es war erst mein drittes Turnier und es sind noch ein paar Sachen schiefgelaufen“, meinte sie zu ihrem Wettkampf, den sie als Vizemeisterin hinter der Nationalschützin Julia Böhnke beendete. „Ich habe meine Technik umgestellt und mit dem neuen Lösemechanismus noch keine Routine.“ Nach den Erfolgen im Feldbogenschießen visiert Carolin Landesfeind für die nächste Saison auch die World Archery-Wettbewerbe an, in denen sie sich die Teilnahme an den Weltmeisterschaften in Yankton (USA) zum Ziel gesetzt hat. Die Silbermedaille von Carolin Landesfeind blieb die einzige hessische Medaille am zweiten Wettkampftag. Bei den Herren platzierte sich Lars Dorfner vom BC Pfeil Treysa als bester Hesse mit dem Compoundbogen auf Rang elf im Mittelfeld. Zwei Plätze dahinter belegte Pascal Schmidt vom BSC Gießen den 13. Rang.
Mit über 80 Startern stellten die Blankbogenschützen am zweiten Wettkampftag das Gros der Teilnehmer. Bester Hesse war Rene Kießling von der Homburger SG, der in der Masterklasse den 23. Rang belegte. Hans Wagner vom SV Mauloff und der Hanauer Ulrich Brockgeitens kamen über hintere Platzierungen unter den 41 Teilnehmern der stärksten Altersklasse (über 50 Jahre) nicht hinaus. Ähnlich erging es Sascha Alberty vom SV Aarfalke Wehen, der in der Herrenklasse (21 bis 49 Jahre) auf den 20. Rang kam.

Die Ergebnisse im Überblick:

Recurvebogen
Herren
1. David Strodick (Boke) 177
2. Jakob Hetz (Reuth) 176
3. Sebastian Rohrberg (Dauelsen) 173
5. Pascal Forster (Eberstadt) 170
23. Andreas Elmar Keck (Homburg) 143

Damen
1. Bianca Speicher (Büschfeld) 166

 

2. Daniela Klesmann (Nürtingen) 162
3. Ute von Schilling (Gerdau) 149


Master
1. Frank Hammann (Schömberg) 155
2. Manfred Sachse (Duderstadt) 153
3. Markus Zellmann (Kleinostheim) 152
5. Frank Sülzenbrück (Wiesbaden) 142

Junioren
1. Svenja Herrmann (Göttingen) 152
2. Daniel Deininger (Natternberg) 139
3. Elias-Jannis Grießmeier (Neuendettelsau) 132

Jugend
1. Meihuan Wang (Göttingen) 167
2. Sebastian Eggert (Göttingen) 137
3. Lilian Perkaus (Göttingen) 128

Schüler
1. Ben Hankofer (Natternberg) 173
2. Michel Scholer (Göttingen) 147

Compoundbogen
Herren
1. Henning Lüpkemann (Loccum) 405
2. Florian Stadler (Natternberg) 391
3. Leon Hollas (Dresden) 385
11. Lars Dorfner (Treysa) 361

Damen
1. Julia Böhnke (Meßkirch) 388
2. Carolin Landesfeind (Böddiger) 371
3. Alexandra Mischke (Natternberg) 370

Master
1. Bernd Deters (Schwichteler) 196
2. Jens Asbach (Nidderau) 194
3. Markus Höck (Sittenbach) 191
8. Volker Pense (Eberstadt) 184
13. Roland Zengerle (Offenbach) 181
18. Patrick Pauls (Offenbach) 172
22. Bernd Daniel (Nidderau) 162

Auszug aus der Website des DSB

 


Olympische Spiele

Tokio 2020NE: Florian Unruh gelingt Sensation

27.07.2021 10:28

Florian Unruh hat im Einzel-Wettbewerb für einen echten Paukenschlag gesorgt: Der Fockbeker zog durch ein 7:3 (28-30, 27-27, 28-27, 27-26, 29-28) gegen den Koreaner Kim Je Deok in das Achtelfinale ein. Dort trifft er am 31. Juli auf den Kanadier Crispin Duenas. Ausgeschieden ist dagegen Michelle Kroppen, die in Runde zwei an der Russin Elena Osipova mit 4:6 (27-25, 23-27, 26-24, 26-27, 26-28) scheiterte.

 

Foto: Picture Alliance / Ließ die Pfeile perfekt fliegen: Florian Unruh.

 

Der erst 17-jährige Kim Je Deok hatte die Qualifikation souverän gewonnen und sich im Mixed und Team bereits Gold geholt. Tripple-Gold war sei erklärtes Ziel, doch Unruh erwies sich als hartnäckiger Gegner, der sich auch vom Auftakt nicht aus der Ruhe bringen ließ. Kim legte phantastische 30 Ringe vor und ging trotz der guten 28 Ringe von Unruh in Führung. Aber die Souveränität der ersten Passe ging dem Teenager verloren, in den Passen zwei bis vier schoss er jeweils eine Acht: „Ich habe ihn stärker erwartet, aber auch in Runde eins hat er schon einige Achter geschossen. Und ich habe gedacht, dann muss ich nur ins Gold schießen“, so Unruh im Anschluss. Gedacht, getan. Unruh schoss sehr stabil, bis auf einen Pfeil schlugen alle seiner 15 Pfeile ins Gold ein, sodass er zunächst ausglich und dann mit 5:3 in Führung ging. Bei seinem letzten Pfeil benötigte er eine Neun für den Sieg, es wurde eine Zehn: „Ich bin glücklich! Es ist einer meiner größten Erfolge in meiner Karriere. Ich habe gut geschossen und die Chancen genutzt, die er mir gegeben hat.“

 Kim hat mir mehrfach die Tür offen gelassen und mir ist es gelungen, das auch zu nutzen!

Florian Unruh zu seinem Überraschungs-Coup gegen den Südkoreaner Kim

 

Foto: Picture Alliance / Eine tolle Bilanz bei den ersten Olympischen Spielen mit der Team-Bronzemedaille als Krönung: Michelle Kroppen.

 

In der Runde zuvor hatte Unruh 6:2 (28-24, 26-28, 28-24, 27-25) gegen den Indonesier Arif Pangestu gewonnen und dabei auch einen sehr stabilen Wettkampf gezeigt. Das wird auch das Ziel sein, wenn es m Achtelfinale gegen den routinierten Kanadier Duenas geht. Bundestrainer Oliver Haidn zeigte sich zufrieden mit seinem Schützen: „Florian hat die letzten Tage technisch sehr gut gearbeitet. In beiden Matches hat er zudem seine mentale Stärke zeigen können. In dieser Finalarena ist er genau am richtigen Ort. Wir schauen mal, was kommt.“

Das Achtelfinale war auch das Ziel von Team-Bronzemedaillengewinnerin Michelle Kroppen. Nach einem souveränen 6:0-Erstrundensieg (27-21, 29-25, 27-23) gegen die Ukrainerin Lidiia Sichenikova, war in Runde zwei die starke Russin Osipova die Gegnerin. Und der Start gelang prächtig: Mit 27-25 gewann Kroppen souverän Durchgang eins und holte sich nach dem Ausgleich die Führung zurück. In der vierten Passe bot sich Kroppen die große Chance, das Match zu beenden: Sie benötigte eine Zehn, schoss aber eine Acht, sodass der fünfte Satz entscheiden musste. In diesem schoss die Gegnerin zwei Zehner, Kroppen keine. „Ich bin natürlich enttäuscht. Es ist nie schön zu verlieren. Ich wusste, dass ich mit Elena Osipova eine sehr starke Gegnerin habe, gegen die es schwer wird. Aber ich habe alles gegeben, ich habe nie gezögert, starke Schüsse gemacht und am Ende hat es leider knapp nicht gereicht.“ Mit Bronze im Team, Platz neun im Mixed und Platz 17 im Einzel lieferte Kroppen eine starke Olympia-Premiere ab, was Lust auf mehr macht: „Das macht mich hungrig nach mehr. Diese Olympischen Spiele waren das perfekte Training für die nächsten. Und jetzt wird für Paris 2024 angegriffen.“

Diese Olympischen Spiele waren das perfekte Training für die nächsten!

Michelle Kroppen blickt schon auf Paris 2024

Auch Haidn zollte Kroppen seinen Respekt: „Michelle hat einen tollen Einstieg in ihre ersten Olympischen Spiele gezeigt und hat sich und unsere Mannschaft belohnt mit einer Bronzemedaille. Das ist großartig. Sie kann - wenn sie weiter gut an sich arbeitet - in den kommenden Jahren die Weltspitze mitbestimmen. Wir sind froh, dass wir Michelle in unserer Mannschaft haben. Das nächste Highlight ist mit der WM und dem Weltcupfinale schon in Sichtweite. Aber erst einmal muss es Urlaub heißen.“

Lisa Unruh und Charline Schwarz bestreiten ihre ersten Einzelmatches am Mittwoch.

Weiterführende Links

Auszug aus der Website des DSB


Olympische Spiele

Tokio 2020NE: Bogen-Frauen gewinnen BRONZE

25.07.2021 09:31

Die deutschen Bogen-Frauen haben für den DSB die erste Medaille bei den Olympischen Spielen in Tokio gewonnen: Michelle Kroppen, Charline Schwarz und Lisa Unruh jubelten nach dem 5:1-Sieg (55-48, 53-51, 55-55) gegen Weißrussland über Bronze. Zuvor gelangen Siege gegen Taiwan und Mexiko, ehe das Halbfinale an Russland ging. Es war nach Silber 1996 und Bronze 2000 jeweils durch Cornelia Pfohl, Barbara Mensing und Sandra Sachse das dritte deutsche Edelmetall im Team-Wettbewerb.

 

Foto: Picture Alliance / Das Bronzeteam von Tokio: Michelle Kroppen, Charline Schwarz und Lisa Unruh.

 

Gemeinsam zum Bronze-Triumph
Alles oder nichts! So lautete die Devise vor dem Bronzematch der Überraschungsteams Deutschland (Zehnter nach der Qualifikation) und Weißrussland (Zwölfter). Die Anspannung war hoch, auch wenn alle sechs Sportlerinnen bei der Vorstellung lachten. Der Start in das Match gelang perfekt. Einerseits, weil das DSB-Trio stark schoss (1x Zehn, 5x Neun), andererseits weil die Weißrussinnen nur einmal ins „Gold“ trafen. Und da sich die Gegnerinnen nur gering im zweiten Satz steigerten, griffen die deutschen Frauen die sich bietende Chance beim Schopfe: Dabei konnte sogar eine Sieben von Kroppen verkraftet werden, weil sie selbst eine Zehn nachlegte, Schwarz stabil blieb und Unruh starke 19 Zähler beisteuerte. Das bedeutete, Satz drei konnte bereits die Entscheidung bringen. In diesem zeigten die Weißrussinnen, die immer vorlegten, dass sie zurecht in das Bronzefinale gestürmt waren. Lediglich eine Acht, der Rest wurde im Gold platziert. Doch auch Kroppen, Schwarz und Unruh schossen stark und hatten vor dem letzten Schuss durch Unruh „Bronze-Pfeil“ – eine Zehn war allerdings die Voraussetzung. Und die Slbermedaillengewinnerin von Rio tat dies wie selbstverständlich. Der Rest war nur Jubel, Freudenschreie und Tränen. Die erste Teammedaille seit 21 Jahren war vollbracht. „Es ist überwältigend, ich freue mich riesig. Ich habe mir die Teammedaille so gewünscht. Es ist genau das, was wir uns erhofft haben. Wir gönnen uns heute richtig“, sprudelte es aus Unruh heraus. Schwarz, die einen sehr stabilen Team-Wettkampf zeigte, sagte: „Es ist unglaublich, wenn man die Medaille in der Hand hat. Man hat Höhen und Tiefen, gerade in meinem jungen Alter. Teamschießen ist definitiv anders!“ Und Kroppen, die nach der feststehenden Bronzemedaille ihre Freude herausgeschrien hatte, ergänzte zu diesem Sensations-Coup: „Ich glaube, man hat es an der ersten Reaktion gesehen und gehört. Ich wusste nicht, dass ich so laut sein kann. Wir freuen uns, dann fokussieren wir uns wieder. Auf jeden Fall gehen wir positiv in die nächsten Tage.“
Mit Tränen erstickter Stimme sagte Bundestrainer Oliver Haidn: „Das ist eine Medaille für unsere ganze Mannschaft, und damit meine ich alle, die dazugehören. Die Athleten, Trainer, die Athleten zu Hause, der Verband – alle. Ich bin überglücklich. Heute können wir endlich etwas für die Unterstützung zurückgeben. Im Vorfeld ist viel Druck dagewesen, jeder hat von uns erwartet, dass wir eine Medaille holen aufgrund unserer starken Vorergebnisse. Heute wollen wir feiern und runterkommen, ab morgen wird trainiert. Und dann wird im Einzel wieder angegriffen.“

Ich habe mir die Teammedaille so gewünscht!

Lisa Unruh zum Bronze-Coup mit dem Team nach Einzel-Silber in Rio

 

Foto: Picture Alliance / Der Moment der Entscheidung: Ein Jubel-Knäuel und -Schreie bei Lisa Unruh, Charline Schwarz und Michelle Kroppen.

 

Der Weg ins Bronzefinale - Halbfinale vs. Russland

Im Halbfinale ging es gegen Russland. Alles schien möglich zwischen den an sechs gesetzten Russinnen und den vier Positionen schwächer eingestuften Deutschen. Dies zeigte auch der Auftaktsatz, der ausgeglichen verlief und mit 54-54 endete. Die Vorentscheidung zu Ungunsten des DSB-Trios fiel dann im zweiten Satz: Unruh konnte ihr Team mit einer sechs die Führung erzielen, doch ihr Schuss missriet völlig – nur eine Zwei. Statt einer 3:1-Führung hieß es 1:3-Rückstand. Die Russinnen waren obenauf und ließen sich diese Chance nicht nehmen. Das 1:5 (54-54, 48-51, 52-57) war die Konsequenz: „Ich war schuld. Ich habe meine Spannung verloren und habe mich tierisch über den Schuss aufgeregt.“

Auf jeden Fall gehen wir positiv in die nächsten Tage!

Michelle Kroppen will auch im Einzel für positive Schlagzeilen sorgen

Viertelfinale vs. Mexiko

Schon vor dem Viertelfinale hatte Bundestrainer Oliver Haidn die Vergangenheit beschworen: „Gegen Mexiko haben wir schon in Herzogenbusch bei der WM gewonnen. Das können wir wieder schaffen.“ Gesagt, getan. Und wie 2019 bei der WM, als durch den Sieg der Team-Quotenplatz für Tokio gewonnen wurde (damals in der Besetzung Kroppen, Unruh, Elena Richter), so war auch dieser Erfolg ein Meilenstein. Denn durch den nie gefährdeten 6:2-Erfolg (53-48, 51-48, 49-54, 55-50) zog das Team in das Halbfinale ein und ebnete den Weg für die dritte deutsche Teammedaille in diesem olympischen Wettbewerb.

Dabei konnte sich – wie bereits im Achtelfinale gegen Taiwan – jede auf die andere im Team verlassen. Es stand ein echtes Team an der Schusslinie. Ging mal ein Schuss daneben, wie bei Kroppen im zweiten Satz mit einer Fünf, wurde sie sofort aufgemuntert und durch die starken Leistungen der anderen egalisiert. Vor allem Unruh zeigte sich in den kritischen Phasen nerven- und zielstark. Brauchte das Team eine Zehn, lieferte sie eine Zehn. „Wir waren mutig, haben viel geredet, und es hat Spaß gemacht“, fasste Unruh das Geschehen kurz und knapp zusammen.

Meine Stärke ist das Teamschießen!

Charline Schwarz über die eigene Leistung und Vorliebe

Achtelfinale vs. Taiwan

Im Achtelfinale hatte das deutsche Team unter Druck gestanden. Nach dem nicht zufriedenstellenden Mixed-Auftritt und einer mäßigen Qualifikation „standen wir heute mit dem Rücken zur Wand und mussten dieses Match gewinnen“, zeigte sich Bundestrainer Oliver Haidn erleichtert.

Dabei ging es gegen nicht irgendein Team, sondern gegen den Weltmeister 2019 und Bronzemedaillengewinner 2016. Doch die Taiwanesinnen schossen nicht so stark und konstant, wie bei der WM und boten dem deutschen Trio immer wieder Chancen. Und die wurden von Kroppen, Schwarz und Unruh, die immer wieder von Trainerin Natalia Butuzova lautstark motiviert wurden, konsequent genutzt. Auch wenn zwischendurch immer Mal ein schwächerer Schuss dabei war und der zweite Satz missriet – u.a. Schwarz mit einer Fünf, Unruh mit einer Sechs – setzte sich die höhere Konstanz durch. Der Jubelkreis nach dem 6:2 (55-54, 47-54, 52-49, 54-50) zeigte, wie erleichtert alle über das Erreichte waren. „Küken“ Schwarz meinte: „Ich war recht nervös am Anfang, dann konnte ich mich aber auf meinen Schuss konzentrieren. Meine Stärke ist das Teamschießen, meine Kolleginnen haben mir auch bei schwächeren Schüssen geholfen, durch gute Schüsse und motivierende Ansagen.“

Ich bin überglücklich. Heute können wir endlich etwas für die Unterstützung zurückgeben!

Bundestrainer Oliver Haidn dankt allen, die an dem Erfolg beteiligt sind

 

Weiterführende Links

Auszug aus der Website des DSB


Bogen Weltcup und Olympiaqualifikation in Paris

Eine fast perfekte Saison für Maximilian Weckmüller

07.07.2021

Von einer „fast perfekten Saison“sprach Maximilian Weckmüller nach dem Bogen-Weltcup in Paris, der für das deutsche Herrenteam mit dem zweiten Weltcuperfolg in diesem Jahr endete. Die Mannschafts-Goldmedaille holte sich Maximilian Weckmüller zusammen mit Moritz Wieser und Florian Unruh in vier Sätzen mit 6:2 gegen Belgien, doch für das deutsche Recurvebogen-Trio blieb als Wermutstropfen, dass eine Woche zuvor der erhoffte Quotenplatz für die Olympiateilnahme in Tokio verpasst wurde. Das Aus der olympischen Träume in Paris begannen die Bogen-Wettbewerbe mit einem finalen Olympia-Qualifikationsturnier, dass für Maximilian Weckmüller und seinen Teamkameraden mit einer starken Qualifikationsrunde begann. 2028 Ringe bedeuteten einen neuen deutschen Rekord, Platz zwei hinter den USA und eine gute Ausgangsposition für die Finalrunde. Gegen das Team der Ukraine begann es für die drei deutschen Herren gut, denn nach einem 57:57 Remis im ersten Sechs-Pfeile-Satz wurde der zweite Satz glatt mit 58:48 Ringen gewonnen. Den Sieg im Visier verpasste das deutsche Trio durch drei Achter und nur einen Zehner bei den sechs Pfeilen im dritten Satz mit 52:55 Ringen den Sieg. Den Ausgleich nutzte die Mannschaft der Ukraine, um im vierten Satz mit einer Steigerung auf 58 von 60 möglichen Ringen dem deutschen Team keine Chance mehr zu lassen. Wieder nur eine Zehn und fünf Neuner bedeuteten nur 55 Ringe und das Aus für die Olympiaträume von Maximilian Weckmüller und seinen Teamkameraden. So fährt nur Florian Unruh als Einzelstarter neben dem Damentrio für Deutschland zu den Olympischen Spielen nach Tokio.

Mannschafts-Goldmedaille für Maximilian Weckmüller

Das mehr möglich gewesen wäre, bewiesen die deutschen Recurve-Herren zum Abschluss der Weltcupsaison mit dem Sieg in Paris. In der Qualifikation gelang eine Steigerung auf die neue Rekordmarke von 2042 Ringen, bevor der Siegeszug von Maximilian Weckmüller, Florian Unruh und Moritz Wieserin der Finalrunde begann. Nach einem glatten 6:0 im Achtelfinale gegen Kanada folgte ein umkämpfter 5:4 Erfolg über Indien, der im Shoot-Off mit 27:26 zugunsten der Deutschen entschieden wurde. Das Halbfinale gewann das deutsche Trio glatt in drei Sätzen mit 6:0 gegen Frankreich und gegen die überraschend ins Goldfinale eingezogene Belgier gab es einen sicheren 6:2 Erfolg. Nach dem 0:2 Rückstand im ersten Satz (51:54) gingen die drei weiteren Sätze mit 57:52, 52:48 und 58:57 Ringen an Deutschland.

5:1 Führung reicht nicht zum Sieg

Im Einzelwettbewerb endete der Weltcup in Paris für Maximilian Weckmüller in der zweiten Finalrunde mit 5:6 nach fünf Drei-Pfeile-Sätzen und einer denkbar knappen Shoot-Off-Niederlage. Der 26-Jährige vom BSC Vellmar hatte nach einer starken Qualifikationsrunde auf Rang sechs zunächst zwei Freirunden und traf in der dritten Finalrunde auf den Inder Pravin Ramesh Jadhav. Das Duell mit dem 27. der Qualifikationbegann für den Nordhessen gut und nach drei Sätzen stand es bereits 5:1 für Weckmüller. Nahezu fehlerlos hatte er die ersten neun Pfeile ins Ziel gebracht, doch dann steigerte sich der Inder. Während Maximilian Weckmüller nur noch einmal die Zehn traf und nicht mehr über 27 Ringe mit drei Pfeilen hinauskam, gelang dem Inder mit 29 und 28 Ringen der 5:5 Ausgleich. Damit musste ein Shoot-Off um den Einzug ins Achtelfinale entscheiden, in dem der Deutsche trotz einer Zehn gegen den optimalen Treffer ins X seines Konkurrenten unterlag. Neben dem Recurvebogenschützen Maximilian Weckmüller gingen beim Pariser Weltcup in einem 15-köpfigen deutschen Team mit Janine Meissner und Florian Grafmans zwei weitere Hessen mit dem Compoundbogen an den Start.

Aus für Janine Meissner im Achtelfinale

Die 26-jährige Janine Meissner vom BSC Hochtaunus startete in der weiblichen Compoundbogenklasse mit 687 Ringen nach 72 Pfeilen auf 50 Meter Entfernung und Rang 25 aus der Qualifikation in die Finalrunde. Nach einem sicheren 146:142 Sieg über Maris Tetsmann aus Estland startete sie mit optimalen 30 Ringen in die zweite Finalrunde gegen die Italienerin Paola Natale. Ihre frühe Drei-Ringen-Führung hielt sie bis zum 15. Pfeil und brachte einen 145:142 Erfolg ins Ziel. In der nächsten Runde wartete mit der US-Amerikanerin Paige Pearce die Neunte der Qualifikation und Janine Meissner konnte die Begegnung nur nach den ersten drei Pfeilen ausgeglichen gestalten. Die US-Amerikanerin traf drei Mal optimale 30 Ringe, während es für die Deutsche vier Mal in Folge nur zu 29 Ringen reichte. Mit 144:147 Ringen hatte Janine Meissner keine Siegchance und schied im Achtelfinale aus. Im Teamwettbewerb zusammen mit Julia Boehnke und Jennifer Walter endete der Wettkampf für Janine Meissner nach Rang zehn in der Qualifikation bereits in der ersten Finalrunde durch eine 224:228 Niederlage gegen die Niederlande.

Florian Grafmans verliert in der ersten Finalrunde

Für Florian Grafmans vom SV Böddiger endete der Einzelwettbewerb mit dem Compoundbogen bei den Herren in der ersten Finalrunde mit 145:147 Ringen gegen den Dänen Mathias Fullerton. Der 30-jährige Hesse hatte die Qualifikation mit 703 Ringen als 26. absolviert und begann die Finalrunde mit drei 29er Serien gegen Sil Pater. Der Niederländer konnte mit zwei 30er Serien noch zum 117:117 ausgleichen, doch mit den letzten drei Pfeilen sicherte sich Florian Grafmans mit optimalen 30 Ringen den Sieg (147:146). Gegen den Dänen Mathias Fullerton hielt Florian Grafmans bis zum neunten Pfeil mit 88 von 90 ringgleich mit. Drei Neuner mit den letzten sechs Pfeilen kosteten ihm dann den Sieg, denn der Däne schoss 59 von 60 möglichen Ringen und zog mit 147:145 in die nächste Runde ein. Beim Mannschaftswettbewerb hatte Florian Grafmans zusammen mit Leon Hollas und Henning Lüpkemann die Qualifikationsrunde auf Rang fünf beendet und in der ersten Finalrunde waren die Russen kein echter Prüfstein. Ein sicherer 232:227 Erfolgbrachte das deutsche Team ins Viertelfinale gegen die Italiener. Nach 24 Pfeilen hatten die drei Deutschen 229 Ringe erzielt und waren damit gegen 235 Ringe der Italiener chancenlos.

 

Die Ergebnisse im Überblick:

 

Recurve –Männer

1. Deutschland 2042 6:0 5:4 6:0 6:2

2. Belgien1937 5:1 5:4 5:4 2:6

3. Frankreich 2013 6:0 5:1 0:6 5:3

 

1. Brady Ellison (USA) 678 -- 6:0 6:2 6:5 6:2 6:2

2. Jack Williams (USA) 676 -- 6:4 6:5 6:0 6:2 2:6

3. Federico Musolesi (Italien) 666 6:4 6:2 6:4 7:3 6:0 2:6 6:2

9. Johannes Maier (Deutschland) 661 6:0 7:3 3:7

17.Maximilian Weckmüller (Deutschl.) 677 -- 5:6

17. Moritz Wieser (Deutschland) 693 -- 4:6

33. Florian Unruh (Deutschland) 672 6:0 5:6

 

´Recurve –Frauen

1. Indien 1986 6:0 6:0 6:2 5:1

2. Mexiko 2000 6:2 5:4 5:4 1:5

3. Frankreich 1941 6:2 5:1 2:6 5:3

7. Deutschland 1959 6:0 1:5

 

1. Deepika Kumari (Indien) 674 -- 6:0 7:3 6:0 6:2 6:0

2. Elena Osipova (Russland) 657 6:0 6:4 7:3 6:2 6:0 6:5 0:6

3. Mackenzie Brown (USA) 650 6:0 6:4 6:2 6:4 6:2 5:6 6:5

7. Lisa Unruh (Deutschland) 640 6:2 6:2 6:0 6:2 0:6

9. Michelle Kroppen (Deutschland) 661 -- 6:2 4:6

9. Charline Schwarz (Deutschland) 651 6:0 6:0 6:2 3:7

9. Elisa Tartler (Deutschland) 647 6:0 7:1 7:3 1:7

 

Recurve –Mixed

1. Indien (Kumari/Das) 1338 - 6:0 6:0 5:3 5:3

2. Niederlande (Schloesser/van den Berg) 1329 - 5:1 5:4 5:3 3:5

3. Mexiko (Valencia/Alvarez) 1343 - 6:2 6:0 3:5 5:1

6. Deutschland (Kroppen/Wieser) 1354 - 5:3 1:5

 

Compound –Männer

1. Dänemark 2121 - 237 234 236

2. USA 2131 - 232 233 236

3. Frankreich 2118 - 233 233 232

8. Deutschland 2109 232 229

 

1. Abhishek Verma (Indien)  706 147 148 148 146 146 148

2. Kris Schaff (USA) 709-150 150 148 148 148

3. Mike Schloesser (Niederlande) 715 149 148 150 148 150

9. Henning Luepkemann (Deutschland) 703 143 149 144

17. Florian Grafmans (Deutschland) 703 147 145

17. Leon Hollas (Deutschland) 703 146 147

33.Sebastian Hamdorf (Deutschland) 697 146

 

Compound -Frauen

1. Kolumbien 2075 - 230 227 236

2. Großbritannien 2084 - 228 231 233

3. Niederlande 2063 228 234 224 232

9. Deutschland 2035 224

 

1. Sara Lopez (Kolumbien) 692 143 147 145 147 149

2. Alejandra Usquiano (Kolumbien) 699 - 146 146 147 147 148

3. Toja Ellison (Slowenien) 694 148 147 149 145 149

9. Janine Meissner (Deutschland) 687 146 145 144

33. Julia Boehnke (Deutschland) 689 145

33. Jennifer Walter (Deutschland) 659 142

 

Compound –Mixed

1. Russland (Knyazeva/Bulaev) 1403 - 155 157 156 157

2. Kolumbien (Usquiano/Munoz) 1403 - 152 156 159 156

3. Italien (Natale/Pagnoni) 1404 - 155 158 151 159

9. Deutschland (Boehnke/Hollas) 1382 154 152

Auszug  aus der Website des DSB


Weltmeisterschaften

WM-Qualifikation Bogen: 15 Sportler in München am Start

02.07.2021 09:20

Sechs Frauen und neun Männer schießen am Samstag und Sonntag in München auf der Olympia-Schießanlage Teil eins der WM-Qualifikation aus. Darunter sind die vier Olympia-Starter, weswegen die Qualifikation für die Recurve-Sportler zwei Wochen vorgezogen wurde, aber natürlich auch die „Herausforderer“.

 

Foto: World Archery / Maximilian Weckmüller und Johannes Maier (rechts) sind zwei aussichtsreiche Anwärter für das WM-Team 2021.

 

Verschnaufen ist nicht angesagt: Nach der Kräfte- und Nervenzehrenden Olympia-Qualifikation mit Europameisterschaft und Weltcups geht es direkt weiter. Denn nach den um ein Jahr verschobenen Olympischen Spielen in Tokio findet planmäßig die Weltmeisterschaft in Yankton/USA (19.-26. September) statt. Jeweils drei Frauen und Männer mit dem Recurve- und Compoundbogen sind pro Nation startberechtigt. Die Compoundschützen schießen ihren ersten Teil der WM-Qualifikation im Rahmen der 1. Rangliste ebenfalls in München, Teil zwei der Qualifikation steigt Ende August in Kienbaum.

Bundestrainer Oliver Haidn umschreibt die WM-Qualifikationskriterien für die Recurve-Schützen: „Der Erstplatzierte der WM-Qualifikation ist direkt für die WM qualifiziert. Der zweite Platz geht an einen Olympia-Teilnehmer, wenn er unter den besten Acht in Tokio landet, und der dritte Platz wird durch einen Trainerentscheid festgelegt.“

Die Teilnehmer an der WM-Qualifikation

Frauen: Michelle Kroppen, Charline Schwarz, Lisa Unruh, Elisa Tartler, Katharina Bauer, Veronika Haidn-Tschalova
Männer: Florian Unruh, Johannes Maier, Christoph Breitbach, Cedric Rieger, Maximilian Weckmüller, Felix Wieser, Jonathan Vetter, Moritz Wieser, Jannis Kramer

Auszug aus der Website des DSB


Olympische Spiele

Olympia-Qualifikation Bogen: Ehepaar Unruh, Kroppen und Schwarz für Tokio vorgeschlagen

26.06.2021 11:28

Die Entscheidung ist getroffen: Michelle Kroppen (SV GutsMuths Jena/BSG Ebersberg), Lisa Unruh (BSC BB Berlin), Charline Schwarz (BS Feucht/SV GutsMuths Jena) und Florian Unruh (SSC Fockbek/SV Dauelsen) werden dem DOSB als Bogen-Team für die Olympischen Spiele in Tokio vorgeschlagen. „Die Entscheidungen basieren auf der Grundlage der Nominierungsordnung und gerade im Männerbereich unter besonderer Berücksichtigung der vergangenen Quotenplatz relevanten Wettkämpfe. Jetzt gilt es für die Olympia-Teilnehmer, zunächst zu regenerieren, dann die Kräfte zu bündeln und final die Grenzen nochmals zu verschieben“, sagt Bundestrainer Oliver Haidn.

 

Foto: DSB / Das Tokio-Team, vorbehaltlich der DOSB-Nominierung: Florian Unruh, Lisa Unruh, Charline Schwarz und Michelle Kroppen (v.l.).

 

Nicht berücksichtigt wurden Elisa Tartler (SV Bavaria Thulba/BSG Ebersberg), Maximilian Weckmüller (BSC Vellmar/BSG Ebersberg), Moritz Wieser (FSG Tacherting) und Johannes Maier (Edelweiß Thierhaupten/FSG Tacherting). Auch dieses Quartett hätte die Tokio-Nominierung verdient, ihre Leistungen in diesem Jahr waren zum Teil herausragend, wie Haidn betont: „Die Entscheidungen zu den Nominierungsvorschlägen sind uns schwer gefallen, weil wir in der glücklichen Situation sind, dass wir mittlerweile mehrere Weltklasse-Athletinnen und -Athleten haben. Alle hätten eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio verdient!“ Elisa Tartler und Maximilian Weckmüller werden als Ersatzsportler vorgeschlagen.

Die Entscheidungen zu den Nominierungsvorschlägen sind uns schwer gefallen, weil wir in der glücklichen Situation sind, dass wir mittlerweile mehrere Weltklasse-Athletinnen und -Athleten haben!

Bundestrainer Oliver Haidn zum Nominierungsvorschlag

Haidn und Kollegen hatten neben der internen Qualifikation auch die internationalen Auftritte in die Bewertung einbezogen, das Gesamtbild ergab den Nominierungsvorschlag des Bundesausschusses Spitzensport, über den der DOSB am Dienstag, 29. Juni, final befindet.

Lisa Unruh, die beim Weltcup in Paris, als Siebte beste Deutsche war, freut sich nach Olympia-Silber in Rio de Janeiro auf ihre zweiten Olympischen Spiele, dieses Mal endlich auch im Team: „Ich freue mich riesig über die Nominierung, es war eine lange und anstrengende Qualifikation. Außerdem ist es sehr schön, mit einem Team nach Tokio zu reisen, die Teamfinals machen immer sehr viel Spaß und sind actionreich. Außerdem freue ich mich so sehr für ,Flori‘, und gleichzeitig bin ich traurig, dass es kein Männerteam ist, welches nach Tokio fährt. Die Männer haben drei Weltcup-Medaillen in diesem Jahr geholt, und sie hätten es so verdient. Es ist sehr schade! Aber wir blicken nach vorne und geben alles in Tokio!“

Ich freue mich riesig über die Nominierung, es war eine lange und anstrengende Qualifikation!

Lisa Unruh

Für den angesprochenen Unruh-Ehemann Florian, der 2016 und 2021 den Quotenplatz für Deutschland gewann und nun erstmals an den Spielten teilnehmen wird, geht ein langgehegter Traum in Erfüllung: „Ich freue mich riesig, dass es dieses Mal geklappt hat, an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Und dass ich sie auch mit Lisa erleben darf. Gleichzeitig bin ich traurig, dass wir es nicht mit dem Team nach Tokio geschafft haben, obwohl wir dieses Jahr so gut geschossen haben.“

Ich freue mich, dass es dieses Mal geklappt hat, an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Und dass ich sie auch mit Lisa erleben darf!

Florian Unruh

Michelle Kroppen, die in den vergangenen zwei Jahren die konstanteste und beste Schützin war, u.a. wurde sie 2019 WM-Vierte, meint: „Es bedeutet mir natürlich unglaublich viel, an den Spielen teilnehmen zu dürfen. So ganz realisiert habe ich das Ganze noch nicht, aber ich bin stolz auf mich. Die letzten Monaten waren für mich nicht leicht, aber ich habe es geschafft, mich auf den Sport zu konzentrieren und alles zu geben. Ich bin dankbar, dass sich das ausgezahlt hat. Ich weiß nicht, wie die Spiele ,eigentlich‘ wären, deshalb werde ich alles einfach auf mich zukommen lassen und alle Eindrücke aufsaugen und genießen.“

Es bedeutet mir natürlich unglaublich viel, an den Spielen teilnehmen zu dürfen!

Michelle Kroppen

Für Juniorin Charline Schwarz ist etwas Realität geworden, was vor einigen Monaten kaum einer für möglich gehalten hätte: „Mir fehlen noch immer die Worte, um zu beschreiben, was der Nominierungsvorschlag in mir ausgelöst hat. Ich habe mich so auf die Wettkämpfe dieses Jahr gefreut, um meine Leistung zeigen zu können, und ich freue mich riesig darauf, Deutschland in Tokio vertreten zu dürfen. Es ist mein Traum, eine Medaille zu holen.“

Mir fehlen noch immer die Worte, um zu beschreiben, was der Nominierungsvorschlag in mir ausgelöst hat!

Charline Schwarz

Dadurch, dass erstmals vier deutsche Bogenschützen bei Olympischen Spielen antreten, sind vier der fünf Bogen-Wettbewerbe mit deutscher Beteiligung besetzt: Im Einzel Frauen und Männer, im Mixed und im Team-Wettbewerb der Frauen greifen die DSB-Starter nach den Medaillen, lediglich im Team-Wettbewerb der Männer ist Deutschland nicht vertreten.

Auszug aus der Website des DSB

Weltcup

Weltcup Bogen Paris: Recurve-Männer im Gold-Finale

25.06.2021 13:17

Die deutschen Recurve-Männer sind beim Bogen-Weltcup in Paris in das Gold-Finale eingezogen, in dem sie am Sonntag, 27. Juni (10.36 Uhr, live auf YouTube) auf Belgien treffen. Die Recurve-Frauen und Compound-Männer unterlagen im Viertelfinale Frankreich bzw. Italien, die Compound-Frauen scheiterten in Runde eins.

 

Foto: World Archery / Wie aus einem Guss: Moritz Wieser, Florian Unruh und Maximilian Weckmüller stehen im Paris im Goldfinale.

 

Recurve: Trio zeigt Moral und Klasse
Was für Tage für Maximilian Weckmüller, Florian Unruh und Moritz Wieser. Zunächst das bittere Verpassen des olympischen Team-Quotenplatzes, nun der Sturm in das Goldfinale beim Weltcup mit zum Teil Weltklasseleistungen. Moral und Qualität auf höchstem Niveau. Zunächst wurde Kanada leicht mit 6:0 bezwungen, ehe Indien mit 5:4 und 27-26 im Stechen ausgeschaltet wurde. Höhepunkt war das phänomenale 6:0 (57-55, 57-55, 57-55) im Halbfinale gegen Frankreich. Indien und Frankreich sind übrigens in Tokio mit ihren Männer-Teams dabei… Damit unterstrichen die Männer ihre herausragende Bilanz in diesem Jahr. Zuvor hatte es beim Weltcup in Lausanne erstmals Team-Gold gegeben und zuvor Bronze in Guatemala. Und die Qualifikationen bei der EM und im Quotenplatzturnier schlossen sie auf eins bzw. zwei ab. "Unsere Herrenmannschaft hat ihre gute Form wiederholt bestätigt. Wir sind glücklich über den Einzug ins Goldfinale, aber nicht überrascht. Nach Abschluss des Weltcups werden wir in der Weltrangliste wahrscheinlich auf Platz eins stehen. Dies zeigt einmal mehr, dass der Qualifikationsprozess der WA veraltet ist und nicht die besten Athleten der Welt bei Olympia vereint. Für unsere Herrenmannschaft ist dieser Erfolg nicht der Abschluss, sondern der Einstieg in die Olympischen Spiele 2024", zeigte sich Bundestrainer Oliver Haidn stolz und kämpferisch.

Für unsere Herrenmannschaft ist dieser Erfolg nicht der Abschluss, sondern der Einstieg in die Olympischen Spiele 2024!

Bundestrainer Oliver Haidn zum Einzug ins Goldfinale

Die DSB-Frauen wollten auch nach einer Medaille greifen und legten mit einem lockeren 6:0 gegen Kolumbien gut vor. Doch im Viertelfinale gegen ein stark agierendes Frankreich klappte es bei Michelle Kroppen, Lisa Unruh und Charline Schwarz trotz einer Leistungssteigerung im Match nicht wie gewünscht, das 1:5 (52-56, 54-57, 56-56) war die Folge.

Compound: Zwei schwache Passen verhindern Besseres
Sieg und Niederlage hieß es für das Männer-Trio Leon Hollas, Henning Lüpkemann und Florian Grafmans. Zunächst wurde Russland deutlich 232-227 bezwungen, ehe im Viertelfinale gegen Italien das Aus (229-235) erfolgte. „Schuld“ daran war die dritte Passe, in dem die Gegner eine perfekte 60 schossen und das deutsche Trio nur 55 Ringe auf die Scheibe brachte.

Das junge deutsche Frauen-Team mit Julia Böhnke, Janine Meißner und Jennifer Walter lag gegen die Niederlande auf Siegkurs, ehe eine schwache letzte Passe das Blatt wendete. Aus einer Zwei-Ringe-Führung wurde so noch ein Vier-Ringe-Rückstand (224-228).

Weiterführende Links

Weitere News zu "WA Weltcup"

Auszug aus der Website des DSB


Olympische Spiele

Olympia-Qualifikation Bogen: Frauen-Quartett kämpft um drei Tokio-Startplätze

14.06.2021 11:24

Seit Sonntag, 13. Juni, ist klar, welches Bogen-Quartett der Frauen um die drei Tokio-Startplätze kämpft: Michelle Kroppen (SV GutsMuths Jena/BSG Ebersberg), Lisa Unruh (BSC BB Berlin), Charline Schwarz (BS Feucht) und Elisa Tartler (SV Bavaria Thulba/TS 1861 Bayreuth) setzten sich in der internen Qualifikation durch und werden beim Weltcup in Paris (21.-27. Juni) an den Start gehen. Danach erfolgen die finalen Tokio-Nominierungsvorschläge durch das Trainer-Team um Bundestrainer Oliver Haidn: „In Paris fallen die finalen Entscheidungen. Auch hier ist für Michelle, Lisa, Charlie und Elisa noch alles offen."