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Sportgeräte keine Waffen (Beitrag von Monika Gassner)

Seit 20 Jahren selbst Bogenschützin möchte ich hier zum Bogen- bzw. Blasrohrschießen Stellung nehmen. Bogen und Blasrohr sind keine Waffen - es sind Sportgeräte. Eine Waffe ist es nur, wenn ein Geschoß durch einen Lauf getrieben wird.

Zehrn Jahre in der Jugendarbeit eines Schützen- bzw. Bogensportvereins haben mir gezeigt, dass unser anspruchsvoller, auch beruhigender Sport immer mehr jugendliche Anhänger findet. Wir üben einen reinen Präzisions- und Konzentrationssport aus. Sogar Kinder mit ADS haben bereits dadurch profitiert. Wohlwollend sehe ich einen weiteren Fortschritt in der Integration des Bogensports auch in den Schulen. Ein tolles Erlebnis, mit Freude den Pfeil fliegen lassen zu können - bedingt durch intensives Training des gesamten Bewegungsablaufs, der Muskeln, von denen man bislang nichts gespürt hat, des Innehaltens, der Konzentration und der erforderlichen Ruhe in sich selbst. Körper, Geist und Seele befinden sich im Gleichgewicht. Das Ergebnis: Größere Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit sind ein weiterer Pluspunkt. Auch wir sind nicht kriminell (wozu wir des Öfteren abgestempelt werden), wenn wir auf zum Teil lustigen Papierauflagen oder in Bogenparcours auf "Ringejagd" gehen. Viele ehrenamtliche Übungsleiter stellen ihre Freizeit zur Verfügung, um den Kindern den richtigen und verantwortungsvollen Umgang mit Pfeil und Bogen beizubringen. Dabei wird vordergründig immer an Disziplin und Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen geachtet (Grundregel).

Unser Bogensport ist Sport , nicht mehr und nicht weniger gefährlich wie andere Sportarten, mit großen Spaßfaktor. Gerne lade ich die Skeptiker zu einer Bogenschießstunde ein. Wir haben wahrlich eine bessere Lobby verdient.

Monika Gassner, Mömlingen

Presseartikel vom 07. Juni 2018 wurde unverändert übernommen


2. Hyundai Bogen Weltcup in Antalya (Türkei)
 
Starke Janine Meißner auf Rang fünf mit dem Compoundbogen
Im türkischen Antalya fand der zweite Bogen-Weltcup in diesem Jahr statt, an dem sich 359 Aktive aus 47 Nationen beteiligten. Dominiert wurden die Wettbewerbe erwartungsgemäß von den koreanischen Bogenschützen, die elf Medaillen, davon vier Mal Gold bei den 10 Entscheidungen gewannen. Das deutsche Team gewann im Recurvebogenbereich in der Damenklasse eine Silbermedaille und belegte damit den zehnten Rang in der Nationenwertung.  Maximilian Weckmüller aus Kassel startete im deutschen Herrenteam, das in der Qualifikationsrunde zunächst den zehnten Rang belegte. Nach einem sicheren Dreisatzsieg mit 6:0 gegen Iran zum Auftakt der Finalrunde scheiterte Weckmüller zusammen mit Florian Kahllund und Carlo Schmitz im Achtelfinale mit 2:6 Sätzen und belegte damit den neunten Rang im Endklassement.  Neben dem 23-jährigen Weckmüller waren mit Pia Eibeck und Janine Meissner zwei weitere Schützinnen in Antalya dabei, die mit dem Compoundbogen in der Damenklasse an den Start gingen. Gemeinsam mit Kristina Heigenhauser waren Eibeck und Meissner als 14. der Qualifikationsrunde ins Finale eingezogen, in dem sie zunächst ein Freilos hatten, dann aber im Achtelfinale an der türkischen Auswahl mit 226:234 Ringen scheiterten.  Im Einzelwettbewerb hatte Pia Eibeck nach der Qualifikation den 42. Rang belegt und scheiterte nach einem Freilos in der ersten Finalrunde gegen Ming-Ching Lin aus Taipeh mit 140:144 Ringen. Besser lief es für Janine Meißner, die in der Qualifikation auf Rang 35 ins Finale eingezogen war. Ebenfalls nach einem Freilos in der ersten Runde besiegte die 23-Jährige vom BSC Hochtaunus in der zweiten Runde gegen die US-Amerikanerin Cassidy Cox mit 148:145 Ringen. Es folgten zwei weitere Siege gegen die Dänin Tanja Jensen (146:144) und Viktoria Balzhanova (144:143), bevor sie im Viertelfinale knapp mit 146:147 Ringen an Paige Gore Pearce (USA) scheiterte und im Endklassement den fünften Rang belegte.  Für die einzige deutsche Medaille sorgte das Damenteam mit dem Recurvebogen. Olympiasilbermedaillengewinnerin Lisa Unruh wurde zusammen mit Elena Richter und Michelle Kroppen erst im Finale um die Goldmedaille von der koreanischen Auswahl gestoppt. Nach Siegen über Indonesien (5:4), Polen (6:0) und Taipeh (5:4) ging das Finale in drei Sätzen mit 1:5 verloren.
 
Die Ergebnisse im Überblick:
Recurvebogen
Herren
1. Korea    2065 - 6 5 6 5 2. Japan    1996 - 6 5 6 3 3. Großbritannien   1974 5 5 5 2 6
9. Deutschland   1982 6 2
1. Woo Seok Lee (Korea)  691 - - 7 7 6 6 6 2. Woojin Kim (Korea)  697 - - 6 6 7 7 2 3. Jin Hyek Oh (Korea)  674 6 6 6 6 6 2 7 17. Maximilian Weckmüller (D) 662 6 6 1
Damen
1. Korea    2053 - 6 6 6 5 2. Deutschland   1960 - 5 6 5 1 3. Taipeh    2002 - 5 5 4 6
1. Ksenia Perova (Russland) 663 - - 6 6 6 6 6 2. Hye Jin Chang (Korea)  683 - - 7 6 6 6 6 3. Chien-Ying Lei (Taipeh)  672 - - 7 7 6  2  6
Compoundbogen
Herren
1. Korea    2122 - 237 238 239 235 2. USA    2126 - 231 237 237 229 3. Russland    2102 - 234 231 224 227
1. Mike Schlösser (Niederlande) 713 - - 149 150 149 148 146 2. Kristofer Schaff (USA)  706 - 148 146 146 147 146 145 3. Braden Gellenthien (USA) 713 - - 149 150 145 146 148
Damen
1. Taipeh    2070 - 228 227 232 231 2. Indien    2055 - 227 234 233 228 3. Korea    2102 - 228 232 231 227 9. Deutschland   2044 - 226
1. Yesim Bostan (Türkei)  699 - - 147 144 144 143 147 2. Paige Pearce Gore (USA) 698 - - 147 147 147 146 145 3. Shaewon So (Korea)  709 - - 146 146 144 142 148 5. Janine Meissner (Deutschland)682 - 148 146 144 146 33. Pia Eibeck (Deutschland) 679 - 140