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Allgemeines

 

Achtung Doping: Hier sollte man bei der Ernährung aufpassen

 

28.08.2020 11:18

 

Nicht immer muss Doping Absicht sein, denn die Fallen lauern überall: Fleisch, Mohnkuchen oder Proteinshakes können schnell zu einer bösen Überraschung führen und Athleten nicht nur in Erklärungsnot bringen, sondern auch ihre Karriere kosten, wie es z.B. bei Biathletin Evi-Sachenbacher-Stehle der Fall war, die bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotchi nach der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln positiv getestet wurde und daraufhin ihre Karriere beendete. DSB-Verbandsarzt Martin Bauer erklärt, welche Gefahren bei der Ernährung auf Sportler lauern.

 

Bild: DSB / Damit es nicht zu unerwünschten positiven Dopingtests kommt, müssen Sportler auch bei der Ernährung aufpassen.

 

Nahrungsergänzungsmittel: Besondere Vorsicht ist bei Nahrungsergänzungsmitteln geboten, denn bei der Herstellung dieser können unbeabsichtigt durch Fehler im Produktionsprozess Dopingsubstanzen in die Produkte gelangen oder sie werden sogar durch die bewusste Manipulation der Hersteller hinzugemischt. Das kann zu einer großen Gefahr für Athleten werden. Eine internationale vom IOC geförderte Studie des Instituts für Biochemie an der Deutschen Sporthochschule Köln aus dem Jahr 2004 zeigte auf, dass etwa 15 Prozent von in 13 verschiedenen Ländern erworbenen Nahrungsergänzungsmitteln Anabolika enthielten, die nicht auf der Packung angegeben waren. Bei den Anabolika handelte es sich zum damaligen Zeitpunkt wahrscheinlich um Verunreinigungen, die keinen wirklichen Dopingeffekt hatten, aber unabsichtlich zu positiven Dopingbefunden führen konnten. Im Zuge dessen wurde eine Plattform entwickelt, die zeigt, welche Nahrungsergänzungsmittel durch vorangegangene Tests „sauber“ sind und damit von Athleten verzehrt werden können Es entstand die Kölner Liste. 2014 wurden bereits 570 Produkte in der Liste geführt. Trotzdem warnt Bauer auch hiervor: „Getestet wird immer nur ein Produkt zu einem Herstellungszeitpunkt, was in der Nachproduktion geschieht, kann nicht überprüft werden.“ Wer sich außerdem durch eine europäische Mischernährung ernährt, brauche keinerlei Angst haben, in eine Mangelsituation zu kommen: „Wir versuchen den Sportlern eine gesunde Ernährung beizubringen, da fallen Nahrungsergänzungsstoffe raus, denn jemand, der sich gesund ernährt, braucht keine Ergänzungsstoffe.“ Einzige Ausnahme seien Marathon- und Triathlon-Athleten, die durch den großen Schweißverlust oft an einem Magnesiummangel leiden würden. „Wir trainieren Athleten oftmals darauf, an Nahrungsergänzungsmittel zu glauben, anstatt richtig zu trainieren“, merkt Bauer kritisch an.

 

Mohn: Auch Omas Mohnkuchen sollten Sportler lieber nicht anrühren. Zwar gelten morphinähnliche Substanzen, die Mohn enthält, nur im Wettkampf als verboten, doch ist unklar, wie lange die Abbauzeit dieser im Körper des Athleten ist. „Auch wenn man zwei Wochen zuvor einen Mohnkuchen gegessen hat, kann er noch Tage später zu einem positiven Dopingtest führen, da die Dopingsubstanzen noch immer im Urin nachzuweisen sind“, erklärt Bauer.

 

Wir trainieren Athleten oftmals darauf, an Nahrungsergänzungsmittel zu glauben, anstatt richtig zu trainieren.

 

 

Martin Bauer, DSB-Verbandsarzt

 

Alkohol: Klar ist: Alkohol hat an der Schießlinie niemals etwas zu suchen. Doch bis 2017 stand es für Bogensportler und einige wenige weitere Sportarten sogar auf der Dopingliste, da es das zentrale Nervensystem und Angst und Anspannung vermindert. In der DSB-Sportordnung heißt es dazu: "Den Sportlern ist der Genuss von Alkohol verboten. Als Grenze gilt 0,0 Promille. Es bleibt den Veranstaltern vorbehalten Kontrollen vorzunehmen. Bei der Feststellung von Alkohol erfolgt eine Disqualifikation in dem betr. Wettbewerb. Die Schießleitung legt im Vorfeld die berechtigte Person als Kontrolleur fest."

 

Hanfprodukte: Sie liegen voll im Trend, sollten für Sportler allerdings tabu sein: CBD-Produkte. Gesundheitstropfen, Kosmetik und Nahrungsergänzungsmittel mit Hanfextrakt unterliegen nicht der Medikamentenherstellungssorgfalt und sind damit nicht apothekenrein. Hersteller müssen also nicht nachweisen, wie produziert wird. Es liegt aber nahe, dass in den Produktionsstätten auch Produkte hergestellt werden, die das aus der Cannabispflanze gewonnene Tetrahydrocannabinol (THC) enthalten, das wiederum auf der Dopingliste steht. So können Reste davon in die Hanfprodukte, die legal erworben werden können, gelangen und am Ende zu positiven Dopingproben von Sportlern führen.

 

Fleisch & Fisch: Wer als Sportler auf internationaler Ebene an Wettkämpfen teilnimmt, muss auch hier aufpassen, denn vor allem in Ländern wie Mexiko und China können Fleisch und Fisch mit Anabolika versetzt sein. Verspeist man diese Lebensmittel, kann es so zu einem unschönen, positiven Testergebnis kommen. Dabei wird auch einmal zu ungewöhnlichen Mitteln gegriffen, wie Verbandsarzt Bauer erzählt: „Wir haben auch schon einmal ein ganzes Team über mehrere Tage mit Bergsteigernahrung versorgt, um sicherzugehen, dass alle sauber sind.“

 

Diabetiker: Wer als Sportler an einer Form von Diabetes leidet und sich regelmäßig Insulin spritzen muss, der muss dies vorher anmelden. Denn auch Insulin gehört zu den verbotenen Substanzen im Sport, da es regenerationsfördernd und aufbauend wirkt.

 

Für Bauer ist wichtig, dass die Sportler bereits in jungen Jahren für das Thema sensibilisiert werden. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt: „Wir haben coole Sportler, die wissen, um was es geht. Die Vorbildfunktion der jetzigen Sportler ist wirklich gut, und Sportler und Trainer ziehen an einem Strang.“

 

Quelle:

 

Kölner Liste (2020). Doping-Prävention im (Spitzen-)Sport. Zuletzt aufgerufen am 26.08.2020 unter https://www.koelnerliste.com/hintergrund.

 

Geyer, H. et al. (2004). Analysis of Non-Hormonal Nutritional Supplements for Anabolic-Androgenic Steroids - Results of an International Study. In: Sports Med, 25, S. 124-129.

 

Weiterführende Links

 

Auszug aus der Website des DSB

 


National

Toyota trifft ins Gold: Die Toyota Deutschland GmbH wird offizieller Partner des Deutschland Cup Bogensport 2020

31.07.2020 12:00

Damit weitet Toyota sein Engagement im deutschen Bogensport aus, denn der Kooperationsstart erfolgte bereits Anfang August letzten Jahres bei „Die Finals 2019“ in Berlin. Seit diesem Event arbeiten der Automobilhersteller Toyota, der auch Partner des Internationalen Olympischen Komitees und des Deutschen Olympischen Sportbundes ist, und der Deutschen Schützenbund zusammen. Ein weiterer Schritt in der Kooperation erfolgte im November 2019 mit der Umstellung der DSB Fahrzeugflotte auf umweltfreundliche Toyota Hybridmodelle. Der „Deutschland Cup Bogensport 2020“ markiert nun die nächste Stufe der Partnerschaft.

Bogenschießen hat eine lange Tradition: Das sogenannte Kyudo, die japanische Art des Bogenschießens, reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Als japanische Marke freuen wir uns deshalb ganz besonders, diese Disziplin unterstützen zu dürfen. Der erstmals ausgetragene ‚Deutschland Cup Bogensport‘ versammelt die nationale Elite und leistet einen wichtigen Beitrag, um die Präsenz und Bekanntheit des Sports hierzulande zu verbessern“, erläutert Klaus Kroppa, Direktor Marketing bei der Toyota Deutschland GmbH.

Jörg Brokamp, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Schützenbundes betonte den Stellenwert der Partnerschaft: „Gerade in diesen für den Sport herausfordernden Zeiten ist es ein starkes Signal, eine Marke wie Toyota für den Bogensport begeistern zu können. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit beim Deutschland Cup Bogensport 2020.

Unter dem Motto „Alle ins Gold“ werden die besten nationalen Bogensportler und –sportlerinnen am 9. August beim erstmalig  durchgeführten Deutschland Cup aufeinander treffen. Austragungsort ist das Bowling Green vor der einmaligen Kulisse des Wiesbadener Kurhauses.

Bild: DSB / Max Weckmüller, Florian Kahllund und Felix Wieser sind auch beim Deutschland Cup in Wiesbaden dabei!

 

In Anlehnung an "Die Finals", das Wochenende der Deutschen Meisterschaften, übertragt das ZDF am 9. August neben der Leichtathletik-DM sowie der Kanu-DM den Deutschland Cup Bogensport - und eröffnet damit auch die Vorbereitungsphase auf die Olympischen Spiele im kommenden Jahr.

Auszug aus der Website des DSB


National

Deutschland Cup Bogensport 2020: Die Finalteilnehmer in Wiesbaden

24.07.2020 11:00

Am Sonntag, 9. August, werden auf dem Bowling Green in Wiesbaden die Sieger des erstmalig durchgeführten „Deutschland Cup Bogensport“ gekürt. Nun steht fest, welche Sportlerinnen und Sportler die Anwärter auf die Trophäe sind.

Bild: DSB / Maximilian Weckmüller und Florian Kahllund haben sich souverän für das Finale des Deutschland Cups in Wiesbaden qualifiziert.

 

Auf dem Gelände des olympischen und paralympischen Trainingszentrums für Deutschland in Kienbaum schoss die deutsche Recurve-Elite, bestehend aus den besten Bundeskaderathletinnen und -athleten, die mehrteilige Qualifikation um die begehrten Finalplätze. Am Ende der spannenden und hochklassigen Ausscheidung ergab sich folgendes Bild:

 

Frauen: 1. Lisa Unruh (Ø 655,3 Ringe), 2. Elisa Tartler (Ø 651,8 Ringe), 3. Katharina Bauer (Ø 646,8 Ringe), 4. Michelle Kroppen (Ø 644,3 Ringe)

 

Männer: 1. Florian Kahllund (Ø 671,3 Ringe),

2. Maximilian Weckmüller (Ø 668,3 Ringe),

3. Felix Wieser (Ø 666,5 Ringe),

4. Cedric Rieger (Ø 656,4 Ringe)

 

Bild: Weckmüller / Maximilian Weckmüller setzte mit 691 Ringen eine neue Bestmarke im deutschen Team.

 

 

Bundestrainer Oliver Haidn zeigte sich zufrieden: „Wir hatten in Kienbaum eine sehr intensive Woche. Neben den Wettkämpfen gab es auch eine Reihe leistungsdiagnostischer Tests zur Standortbestimmung nach nun exakt drei Monaten hartem Training nach der Corona-Pause.“

 

Überragend war dabei die herausragende Leistung von Maximilian Weckmüller mit 691 Ringen in der WA 720-Runde, die beinahe zehn Ringe über dem aktuellen deutschen Rekord lag. „Das ist das viertbeste Ergebnis, das ein Europäer bis dato geschossen hat“, ordnet Haidn das Spitzenresultat ein. Eine Bestätigung des neuen deutschen Rekords durch die technische Kommission steht noch aus.

 

Die beiden Quartetts werden in Wiesbaden in Halbfinals und Finals die Sieger im Einzel der Frauen und der Männer sowie im Mixed-Team ermitteln. Das ZDF berichtet darüber ausführlich. Die Mixed-Teams werden in folgender Aufstellung antreten: Kahllund/Unruh, Weckmüller/Tartler, Wieser/Bauer und Rieger/Kroppen.

 

Auszug aus der Website des DSB


International

Online-Turnier der WA Teil 2: Duenas siegt in der Qualifikation

11.06.2020 09:07

Kleine Überraschung in der Qualifikation des Online-Turniers des Bogensport-Weltverbandes World Archery (WA) : Nicht Weltmeister Brady Ellison (USA) führte das Teilnehmerfeld an, sondern der Kanadier Crispin Duenas. Von den vier Frauen zeigte sich Aida Roman (MEX) am treffsichersten.

Foto: WA / So sieht das Ranking nach der Qualifikation aus.

 

Duenas verfehlte bei seinen 60 Pfeilen auf 18 Meter nur fünfmal die Zehn und kam auf formidable 595 Ringe. Top-Favorit Ellison folgte mit 593 Ringen. Insgesamt präsentierte sich das Teilnehmerfeld relativ ausgeglichen, lediglich Europameisterin Yasemin Anagoz (TUR) schoss deutlich hinterher (557 Ringe).

 

Nun folgen die Viertelfinals (13.-16. Juni), die Halbfinals (18./19. Juni) und das Finale (21. Juni). Dabei dürfte vor allem das Viertelfinale zwischen Ellison und Europameister Steve Wijler (NED) hochklassigen Sport und Spannung versprechen. Die Entscheidungen in der Ko-Phase werden allesamt live auf dem YouTube-Kanal der WA übertragen.

 

Der Sieger des Turniers erhält 1.000 Schweizer Franken, der Verlierer immerhin noch die Hälfte.

 

Die Viertelfinals in der Übersicht (alle um 17.00 Uhr deutscher Zeit)

 

13.6. : Gaby Bayardo (NED) vs. Casey Kaufhold (USA)
14.6. : Aida Roman (MEX) vs. Yasemin Anagoz (TUR)
15.6. : Steve Wijler (NED) vs. Brady Ellison (USA)
16.6. : Crispin Duenas (CAN) vs. Bernardo Oliveira (BRA)

 

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Auszug aus der Website des DSB

 


Jugend

DSJ: Bundesjugendtag wird abgesagt

10.06.2020 14:59

Der Bundesjugendvorstand hat sich zusammen mit dem Landesverband Saar dazu entschieden, den Bundesjugendtag, der vom 18. bis 20. September 2020 in Homburg/Saar geplant war, aufgrund der Coronavirus-Pandemie und der daraus resultierenden Einschränkungen leider abzusagen. Die derzeitigen Einschränkungen bewirken, dass eine solche Veranstaltung, die auch vom persönlichen Austausch und dem Miteinander lebt, in diesem Jahr nicht umsetzbar ist.

Die turnusmäßige Jugendausschusssitzung wird in digitaler Form stattfinden. Die Einladung dazu erhalten Jugendauschussmitglieder rechtzeitig per E-Mail
Die DSJ bedauert die Absage des Bundesjugendtages sehr, freut sich aber gleichzeitig auf einen tollen Austausch über die digitalen Formate.

Auszug aus der Website des DSB


Weltmeisterschaften

 

World Archery: Feldbogen-WM wird verschoben

 

08.06.2020 13:56

 

Bis zuletzt hatten die Athleten gehofft, dass die Feldbogen-WM in Yankton/USA (15.-20. September 2020) ausgetragen wird, nun teilte der Bogensport-Weltverband World Archery (WA) die diesjährige Absage aufgrund der Corona-Pandemie mit. Das Event soll jetzt in zwei Jahre zusammen mit der WM Bogen 3D in Italien stattfinden.

 

Foto: Peter Lange / Vor zwei Jahren feierte das DSB-Feldbogenteam eine sehr erfolgreiche WM mit insgesamt vier Medaillen.

 

Eine Verschiebung in das Jahr 2021 wurde aufgrund der Vielzahl anderer Events verworfen. U.a. ist im nächsten Jahr Yankton Ort der Bogensport-WM (Recurve und Compound).

 

Die abgesagte WM sollte eigentlich auch als erste Qualifikation für die World Games in Birmingham/USA dienen, die aufgrund der Verschiebung der Olympischen Spiele nun ein Jahr später (2022) datiert sind. Ein eigenes Qualifikationsturnier für die World Games soll nun voraussichtlich im Sommer 2021 durchgeführt werden.

 

Bei der letzten Feldbogen-WM vor zwei Jahren in Cortina d’Ampezzo/ITA waren die deutschen Teilnehmer sehr erfolgreich: Es gab drei WM-Titel für das Frauen- und Männer-Team sowie Lisa Unruh im Einzel und zudem noch Bronze für Compound-Schützin Carolin Landesfeind.

Auszug aus der Website des DSB

 


Allgemeines

Volltreffer: Neue Podcast-Folge mit Michelle Kroppen

29.05.2020 09:43

Mittlerweile ist der DSB-Podcast „Volltreffer“ ein beliebtes Medium, um unseren Spitzensportlern zu lauschen und dabei einige Geheimnisse zu erfahren. Nach den beiden „Pistolen-Stars“ Monika Karsch und Christian Reitz folgt nun mit Michelle Kroppen die große Aufsteigerin mit dem olympischen Recurvebogen.

 

Foto: privat / Michelle Kroppen ist selber gespannt, wie sich der Volltreffer-Podcast mit ihr als Gesprächspartner anhört.

 

2018 erreichte die heute 24-Jährige erstmals ein Weltcup-Finale bei den Erwachsenen (2. Platz in Salt Lake/USA), im vergangenen Jahr wurde sie sensationelle WM-Vierte in Herzogenbusch/NED und war damit beste DSB-Akteurin und sogar beste Europäerin. Damit ist sie zu einer ernsthaften internen Konkurrenz für die Aushängeschilder Lisa Unruh und Elena Richter geworden, aber noch viel wichtiger: Das Trio zählt als Team zur absoluten Weltklasse.

Vom Kindergeburtstag in die Weltklasse

Wie der Weg dahin für Kroppen verlief und wie vor allem der kuriose Startschuss in ihre Karriere fiel, erzählt die Bundespolizistin ebenso wie auch Dinge aus ihrem privaten Leben. So beispielsweise, womit sie ihre Mutter in jungen Jahren auf die Palme brachte.

Die Zuhörer werden feststellen: Die aktuelle Weltranglisten-10. ist nicht nur eine tolle Athletin und Bogenschützin, sondern eine interessante, sympathische Gesprächspartnerin. Wir hoffen, dass alle so viel Spaß mit der Folge haben wie wir bei der Produktion.

Wir bedanken uns bei der Meyton Elekronik GmbH und der Carl Walther GmbH für die Unterstützung dieses Projektes und freuen uns über Rückmeldungen und Weiterempfehlungen.

Zu hören ist der Podcast bei Apple Podcasts, Google Podcasts, Spotify und Deezer sowie auf der DSB-Homepage.

Weiterführende Links

https://volltreffer.podigee.io/5-neue-episode

Auszug aus der Website des DSB


Erstes Aufatmen bei Bogensportlern und Sportschützen

Allgemeines

Corona-Krise: Erstes Aufatmen bei Bogensportlern und Sportschützen  
07.05.2020 12:24
Bogensport und Sportschießen „an der frischen Luft“ sind wieder möglich! Deutschlandweit können Freizeit- und Breitensportler, und damit auch Bogen- und Schießsportler in den Vereinen, wieder ihrem Hobby nachgehen. Dies ist die Entscheidung der Bundesregierung und der Bundesländer vom gestrigen 6. Mai.  
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Spitzensportverbände, so auch der DSB, hatten Pläne und Verhaltensmaßnahmen für die Wiederaufnahme des Sportbetriebs konkretisiert (DSB-Papier). Nun erteilte die Politik Sportarten, die an der „frischen Luft“ stattfinden, also im öffentlichen Raum oder auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportanlage, die Erlaubnis zur Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes. Dabei muss ein Abstand zwischen den Sporttreibenden von mindestens 1,5-2 Metern sowie die Einhaltung der auch sonst üblichen Hygienemaßnahmen gewährleistet sein. Der Wettkampfbetrieb und Zuschauerbesuche bleiben vorerst untersagt. Weitere Details zur Wiederaufnahme des vereinsbasierten Sports müssen jedoch noch in entsprechenden Verordnungen der Bundesländer umgesetzt werden. Aufgrund des föderalistischen Systems in Deutschland gibt es Unterschiede in den Bundesländern, die zum Teil bereits weitergehende Lockerungen beschlossen haben. Eine bundesweite geltende Aussage ist deshalb nicht möglich.
Einen Überblick, wo Sie aktuelle Informationen zu Regeln und Lockerungen in ihrem Bundesland finden, bietet die Homepage der Bundesregierung
Im nächsten Schritt werden wir uns dafür stark machen, dass zeitnah auch alle Sportschützen demnächst wieder auf geschlossenen Schießständen ihrer Passion nachgehen können!
Hans-Heinrich von Schönfels, DSB-Präsident
Für den DSB mit seinen fast 1,4 Mio. Mitgliedern in über 14.000 Vereinen bedeutet das, dass zunächst alle Bogenschützen wieder im Freien zu Pfeil und Bogen greifen dürfen und auch Sportschützen ihren Sport im Freien grundsätzlich wieder ausüben können. Sportschützen sind dabei jedoch auf die Verordnungen ihrer Bundesländer angewiesen, in denen geregelt werden muss, was genau als „Schießstände an der frischen Luft“ definiert wird.  Der DSB hat sich in seinen sportartspezifischen Übergangsregeln für alle „offenen Stände“ gemäß Schießstandrichtlinien ausgesprochen, was auch teilgedeckte Stände mit umfasst. Noch etwas Geduld ist für das Sportschießen auf geschlossenen Schießständen nötig, wenngleich in einigen Bundesländern auch bereits die Wiederaufnahme des Indoor-Sportbetriebs angedacht ist.
DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels begrüßt den ersten Schritt in die Normalität: „Uns allen fehlte unser Sport. Deshalb freuen wir uns, dass nun zunächst alle Outdoorsportler wieder aktiv werden können. Dies muss natürlich nach den aufgestellten Regeln und unter Eigenverantwortung geschehen. Im nächsten Schritt werden wir uns dafür stark machen, dass zeitnah auch alle Sportschützen demnächst wieder auf geschlossenen Schießständen ihrer Passion nachgehen können.“
Der DSB hatte sieben grundsätzliche Übergangsregelungen erarbeitet, die sich an den Empfehlungen des DOSB orientieren, und diese für den Bogen- und Schießsport konkretisiert. Dabei geht es u.a. um die Schlagworte „Distanzregeln“, „Hygieneregeln“ und „Trainingsgruppen“. Die Regeln sind unbedingt einzuhalten.


International

World Archery:

Internationale Wettkämpfe frühestens ab 1. September

04.05.2020 12:09

Der internationale Bogensport-Weltverband World Archery (WA) hat die Unterbrechung aller internationalen Wettbewerbe bis zum 31. August verlängert. Ergebnisse von nationalen Verbänden können – unter Beachtung der aufgestellten Gesundheitsmaßnahmen – ab dem 1. Juli wieder berücksichtigt werden.

Foto: DSB / Ein Foto aus besseren Tagen. Bis zum 31. August wird es definitiv keine internationalen Wettkämpfe im Bogensport geben.

 

Zwar bleibt die Weltrangliste vorerst eingefroren, aber nationale Ergebnisse von Ranglisten oder Wettbewerben werden ab dem 1. Juli gewertet, z.B. wenn es um neue Weltrekorde oder Qualifikationswettkämpfe geht.

 

Die WA hofft, in 2020 noch Wettkämpfe durchzuführen, dies hängt natürlich von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie ab. Es bleibt auf jeden Fall dabei, dass jede Veranstaltung mit einer Vorlaufzeit von zwei Monaten angekündigt wird. Zudem teilte die WA mit, dass in diesem Jahr keine Qualifikationsturniere für die Olympischen Spiele im nächsten Jahr stattfinden.

 

Erstes Online-Turnier in der WA-Geschichte

 

Die Krise hat die WA dazu veranlasst, das erste Online-Turnier zu starten: Seit dem 1. Mai schießen acht Compound-Schützen, jeweils vier Frauen und Männer, um den „Lockdown Knockout“. Immerhin geht es um 1000 Schweizer Franken für den Sieger und 500 Schweizer Franken für den zweitplatzierten Schützen. Nach der Qualifikation (1.-4. Mai) schließen sich Viertelfinals (9.-12. Mai), Halbfinals (14./15. Mai) und das Finale (17. Mai) an. Verfolgt werden kann das Ganze auf dem YouTube-Kanal der WA sowie auf deren Facebook-Zugang.

 

Weiterführende Links

 

Auszug aus der Website des DSB


Allgemeines

Junior des Jahres 2019: Elisa Tartler ist Junior-Sportlerin des Jahres!

02.04.2020 15:16

Die Wahl zum Junior des Jahres ist entschieden. Nach Jonathan Vetter und Clea Reisenweber folgt nun Elisa Tartler als dritte Preisträgerin aus dem Bogenbereich. Als Mannschaft des Jahres setzten sich die Gewehr-Juniorinnen Anna Janßen, Melissa Ruschel und Johanna Tripp durch.

Foto: DSB / Elisa Tartler ist Junior-Sportlerin des Jahres!

 

Die 21-jährige Bundespolizistin aus Berlin hat ein erfolgreiches Jahr mit vielen internationalen Erfolgen hinter sich. So konnte sie zwei 9. Plätze sowohl bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Madrid, als auch beim Bogen-Weltcup in Berlin erringen. Beim Juniorencup der World Archery Europe gelang es Elisa Tartler zudem, die beiden Wettbewerbe in Catez und Bukarest souverän zu gewinnen und sich so den Gesamtsieg des Juniorencups 2019 zu sichern. Gekrönt wurde dieses erfolgreiche Jahr dann durch den Deutschen Meistertitel bei den Juniorinnen im Rahmen von Die Finals, den sie vor der atemberaubenden Kulisse des Berliner Olympiastadions und unter den Augen von tausenden Zuschauern vor dem heimischen Fernseher erringen konnte.

Das mit dem Titel „Junior des Jahres“ verbundene Preisgeld in Höhe von 1.200 Euro, welches freundlicher Weise von der Firma Steinhauer & Lück zur Verfügung gestellt wird, stellt sicherlich eine wichtige finanzielle Unterstützung für ihre weitere sportliche Entwicklung dar.

Mit internationalen Erfolgen konnte die Zweitplatzierte Madlen Guggenmos ebenfalls zuhauf dienen. Die 18-jährige Schülerin aus Ulm gewann im vergangenen Jahr die Wettbewerbe im italienischen Auer, in Suhl sowie im englischen Bristol und konnte damit alle drei Stationen der ISSF World Tour Target Sprint 2019 für sich entscheiden. Auch national räumte sie massenweise Medaillen ab. So setzte sie sich in den Disziplinen Sommerbiathlon KK Sprint, KK Massenstart, LG Sprint, sowie in der Mixed Staffel im Target Sprint gegen ihre Konkurrenten durch. Auch sie darf sich nun über ein Stipendium in Höhe von 600 Euro freuen.

Wie im letzten Jahr kann sich Gewehrschützin Anna Janßen über den dritten Platz und ein Stipendium in Höhe von 300 Euro freuen. Mit zwei Gold-, zwei Silber- und einer Bronzemedaille bei den Junioren-Europameisterschaften sowie dem ersten Platz beim Junioren-Weltcup in Suhl ist diese Platzierung auch mehr als gerechtfertigt.

Bei der Wahl zur Mannschaft des Jahres konnten sich die Junioren Team-Europameisterinnen Anna Janßen, Melissa Ruschel und Johanna Tripp gegen das Mixed-Team Luftpistole und das Mixed-Team Standardpistole durchsetzen und erhalten ebenfalls ein Stipendium in Höhe von 600 Euro.

Wir gratulieren allen Gewinnern und danken der Firma Steinhauer & Lück für die großzügige Unterstützung der Nachwuchsförderung in Deutschland. Ohne die Unterstützung unserer Sponsoren wären solche Ehrungen nicht möglich.

Auszug aus der Website des DSB


Weltcup

Weltcup Bogen Berlin: Der Weltcup wird ersatzlos abgesagt

27.03.2020 10:35

Der Hyundai Archery World Cup 2020 in Berlin (21.-28. Juni), ein Turnier der ranghöchsten Turnierserie des Bogensport-Weltverbandes World Archery (WA) und letztes Weltquotenplatzturnier für Tokio 2020, findet aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht statt. Darauf verständigten sich der Weltverband, die Berliner Behörden und der Deutsche Schützenbund.

Foto: Eckhard Frerichs / Ein Bild, das man 2020 nicht sehen wird: Deutsche Bogenschützinnen auf dem Siegerpodest beim Weltcup in Berlin.

Die weltweit angespannte Situation aufgrund der Pandemie sowie die Verschiebung der Olympischen und Paralympischen Spiele in das nächste Jahr sorgten für die gemeinsame Entscheidung der beteiligten Parteien. „Die Gesundheit aller Beteiligten steht an erster Stelle. Zudem fällt durch die Verschiebung der Olympischen Spiele auch der Druck der Quotenplatzvergabe für Berlin weg, sodass es folgerichtig ist, das Turnier abzusagen“, äußert sich Gerhard Furnier, DSB-Vizepräsident Sport.
Die WA wird nun – in Rücksprache mit dem IOC – die Kriterien und Termine für die noch zu vergebenen Quotenplätze neu planen. Für das laufende Jahr beabsichtigt der Weltverband, so viele internationale Veranstaltungen wie möglich abzuhalten, um den Athleten Wettkampfmöglichkeiten zu geben und den Verpflichtungen gegenüber Partnern und TV-Stationen nachzukommen. Eine Neuansetzung des Weltcups Berlin im Jahr 2020 wird es jedoch nicht geben können, das wurde - auch angesichts des noch offenen Termins der Olympischen Spiele in 2021 - bei einer Prüfung möglicher Termine im Herbst und der Verfügbarkeit der Austragungsorte bereits offenkundig. 
Die Veranstaltung in Berlin wäre seit 2017 der vierte Weltcup in Folge in der deutschen Hauptstadt gewesen. Vor Berlin war bereits der Weltcup in Guatemala/GUA (20.-26. April) abgesagt worden, nun folgten zudem die Absagen aller WA-Wettkämpfe bis zum 30. Juni, darunter der Weltcup in Antalya/TUR (4.-10. Mai) sowie die EM an gleicher Stelle (20.-26. Mai). Die Gesundheit aller Beteiligten steht an erster Stelle!

Gerhard Furnier, DSB-Vizepräsident Sport

 

Weitere News zu "WA Weltcup -ABGESAGT-"

Weltcup Bogen Berlin: Ticketverkauf ist gestartet – Vergabe der letzten Olympia-Tickets

Auszug aus der Website des DSB


Allgemeines

DSB: DSB-Präsidium sagt alle nationalen Wettkämpfe 2020 ab

13.03.2020 13:30

Die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie haben das Präsidium des Deutschen Schützenbundes zu einer drastischen, aber konsequenten Maßnahme veranlasst: Alle Deutschen Meisterschaften und weitere sportliche Veranstaltungen des DSB auf Bundesebene für das Jahr 2020, u.a. das Bundeskönigs- und Bundesjugendkönigsschießen, werden aufgrund des Coronavirus abgesagt.


Weltcup

Weltcup Bogen Berlin: Ticketverkauf ist gestartet – Vergabe der letzten Olympia-Tickets

04.03.2020 10:56

Der Hyundai Archery World Cup 2020 in Berlin (21.-28. Juni), ein Turnier der ranghöchsten Turnierserie des Bogensport-Weltverbandes World Archery, steht ganz im Zeichen der olympischen Ringe: Zum einen findet im Rahmen des Weltcups das letzte Qualifikationsturnier für Tokio 2020 statt, zum anderen dürften beim letzten internationalen Kräftemessen vor den Spielen alle Top-Stars zu bewundern sein. Ab sofort gibt es für das Final-Wochenende Tickets bei Ticketmaster.de

 

Foto: DSB / Berlin freut sich auf den Weltcup Bogensport, inklusive der Vergabe der letzten Olympia-Tickets.

 

DSB-Männer wollen Heimvorteil nutzen

Und damit natürlich auch die deutschen Bogenschützen, für die es in Berlin um sehr viel geht. Denn die Recurve-Männer wollen sich bei dem Heimspiel einen der letzten drei Teamplätze für die Olympischen Spiele sichern. Am Dienstag, 23. Juni, fällt auf dem Maifeld die Entscheidung, am Mittwoch, 24. Juni, werden noch die letzten Einzelstartplätze für Tokio 2020 ausgeschossen.
Die deutschen Bogenfrauen sind in einer komfortablen Situation, denn sie lösten bereits im vergangenen Jahr das Team-Ticket und haben somit das Maximum von drei Starterinnen in Tokio sicher. Doch auch für Lisa Unruh & Co ist Berlin entscheidend, denn beim Weltcup fällt letztlich die Entscheidung, welche drei Frauen den DSB beim wichtigsten Sportereignis der Welt vertreten werden.

 

Olympia-Generalprobe lockt alle Top-Stars nach Berlin

Foto: DSB / Bitte macht´s noch einmal! Elena Richter und die DSB-Recurverinnen standen im vergangenen Jahr im Goldfinale.

Kraft, Eleganz, Anmut, Tradition und Fortschritt. All das kombiniert der Bogensport in sich, und wohl kaum eine Nation hat sich dem Sport mit Pfeil und Bogen so verschrieben wie die Südkoreaner. Exakt einen Monat vor den Olympischen Spielen können sich die Zuschauer auf die Olympiasieger und Weltrekordler aus Asien, das starke US-Team, das aufstrebende Taiwan oder die Bogen-Nationen Europas freuen.

 

Tickets für das Final-Wochenende bei Ticketmaster

 

Der Eintritt für die Qualifikation sowie das finale Olympia-Qualifikationsturnier auf dem Maifeld (21. bis 26. Juni 2020) ist frei – die deutschen Bogensportler würden sich über große Unterstützung freuen. Tickets für die Gold- und Bronze-Finals im eigens errichteten Stadion am Anhalter Bahnhof (27./28. Juni) gibt es ab sofort bei Ticketmaster.

 

Weltklasse-Bogensport direkt vor der Haustür! Unmittelbar vor den Olympischen Spielen in Tokio können die deutschen Bogensportfans die künftigen Olympiasieger und olympischen Medaillengewinner bewundern. Und vielleicht gelingt dem DSB-Team nach Rio-Silber durch Lisa Unruh in Tokio das nächste deutsche Bogen-Märchen.

Hyundai Archery World Tickets sind bei Ticketmaster erhältlich! https://www.ticketmaster.de/artist/hyundai-archery-world-cup-tickets/980984

 

Weiterführende Links

 

 

Weitere News zu "WA Weltcup"

 

 

Auszug aus der Website des DSB


Bundesliga

Bundesligafinale Bogen: Stimmungsvoll und hochklassig

01.03.2020 09:42

Stimmungsvolle Eröffnung, begeisterte und fachkundige Zuschauer, hochklassiger Sport und ein neuer, alter Titelträger: Das Bundesligafinale Bogen in der Halle am Platz der Deutschen Einheit in Wiesbaden - zum fünften Mal - war abermals eine tolle Werbung für den Bogensport.

Foto: Eckhard Frerichs / Volle Zuschauertribünen, stimmungsvolle Atmosphäre: Das Bundesligafinale 2020 war ein tolles Event.

 

So sah es auch Dauergast Peter Beuth. Der hessische Innenminister war - wie auch bei den vier Auflagen zuvor - neben Wiesbadens Oberbürgermeister Gert Uwe Mende, der DOSB-Vizepräsidentin Uschi Schmitz und DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels prominenter Tribünengast und lobte die Veranstaltung: „Der Deutsche Schützenbund hat es geschafft, den Bogensport hier in Wiesbaden zu etablieren und auf unglaublichem Niveau zu präsentieren.“ Der Minister hob die Bedeutung der Vereinsarbeit und in dieser vor allem die Nachwuchspflege hervor.

 

Das war das passende Stichwort, denn im Anschluss wurde mit Steffi Gräser die Sichtungstrainerin Thüringens und des DSB ausgezeichnet. Vize-Präsident Sport Gerhard Furnier hielt die Laudatio für die strahlende Trainerin und überreichte ihr 500 Euro für ihre hervorragende Nachwuchs-Arbeit und ihr Projekt, das zahlreiche junge Menschen zum Bogenschießen bringt. Und auch Beuth beließ es nicht bei Worten, er überreichte Bundesgeschäftsführer Jörg Brokamp einen Förderbescheid in Höhe von 8.000 Euro.

 

Der Deutsche Schützenbund hat es geschafft, den Bogensport hier in Wiesbaden zu etablieren und auf unglaublichem Niveau zu präsentieren!

 

Peter Beuth, Hessischer Minister des Innern und für Sport

 

Doch natürlich sorgte vor allem wieder das Flair in Wiesbaden für Begeisterung. „Die Atmosphäre ist gut, die Zuschauer gehen richtig gut mit“, sagte Bundestrainer Oliver Haidn, einer von 1000 Fans in der Halle. Der alte und neue Deutsche Meister Maximilian Weckmüller empfang die Stimmung „als noch besser als im vergangenen Jahr“ und lag damit richtig. Für Nachwuchs-Bundestrainer Marc Dellenbach ist das Bundesligafinale aus einem anderen Grund sehr wertvoll: „Dieser Finalcharakter mit hoher Zuschauerzahl ist sehr wichtig für die internationale Entwicklung junger Athleten. Bei jeder internationalen Meisterschaft fallen in Finalarenen die Entscheidungen. Deshalb ist es toll, dass Deutschland mit dem Bundesligafinale, den Finals im vergangenen Jahr oder den Deutschen Meisterschaften in Wiesbaden solche Events anbietet.“

 

2020 ist ein Bogenjahr mit zahlreichen Top-Events

 

Das Bundesligafinale bildete den Auftakt, die Finals in Duisburg, der Weltcup in Berlin, die Deutschen Meisterschaften in Wiesbaden und dann natürlich die Olympischen Spiele in Tokio folgen. Für die Bogenschützen ist 2020 vollgepackt mit Top-Events und Haidn sagt, wann das Jahr für ihn ein Gutes sein wird: „Zufrieden bin ich, wenn wir in Berlin das Männer-Team auch noch nach Tokio bekommen und in Tokio dann zwei erfolgreiche Mannschaften sehen.“

 

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Auszug aus der Website des DSB


Bundesliga

Bundesligafinale Bogen: Die letzten Fakten & Zahlen & Infos

27.02.2020 11:48

Am Samstag (29. Februar) ist es endlich soweit: Um 15.00 Uhr fliegt der erste Wettkampfpfeil beim Bundesligafinale Bogen in Wiesbaden, gegen 19.45 Uhr steht der Deutsche Mannschaftsmeister fest. Bevor es losgeht, haben wir einige interessante Fakten und News zusammengetragen.

Foto: DSB / Vorfreude und Zahlenspiele: Die Zuschauer können sich beim Bundesligafinale wieder auf Top-Leistungen freuen.

 

Werbung, die bewegt: In Wiesbaden sind zahlreiche Plakate zu sehen, die auf das Bundesligafinale hinweisen.Dass Werbung auch bewegt, liegt an einem Bus der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH, der seit einigen Wochen auf das Event hinweist.

 

Der Süden macht mobil: Vor allem die vier Südvereine können auf eine breite Fanbasis bauen. Dies zeigt sich auch beim fünften Finale in Wiesbaden: Die SGi Welzheim wird mit ca. 40 Fans anrücken, Villingen-Schwenningen mobilisiert die Hälfte. Und die großen Konkurrenten aus Tacherting und Ebersberg machen aus der geographischen Nähe eine vernünftige Tugend: Ihre Fans reisen per Bus gemeinsam an.

 

Vorrunde: Dass die FSG Tacherting eine herausragende Vorrunde schoss und diese als Südmeister beendete ist bekannt. Mit einem Team-Schnitt von 9,62 Ringen/Pfeil stellte das Team einen neuen vereinsinternen Rekord auf, der immerhin Platz sieben in der Ewigen Bestenliste bedeutet. Auch die Berliner (9,60) schossen stark und wiesen das zehntbeste Ergebnis in der Historie auf. Den Spitzenwert erzielte der spätere Meister BSG Ebersberg in der vergangenen Saison mit 9,66 Ringen/Pfeil. Bester Einzelschütze war wie im Vorjahr Florian Kahllund (SV Dauelsen), der sich auf sensationelle 9,85 Ringe/Pfeil verbesserte und vor dem Ebersberg-Trio Cedric Rieger (9,83), Maximilian Weckmüller (9,72) und Michelle Kroppen (9,71) lag. Vergleicht man die Werte der Ligen untereinander, dann ergibt sich folgendes Bild: Die Nord-Liga schoss starke 9,45 Ringe/Pfeil im Schnitt (Platz vier der ewigen Bestenliste) und düpierte damit den Süden deutlich (9,38 Ringe/Pfeil, Platz 14).

 

Foto: Daniel Pieper / Hubertus von Schilling (ganz rechts) ist neuer Trainer des SV Querum und betreut das Team beim Bundesligafinale.

 

 

 

Neuer Trainer: Mit einem neuen Chef reist der SV Querum zum Bundesligafinale an: „Hubertus von Schilling ist ab sofort Trainer“, gab der Verein aus Braunschweig in einer Pressemitteilung am 22. Februar bekannt. Der „Neue“ muss dabei gleich auf zwei gestandene Schützen verzichten: Sowohl Florian Floto als auch Thomas Hasenfuß müssen verletzungsbedingt passen.

 

Ein letztes Mal: Veronika Haidn-Tschalova wird am Samstag letztmals an einem Bundesligafinale teilnehmen. Die erfahrene Schützin, Mutter und Ehefrau von Bundestrainer Oliver Haidn schießt für die FSG Tacherting und würde sich zu gerne mit einer weiteren Medaille verabschieden. „Sie hat unheimlich viel für den Verein und den DSB getan“, lobt Trainer Helmut Huber die 43-jährige mehrfache EM- und Weltcup-Medaillengewinnerin. Und dann kommt ja noch die Freiluftsaison, bei der Haidn-Tschalova nochmals angreifen will.

 

Wiederholungstäter: Das ist definitiv eine Bestätigung der Klasse und Konstanz: Sieben der acht Finalteilnehmer in diesem Jahr standen bereits 2019 auf der Schießlinie in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit. Lediglich die Sherwood-Schützen aus Herne erinnerten sich, dass es doch Spaß macht beim Höhepunkt dabei zu sein und um den Meisterspiegel zu wetteifern, den sie immerhin schon zweimal gewinnen konnten. Sie sind anstelle des SV Guts-MuthJena dabei, der den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten musste.

 

Rekordteilnehmer und -sieger: Die SGI Welzheim und der BSC BB Berlin sind die einzigen zwei Vereine, die bei jedem Bundesligafinale dabei waren. Das sind inklusive dem am 29. Februar 2020 23 Auflagen. Wenig überraschend liegen die beiden Klubs auch bei den Siegen vorne. Je fünfmal konnten beide Vereine den Deutschen Mannschaftstitel gewinnen, die FSG Tacherting kommt dem Duo mit drei Titeln am nächsten. Die Berliner Bilanz wird noch beeindruckender, wenn man die Silber- und Bronzemedaillen (jeweils 6) hinzuzieht. Denn dann wird klar, dass der Klub lediglich bei fünf Final-Teilnahmen nichts Glänzendes mit in die Hauptstadt zurück brachte.

 

Gucken und selber machen: Was gibt es Besseres?! Beim Bundesligafinale bietet sich die Möglichkeit, den besten Bogensportlern Deutschlands zuzuschauen und zuzujubeln. Das Gesehene kann auch sofort umgesetzt werden, denn im Untergeschoss können die Zuschauer und Interessierten selber zum Bogen greifen oder – mit genügend Puste – sich im Blasrohrschießen versuchen.

 

Bekannte Stimme: Sportbegeisterte kennen die markante Stimme: Alexander von der Groeben wird die Bundesligafinals live bei Sportdeutschland.TV kommentieren. Der ehemalige Weltklasse-Judoka ist freier Journalist und oftmals für das ZDF im Einsatz, den Bogensport kennt er von seiner Berichterstattung zum Weltcup in Berlin sehr gut. Ihm zur Seite steht mit Andreas Lorenz ein absoluter Kenner der Szene.

 

Endergebnis: Geht es nach den Vorrunden-Leistungen und rufen die Teams diese im Finale identisch abrufen, dann ist mit folgendem Ergebnis zu rechnen: 1. Platz FSG Tacherting (9,62 Ringe), 2. BSC BB Berlin (9,60 Ringe), 3. BSG Ebersberg (9,57 Ringe), 4. SV Dauelsen (9,56 Ringe), 5. SGI Welzheim (9,54 Ringe), 6. SV Querum (9,48 Ringe), 7. BC Villingen-Schwenningen (9,46 Ringe), 8. Sherwood BSC Herne (9,45 Ringe).

 

Zahlen, Zahlen, Zahlen: So eine Saison der besten Bogenschützen bringt auch immer wieder interessante zahlreiche Zahlen und Fakten zutage. Einige der interessantesten - auch im historischen Kontext - haben wir rausgefiltert.

 

Beste Schützen Vorrunde 2019/20 (Schnitt Passe / Pfeil)

 

1. Florian Kahllund (SV Dauelsen): 59,11 / 9,85
2. Cedric Rieger (BSG Ebersberg): 58,98 / 9,83
3. Maximilian Weckmüller (BSG Ebersberg): 58,31 / 9,72
4. Michelle Kroppen (BSG Ebersberg): 58,23 / 9,71
5. Jonathan Vetter (SGI Welzheim): 58,21 / 9,70

 

Beste Teams Vorrunde 2019/20 (Schnitt Passe / Pfeil)

 

1. FSG Tacherting: 57,7 / 9,62
2. BSC BB Berlin: 57,6 / 9,60
3. BSG Ebersberg: 57,4 / 9,57
4. SV Dauelsen: 57,4 / 9,56
5. SGI Welzheim: 57,2 / 9,54

 

Rekord-Schnitt Pfeile gesamte Saison

 

1. BSG Ebersberg: 58,0 / 9,66     1. Bundesliga Süd Saison 2018/2019   
2. BSC BB Berlin: 57,9 / 9,65     1. Bundesliga Nord Saison 2014/2015  
3. BSC BB-Berlin: 9,63     1. Bundesliga Nord Saison 2013/2014  
4. SV Dauelsen: 57,8 / 9,63     1. Bundesliga Nord Saison 2014/2015  
5.SGI Welzheim: 9,62     1. Bundesliga Süd Saison 2013/2014   
   FSG Tacherting: 57,7 / 9,62     1. Bundesliga Süd Saison 2019/2020

Meiste Siege in der Saison

 

1. SGi Welzheim: 28        1. Bundesliga Süd Saison 1999/2000
2. SGi Welzheim: 27        1. Bundesliga Süd Saison 1998/1999
3. SGI Welzheim: 26        1. Bundesliga Süd Saison 2013/2014
    SGi Welzheim: 26        1. Bundesliga Süd Saison 2004/2005

Beste Ringzahlen im Finale

 

1. BSG Ebersberg: 58,5 / 9,75        Bundesligafinale Saison 2018/2019
2. SV Querum: 58,3 / 9,72        Bundesligafinale Saison 2017/2018
3. SG BB Berlin: 9,69        Bundesligafinale Saison 2006/2007
4. SV Dauelsen: 58,2 / 9,69        Bundesligafinale Saison 2016/2017

Meiste Siege Finale: BSC BB Berlin und SGi Welzheim jeweils  5       

 

Meiste Medaillen Finale: BSC BB Berlin (17: 5G, 6S, 6B)

 

Meiste Finalteilnahmen: BSC BB Berlin und SGi Welzheim jeweils  23

 

Aufsteiger, die direkt ins Finale kamen

 

FSG Tacherting und PSV Reutlingen 1999/00
GS Boxdorf 2000/01
ATSV Oberkotzau 2005/06
BS Neumarkt und SV Zierenberg 2008/09
SSV Otterstadt 2009/10
MASA Mülheim 2010/11
BSG Ebersberg und SV Zierenberg 2012/13
Blankenfelder BS 08 2013/14
SK Fellbach-Schmiden und SV Dauelsen 2014/15
BS Villingen-Schwenningen 2016/17
SV GutsMuths Jena 2018/19

Medaillenplatz nach Aufstieg: SV Dauelsen (Gold) 2014/15

 

Älteste/r Schütze Finale 2019/20: Holger Rohrbeck 48 (Dauelsen), Thomas Hasenfuß 43 (Querum), Veronika Haidn-Tschalova 43 (Tacherting)

 

Jüngeste/r Schütze Finale 2019/20: Jennifer Chiara Bleibel 16 (Villingen-Schw.) (wahrsch. kein Einsatz), Sarah Reincke 17 (Villingen-Schw.)

 

Meiste Finalteilnahmen und Bundesligaeinsätze: Armin Garnreiter FSG Tacherting 21x

 

Jüngste Mannschaft: Meldeliste: BC Villingen Schwenningen – 22,6 J.
Nach Einsätzen: BB Berlin - 22,5 J.

 

Älteste Mannschaft: SV Dauelsen - Schnitt 33,7 Jahre

 

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Bundesliga

Bundesligafinale Bogen: Doppel-Interview mit Katharina Bauer & Cedric Rieger

21.02.2020 09:17

Sowohl für Katharina Bauer (24 Jahre, FSG Tacherting) als auch Cedric Rieger (32 Jahre, BSG Ebersberg) steht das Jahr 2020 ganz im Zeichen der Olympischen Spiele, für die sich beide noch qualifizieren können. Davor stehen noch einige Höhepunkte auf der Tagesordnung, so beispielsweise das Bundesligafinale am 29. Februar in Wiesbaden, bei dem Südmeister Tacherting und Titelverteidiger Ebersberg ganz heiße Titelkandidaten sind. Im Doppel-Interview äußern sie sich dazu.

Foto: BSG Ebersberg / Cedric Rieger gibt sich zuversichtlich für das Bundesligafinale.

 

Souverän als Erster (Tacherting) bzw. Zweiter (Ebersberg) habt ihr euch für das Bundesligafinale qualifiziert. War es ein Spaziergang oder sieht das nur tabellarisch so aus?
Katharina Bauer: „Es war auf jeden Fall kein Spaziergang. Unser Ziel ist jedes Jahr von Anfang an, dass wir uns für das Finale qualifizieren. Am Saisonanfang weiß man zwar, wie wir aus unserer Mannschaft so schießen, aber wir wissen nie genau, wie die anderen Mannschaften so aufgestellt sind und wie die Schützen von den anderen genau drauf sind. Bei uns waren tatsächlich auch Matches gegen "Nicht-Favoriten" teilweise sehr spannend und auch manchmal knapp. Aber das macht ja die Liga bekanntermaßen so spannend.“
Cedric Rieger: „Spaziergang wird den anderen Vereinen und den Leistungen aller sicher nicht gerecht. Man muss jedes Match für sich konzentriert beginnen und die Anspannung während des Wettkampfes hoch halten. Wir haben im Vorfeld und während der gesamten Saison hart an uns gearbeitet und haben uns mit dem zweiten Tabellenplatz belohnt.“

 

Cedric, Ebersberg hat sich den Luxus erlaubt, beim ersten von vier Vorrunden-Wochenenden ohne das Top-Trio anzutreten. Wart ihr euch so sicher, dass ihr es dennoch schafft?
Cedric Rieger: „Nein, das hat mit sicher fühlen nichts zu tun. Einige Mannschaftkameraden waren an dem Tag in Holland bei „Kings of Archery“ zugegen. Das war schon länger bekannt, und wir haben volles Vertrauen in jeden Schützen aus unserem Team.“

 

Aus sportlicher Sicht ist es einmalig auf der Welt und auch das Ambiente und die Zuschauer sind für uns Sportler immer wieder ein Erlebnis!

 

Cedric Rieger, über das Bundesligafinale

 

Katharina, euer Team besteht aus fünf Kaderschützen. Macht es das einfacher oder schwieriger, weil ja jeder immer schießen möchte? Wer legt fest, wer schießt?
Katharina Bauer: „Unser Trainer Helmut Huber bezeichnet es immer als "Luxus", dass er aus fünf Kaderschützen auswählen darf. Er legt circa eine Woche vor dem jeweiligen Wettkampftag eine Startaufstellung fest, in der jeder Schütze dieselbe Anzahl an Einsätzen bekommt. Das halte ich für eine sehr gute Lösung, da von Anfang an jeder von uns genau weiß, wann er schießen darf. Das bringt zum einen Ruhe in unser Team und zum anderen vermeidet das auch negative Gedanken, wenn man ausgewechselt wird. Diese Saison war es sogar so, dass an den ersten drei Wettkampftagen jeweils einer von uns freiwillig in unserer zweiten Mannschaft in der zweiten Bundesliga ausgeholfen hat. Das hat den Vorteil, dass dann jeder von uns noch mehr Einsätze und Erfahrung am jeweiligen Wettkampftag hat.“

 

Foto: FSG Tacherting / Katharina Bauer setzt beim Bundesligafinale auf ein ausgeglichenes Team und die gute Tagesform.

 

Mit 9,83 Ringen (Rieger) bzw. 9,66 Ringen (Bauer) wart ihr die besten Schützen in eurem Team. Gibt es einen internen Wettstreit darum und spornt das zusätzlich an?
Katharina Bauer: „Bei uns gibt es keinen internen Wettstreit darüber. Jeder gönnt es jedem, und wir liegen ja alle ganz knapp beieinander. Wir haben einen anderen internen Wettstreit und dieser hat einen ganz hohen Stellenwert: Bei uns wird mitgeschrieben, wer bei einer 59-er Passe die einzige Neun geschossen hat. Die Person bekommt dann einen Strich auf die Hand. Wer bei einer 58-er eine Acht geschossen hat, bekommt sogar zwei Striche. Bei einer 60 bekommt unser Trainer einen Strich. Am Ende der Saison wird dann geschaut, wer die meisten Striche gesammelt hat. Die Striche müssen dann beim Bundesligafinale traditionell bayerisch "eingelöst" werden...“
Cedric Rieger: „Wir sind Vollblutsportler. Jeder von uns will immer sein Bestes für die Mannschaft, seinen Verein und natürlich auch für sich selbst geben. Wir haben keinen internen Wettstreit über die besten Ringzahlen, dennoch freut es ungemein, wenn man seine persönliche Bestleitung übertrifft und im Verlauf des Wettkampfes bestätigen kann.“

 

Cedric, du hast beim World Series-Finale in Las Vegas den starken dritten Rang belegt. Wie ordnest du diesen ein?
Cedric Rieger: „Das ist ein sportliches Event auf Weltklasseniveau und war für mich ein sehr gelungener Einstieg ins Jahr 2020. Ich konnte mich mit vielen tollen Schützen messen, und das hat mir gerade im Hinblick auf Olympia und die noch kommende Qualifikation für Tokio einen großen Motivationsschub gegeben.“

 

Ihr kommt aus den USA und habt dort das olympische 70m-Training forciert. Wie schwierig ist es für euch, von outdoor auf indoor zu schalten?
Katharina Bauer: „Das stimmt, wir fokussieren uns diesen Winter definitiv auf die 70 Meter. Meine 18-Meter Trainingseinheiten kann ich an zehn Fingern abzählen. Bei mir ist es so, dass ich nach längerem 70Meter-Training schon ein paar Pfeile brauche, um mich wieder an die 18-Meter zu gewöhnen. Die Körperhaltung ist da ein bisschen anders und man muss viel genauer zielen. Das hat bisher aber immer ganz gut geklappt.“
Cedric Rieger: „Das ist in der Tat eine Herausforderung sich umzustellen. Sowohl die Körperhaltung als auch die Optik ist aufgrund der unterschiedlichen Entfernungen ein großer Unterschied. Es benötigt schon eine Trainingseinheit, um die gewohnten Abläufe wieder zu spüren und die Sicherheit zu finden.“

 

Tacherting hat die Südliga gewonnen, in den drei direkten Duellen bei Anwesenheit der Topleute ein Unentschieden und zwei Niederlagen gegen Ebersberg kassiert. Ein Vor- bzw. Nachteil für das Bundesligafinale oder egal?
Katharina Bauer: „Ich halte es für "egal". Ganz nach dem Motto "neuer Tag, neues Glück". Die letzten Matches gegen Ebersberg waren immer sehr eng. Uns fehlte meist für Punkte nur ein Ring und das sind nur ein paar Millimeter. Beim Bundesligafinale kann das Ganze schon wieder ganz anders aussehen.“
Cedric Rieger: „Die zwei Mannschaften sind auf einem sehr hohen Niveau, da muss für einen Sieg alles passen. Aus diesem Grund kann man nicht von einem Vor- bzw. Nachteil sprechen.“

 

Wie schätzt ihr eure Gruppen beim Bundesligafinale ein?
Katharina Bauer: „Das ist eine schwierige Frage. Wir sind in einer Gruppe mit der SGi Welzheim, BSC BB Berlin und Sherwood BSC Herne. Alle Teams in unserer Gruppe sind sehr erfahren und nicht zum ersten Mal beim Bundesligafinale dabei. Beim Finale kommt es auch auf die Tagesform der einzelnen Schützen an. Deswegen lasse ich mich da überraschen. Es wird auf jeden Fall spannende Matches geben.“
Cedric Rieger: „Im Finale gibt es keine leichten Gegner. Der Nordmeister Dauelsen hat den besten deutschen Schützen in seinen Reihen. Querum hat am letzten Spieltag eine beeindruckende Serie hingelegt und Villingen ist uns aus der Südliga wohlbekannt und immer für eine Überraschung gut. Alles in allem eine interessante Gruppe.“

 

Welchen Stellenwert hat das Bundesligafinale für euch?
Katharina Bauer: „Das Bundesligafinale ist uns - ich spreche da auch im Namen meiner ganzen Mannschaft - sehr wichtig. Wir fiebern mit dem ganzen Verein das ganze Jahr darauf hin. Deswegen freuen wir uns schon sehr darauf.“
Cedric Rieger: „Für mich ist es das dritte Bundesligafinale, an dem ich teilhaben darf. Es ist ein Ereignis, auf das wir uns alle freuen und es kaum erwarten können. Aus sportlicher Sicht ist es einmalig auf der Welt und auch das Ambiente und die Zuschauer sind für uns Sportler immer wieder ein Erlebnis.“

 

Wer sind die Anwärter auf den Titel 2020 in Wiesbaden?
Katharina Bauer: „Ich würde auf die BSG Ebersberg tippen. Alle Schützen sind momentan in Topform. Aber ich lasse mich da einfach mal überraschen. Wir wollen da auf jeden Fall auch mitmischen...“
Cedric Rieger: „Um solch einen Titel zu gewinnen, gibt es viele Faktoren, die entscheidend sein können. Das Training, wie man in den Wettkampf kommt und auch die Tagesform. Jeder Verein startet bei null und hat die gleichen Chancen. Am Ende hoffe ich, dass wir ganz oben stehen.“

 

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