News & Presse / 27.02.2021


 

Allgemeines

 

DSB-Themenwoche: 5 Tipps, wie man lernt positiv zu denken

 

25.02.2021 10:40

 

Die gute Nachricht: Jeder kann positives Denken lernen. Aber wie auch im Sport gehört ein wenig Übung dazu. Diese fünf Strategien helfen, den Fokus auf das Positive zu lenken:

 

 

Bild: DSB / Schon ein Lächeln wie bei Franka Janßen hier beim Bundesligafinale kann die Gedanken positiv lenken.

 

Gedankenstopp

 

Wem im Wettkampf, Training oder auch privat immer häufiger negative Gedanken bei sich auffallen, der kann diese vielleicht nicht sofort beseitigen, aber er kann das Gedankenkarussel unterbrechen, indem er sich ein riesengroßes Stopp-Schild vorstellt. Es dient als regelrechter Gedankenstopp. Eine Unterbrechung, die Zeit lässt, Gedanken zu sortieren und wieder neu auszurichten.

 

Volle Konzentration auf die Stärken

 

Jeder Mensch kann manches besser, manches weniger gut. Das gilt auch im Sport. Wichtig ist, beides zu erkennen, die Schwächen zu minimieren und die Stärken auszuspielen. Eine Möglichkeit ist es, sich ein Säckchen voller Stärken mental oder real zuzulegen, die man immer griffbereit hat, um sie sich wieder vor Augen zu führen. Aufschreiben. Reinschmeißen. Bei Bedarf herausziehen. Eine einfache Methode, um sich seiner Stärken im entscheidenden Moment wieder bewusst zu machen.

 

Lächeln

 

Ein kleines Lächeln kann manchmal Wunder bewirken. Nicht nur, dass sich ein Lächeln auch positiv auf sein Gegenüber auswirken kann, da man eine offenere und positivere Wirkung erzielt, sondern auch, weil das Bewegen der Gesichtsmuskeln im Gehirn Serotonin und Dopamin freisetzt. Glückshormone. Eine Strategie, die auch im Wettkampf helfen kann. Merkt man, wie man verkrampft, unsicher wird und die negativen Gedanken Oberhand gewinnen, kann ein Lächeln dazu führen, sich zu entspannen, positive Gefühle zu wecken und wieder auf den richtigen Weg zurückzufinden.

 

Mit Visualisierung positive Energie freisetzen

 

Gela Allmann betrachtet als Bergläuferin und Sportmodel die Welt vorzugsweise von oben, vom Gipfel der Berge. Doch bei einem Fotoshooting stürzt sie 2014 schwer, stürzt in Island 800 Meter in die Tiefe und überlebt mit schwersten Verletzungen. Doch mit Hilfe ihrer positiven Lebenseinstellung, schafft sie, was niemand für möglich gehalten hat. Sie ist eine junge Frau, die über Monate ans Krankenbett gefesselt wurde, aber dennoch fest davon überzeugt ist, dass jeder Mensch mit Erinnerungen und Gedanken positive Energie erzeugen kann, wenn er diese richtig einsetzt. Es gilt, sich immer wieder Erfolgs- und Glückserlebnisse vor Augen zu halten und das Gefühl von Stolz, Freude, unbändiger Kraft, das man damals empfunden hat, hervorzurufen, die Kraft der Gedanken zu nutzen, um sich selbst nicht aufzugeben. Deshalb griff Allmann im Krankenhaus auf ihre ganz eigene Strategie zurück und tapezierte ihre Wände mit Bildern von sich bei zahlreichen Abenteuern in den Bergen. Vor allem tat sie das für die Ärzte und Schwestern, die sich um sie kümmerten und denen sie gerne von ihren Abenteuern erzählte: „Ich will unbedingt, dass sie mich nicht nur als der Trümmerhaufen wahrnehmen, der ich nun bin, sondern erkennen, wer ich bin und wo ich vor allem wieder hinmöchte.“ Immer wieder stellt sie sich vor, wie sie auf dem Gipfel die frische Luft einatmet, sie spürt die Energie, die Zufriedenheit und das Glück, das es in ihr auslöst. „Positive Gefühle und Emotionen sind unser Motor. Sie treiben uns an.“, weiß Allmann heute mehr denn je zu schätzen. Für sie seien es genau diese Momente, die den Menschen voranbringen und die jemanden Grenzen überschreiten lassen. Mit ihrem Ziel vor Augen kämpft sich die junge Sportlerin wieder zurück ins Leben. Heute sieht man sie wieder dort, wo sie immer zurückwollte: Auf den Gipfeln der Berge.

 

Den Tag mit guten Gedanken beginnen und beenden

 

Der erste Blick am Tag geht gleich auf die Schlagzeilen des Tages? Oder es wird einmal durch die sozialen Netzwerke gescrollt, um sich die negativen Kommentare anderer durchzulesen? Wer so in den Tag startet, befindet sich schnell in einer negativen Gedankenspirale. Besser: Mit einer kleinen Morgenroutine in den Tag starten. Ob das nun der Sport am Morgen ist, oder der Blick in den Spiegel, wo man sich selbst einmal ins Gesicht sagt, dass man sich lieb hat, bleibt jedem selbst überlassen. Am Abend hilft es, sich selbst mindestens drei Dinge zu überlegen, für die man dankbar ist und am besten noch in ein kleines Büchlein aufzuschreiben. Das kann z.B. auch im Training helfen, denn auch, wenn es vielleicht nicht rund lief, lässt sich immer etwas daraus lernen und das Training so mit etwas Positivem beenden.

 

Quellen:

 

Allmann, G. (2017). Sturz in die Tiefe. Wie ich 800 Meter fiel und mich zurück ins Leben kämpfte. München: Piper Verlag GmbH.

 

Weiterführende Links

 

Auszug aus der Website des DSB


International

Indoor Archery World Series: DSB-Trio kämpft um Team-Titel

25.02.2021 16:20

Lisa Unruh, Florian Unruh und Felix Wieser alias Team Beiter kämpfen bei der Indoor Archery World Series um den Titel im Mannschafts-Wettbewerb. Im Halbfinale am Sonntag, 28. Februar, um 16.00 Uhr trifft das Trio u.a. auf Weltmeister Brady Ellison.

 

 

Foto: DSB / Die Unruhs und Felix Wieser kämpfen beim Online-Fernwettkampf am Sonntag um den Sieg.

 

Nach mehreren Qualifikations-Stationen stand fest: Ehepaar Unruh und Felix Wieser hatten sich mit insgesamt 1766 Ringen als viertbestes aller teilnehmenden Teams für das Finale qualifiziert. Dort treffen sie auf die Titelverteidiger aus den USA, besetzt mit Super-Star Ellison, Jack Williams und Casey Kaufhold. Das andere Halbfinale bestreiten Teams aus Frankreich und den Niederlanden. Die Sieger beider Semifinals bestreiten um 19.00 Uhr das Finale um Gold – sowohl Halbfinale als auch Goldfinale werden live bei der World Archery übertragen.

„Es ist schön, dass wir das Halbfinale erreicht haben. Natürlich wollen wir gewinnen, aber unser Fokus liegt natürlich schon auf der Outdoor-Saison“, so Lisa Unruh. Das deutsche Team wird den Wettkampf in Berlin am Bundesstützpunkt absolvieren.

Der Modus sieht vor, dass es zunächst drei Einzelmatches gibt (diese werden gelost), deren Ergebnisse in den anschließenden Teamwettbewerb einfließen. Bei einem Einzelsieg gibt es einen Ein-Punkt-Bonus, bei einem Unentschieden gibt es für jeden Team einen Punkt. Letztlich entscheiden dann die zwölf Pfeile des Team-Duells über den Sieger.

Immerhin geht es bei dem Online-Fernwettkampf um ein Gesamtpreisgeld von 10.000 Schweizer Franken.

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 Auszug aus der Website des DSB


International

Indoor Archery World Series 2021: Wieser top, Bestleistungen für Bauer und Weckmüller

16.02.2021 13:58

Jede Chance für Wettkämpfe wird von den Sportlern genutzt: So auch das Online-Format der World Archery – die Indoor World Series Online. Nicht zuletzt Recurve-Schütze Felix Wieser beeindruckte mit seiner Leistung und sicherte sich Platz zwei im Ranking der vierten Ausgabe, die vom 12.-14. Februar stattfand.

 

Bild: Weckmüller / Maximilian Weckmüller glänzte mit neuer persönlicher Bestleistung bei den World Indoor Archery Series.

 

Mit 596 Ringen setzte Felix Wieser ein dickes Ausrufezeichen und bestätigte erneut seine Top-Form. Bereits im November glänze der Nationalkaderschütze mit 598 Ringen und gewann den ersten Wettkampf vor dem koreanischen Olympiasieger Oh Jin Hyek, der am vergangenen Wochenende den Bestwert setzte - nämlich unglaubliche 599 von 600 Ringen. Wieser kann damit mehr als zufrieden sein mit seiner Leistung und seinem zweiten Platz, den er sich letzten Endes mit dem ringgleichen Inder Chanakya Kawatra teilt. Denn auch im Dezember erreichte er mit dem Bronzerang im schweizerischen Lausanne, eine Station, die ebenfalls zum Ranking der Indoor World Series zählte, eine Top-Platzierung. Drei Starts, drei Medaillen in drei Farben, lautet seine beeindruckende Ausbeute. „Ich glaube, ich habe einfach - im wahrsten Sinne des Wortes - die goldene Mitte für mein Training gefunden", berichtet Wieser, der auf die richtige Balance zwischen Umfängen, Schieß- und Athletiktraining sowie Regeneration und Freizeit setzt.

Beinahe ebenso stark zeigte sich an diesem Wochenende Maximilian Weckmüller, der sich nach den ersten beiden Ergebnissen von 588 und 592 erneut ein gutes Ergebnis erhoffte und noch einmal eine Schippe drauflegte. 595 Ringe bedeuteten für ihn nicht nur einen hervorragenden vierten Platz, den er sich mit dem Franzosen Thomas Chirault teilt, sondern auch eine neue persönliche Bestleistung. „Ich schaffe es aktuell, meine Technik perfekt vom Training in den Wettkampf zu übertragen“, erklärt Weckmüller seine Leistungssteigerung, die er auch auf eine Veränderung in seinem Training zurückführt: „Seit einem knappen Jahr trainiere ich immer wieder am Stützpunkt in Berlin und seit Dezember sogar täglich. Die Trainingsmöglichkeiten sind nicht mit dem zu vergleichen, was ich bisher hatte.“ Jonathan Vetter schaffte es mit 591 Ringen ebenfalls in die Top 15.

Ich glaube, ich habe einfach - im wahrsten Sinne des Wortes - die goldene Mitte für mein Training gefunden.

Felix Wieser, bester Deutscher am vierten Wochenende der Indoor Archery World Series Online

Tolles Ergebnis auch für Katharina Bauer, die mit 588 Ringen ebenfalls ihre persönliche Bestleistung nach oben schraubte und auf Platz fünf landete. Nur ein Ring fehlte ihr am Ende zum Treppchenplatz. Michelle Kroppen gelang mit 584 Ringen ebenfalls der Sprung in die Top 10, Veronika Haidn Tschalova schoss sich mit 582 Ringen auf Platz 14 des Gesamtklassements.
Insgesamt nahmen knapp 100 deutsche Bogensportler in den Bereichen Recurve-, Compound- und Blankbogen am 4. Wochenende teil.

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Auszug aus der Website des DSB


Allgemeines

DSB-Webinare: Bogen-Bundestrainer Oliver Haidn lauschen

03.02.2021 13:25

Am Donnerstag, 25. Februar (18.00 Uhr), können sich alle Interessierten und Liebhaber des Bogensports auf ein ganz besonderes Webinar freuen! Denn dann ist kein Geringerer als Bogen-Bundestrainer Oliver Haidn zu Gast und wird über „Trainingsmöglichkeiten in der Praxis für den Breitensport“ sprechen.

 

Foto: DSB / Bogen-Bundestrainer Oliver Haidn wird beim nächsten DSB-Webinar der Referent sein.

 

Bereits kurz nach der Bekanntgabe des nächsten Webinar-Themas und -Referenten im Rahmen des Vorgänger-Webinars waren die Teilnehmerzahlen auf 120 Interessierte geklettert. „Ich glaube, wir werden einen neuen Teilnehmerrekord erreichen“, schrieb Lisa Reich von der kooperierenden Führungsakademie des DOSB.

In der Tat bietet sich beim Webinar der Basis eine der wenigen Gelegenheiten, dem vielbeschäftigten Oliver Haidn zu lauschen. Schließlich ist der 50-jährige Bogen-Bundestrainer inmitten der Vorbereitung auf die Qualifikation für Tokio und die Olympischen Spiele an sich. Haidn gilt als akribischer Arbeiter, der oftmals von 8.00 bis 21.00 Uhr die Pfeile fliegen lässt. Am 25. Februar nun lädt er die Zuhörer in die Bogensport-Welt ein, referiert über diesen faszinierenden Sport und nimmt vor allem die Basis in den Blickpunkt.

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Auszug aus der Website des DSB


Bundesliga

Bundesliga Bogen: Saison 2020/21 wird abgesagt

27.01.2021 09:59

Am Ende kam es, wie zu befürchten war: Die Bundesliga-Saison 2020/21 im Bogensport findet nicht statt. Der Ligaausschuss, der bis zuletzt darauf gehofft hatte, zwei Vorrunden-Wettkämpfe und das Bundesligafinale am 20. Februar in Wiesbaden auszutragen, sagte am gestrigen Dienstagabend die Saison ab.

 

Foto: DSB / Werden nicht benutzt: Die Schießscheiben für die Bundesligasaison 2020/21 bleiben leer.

 

„Alle Vereine und Verantwortlichen hätten wirklich gerne noch drei Wettkämpfe geschossen. Aber es ist in der aktuellen Situation einfach nicht möglich. Und ohne vorheriges mindestens zweiwöchiges Training wäre es nicht Bundesliga würdig gewesen – und Training ist für viele derzeit nicht machbar“, fasste Andreas Blaschke, Mitglied des Ligaausschusses und Trainer von Titelverteidiger BSG Ebersberg die Lage zusammen. Diese Meinung war einhellig und deshalb beschlossen die Vertreter des Ligaausschusses einstimmig die Absage.

Die 1. Bundesliga wird eingefroren, d.h. alle Mannschaften starten in der Saison 2021/2022 in derselben Liga. Sollte eine Mannschaft planen, sich aus dem Ligabetrieb zurückzuziehen, ist dies dem DSB bis spätestens 13. Februar 2021 mitzuteilen (siehe Ligaordnung 3.7). Auch die Austragungsorte werden, soweit möglich, auf die Saison 2021/22 übertragen. Die Saison 2021/22 soll am 6./7. November mit dem ersten Spieltag beginnen.

Wir müssen unser Vorhaben, den dritten Titel in Serie zu gewinnen, auf die nächste Saison vertagen!

Andreas Blaschke, Trainer BSG Ebersberg

Die Bundesliga Schießsport war bereits Ende 2020 abgesagt worden. In dieser gibt es deutlich mehr Vorrunden-Wettkämpfe (elf) als beim Bogensport (vier).

Auszug aus der DSB-Website


 

 

 

Neujahrsgrüße

vom Sportkreis

Darmstadt-Dieburg

Liebe Sportfreundinnen und -freunde,

zuerst wünschen wir Ihnen einen guten Start in ein hoffentlich weniger aufregendes Jahr. Wir freuen uns auf die Fortsetzung der engen Zusammenarbeit mit unseren 415 Vereinen im Jahr 2021.

Die Corona-Pandemie hat die Sportvereine fest im Griff und lässt nicht locker. Ein Ende ist nicht in Sicht. Der Virus hat den Sport und unsere Vereine brutal ausgebremst. Ob Gymnastikkurse, Fußballtraining, Schwimmunterricht, der Übungsbetrieb ruht. Wettkämpfe und Sportveranstaltungen sind abgesagt, und niemand weiß, ob und wann sie nachgeholt werden können.

Die Sportkreisvereine haben das Nebeneinander von Landesverordnung mit den zum Teil von Kommune zu Kommune sehr unterschiedlichen Festlegungen und politischen Empfehlungen auf Bundesebene als sehr verwirrend wahrgenommen. Unklare Regelungen haben die ehrenamtliche Arbeit erschwert. Bei all den Problemen, die die Corona-Pandemie mit sich bringt, ist aber erneut deutlich geworden, dass die Sportvereine anpassungsfähig und robust sind, Auflagen verantwortungsvoll umsetzen und im Sinne ihrer Mitglieder nach kreativen Lösungen für den Fortgang des Vereinslebens suchen. Die Sportvereine leben also auch in dieser außergewöhnlichen Krise die zentralen Werte des Sportvereinssystems – Gemeinwohlorientierung, die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung und Solidarität. Für Ihr Engagement möchten wir uns daher zutiefst bedanken.

Dem Sportkreis ist klar, dass dieses zweite Sportverbot die Vereine noch härter trifft als der erste Lockdown. Die Auswirkungen für den Sport sind heute noch nicht alle absehbar und messbar. Wir versichern Ihnen, dass der Sportkreis auch im nächsten Jahr sich für eine weiterhin vielfältige Sportlandschaft in Darmstadt und im Landkreis mit seinen Vereinen einsetzen wird. Die Geschäftsstelle steht Ihnen nach wie vor für Fragen zur Verfügung. Scheuen Sie sich nicht weiterhin uns Ihre Sorgen, Ängste, Wünsche oder Anregungen mitzuteilen, wir haben auf jeden Fall ein offenes Ohr für Sie.

Gerne hätten wir Sie im Januar wieder zu einem Neujahrsempfang eingeladen, um mit Ihnen als Vereinsvertreter*in persönlich in Kontakt zu treten und über Ihre Lage zu sprechen. Der aktuelle Lockdown lässt dies allerdings leider nicht zu. Wir waren gezwungen diese Veranstaltung abzusagen.

Der aktuelle Stillstand bei den Vereinen trifft nun auch die Mitgliederzahlen. In den vergangenen Jahren konnten Hessens Sportvereine einen zwar geringen, aber doch konstanten Zuwachs an Mitgliedern verzeichnen, auch der Sportkreis Darmstadt-Dieburg. Dieser Trend kehrt sich nun um. Zwischen neun und 15 Prozent Mitgliederverlust im Sportkreis wird prognostiziert. Ein Substanzverlust, der von den Finanzhilfen des Landes nicht erfasst wird. Die Fördervoraussetzungen sind laut Sportkreisvorstand schlicht zu hoch: 98 Prozent der Vereine seien gar nicht antragsberechtigt. Daher hat man beim Landessportbund auch immer wieder massiv Stellung genommen, „die Förderrichtlinien im Sinne der Vereine zu korrigieren".

Neben den persönlichen Einschränkungen für unsere über 153.000 Sportkreismitglieder sind viele Sportvereine auch finanziell betroffen. Kernproblem im Moment ist nach Meinung des Sportkreisvorstandes, dass die Hilfen des Landes bei den Vereinen nicht ankommen. Eine bedenkliche Entwicklung, die trotz milliardenschwerer Corona-Überbrückungshilfen und Förderprogramme für Alarmstimmung im Breitensport sorgt.

Das Hessische Innenministerium hat für LSBH-Vereine ein spezielles Förderprogramm aufgelegt, um die Existenz zu sichern. Das Problem ist, dass das hessische Vereinshilfeprogramm für den ideellen Bereich und damit den Kernbetrieb des Vereins ausgelegt ist. Hat ein Verein jedoch im Bereich seiner wirtschaftlichen Betätigung Schwierigkeiten, mit deren Erträgen er normalerweise andere Bereiche, wie etwa die Jugendarbeit, subventioniert, kann auch ein Verein nur die regulären Wirtschaftshilfen in Anspruch nehmen. Dieses Antragsverfahren ist nach Auffassung des Sportkreisvorstandes für ehrenamtlich geführte Vereine zu kompliziert und erfordere die kostenpflichtige Hilfe eines Steuerberaters. Der LSBH und der Sportkreis fordern daher von der Politik, die Hilfe für die Vereine länger laufen zu lassen und vor allem einfacher zu gestalten.

Der Mitgliederrückgang basiert vor allem darauf, dass fehlende Neueintritte die normale Fluktuation, die es üblicherweise jedes Jahr bei Sportvereinen gibt, nicht ausgleichen konnte. Eine solche Entwicklung kann durchaus den Ruin für einen Verein bedeuten, muss es aber nicht. „Das kommt auf den Verein an. Je kleiner und homogener er ist, desto höher wird die Mitgliedschaftstreue sein und umso finanziell robuster ist dieser Verein“, zeigt sich der Sportkreisvorstand überzeugt. Auf der anderen Seite sind nach Auffassung des Sportkreises große Vereine mit hauptamtlich Beschäftigten, modernen Managementmechanismen und vielen Kooperationspartnern in einer schwierigen Position, weil die Bindung der Mitglieder nicht so stark ist, und jeder Verein mit seiner Größe, Führung und Ausrichtung anders gelagert ist.

Die Krise wirft längst existenzielle Probleme auf. Wobei neben kurzfristiger Finanznot, durch sinkende Einnahmen und weiter laufenden Kosten, auch dauerhafte Schäden zu befürchten sind. Wichtige Strukturen im ehrenamtlichen und bürgerschaftlichen Engagement drohen wegzubrechen, das für den Sportkreisvorstand der „Kitt für die Gesellschaft" ist. Deshalb appelliert der Sportkreisvorstand an alle Mitglieder der Vereine des Sportkreises: „Bleiben Sie ihrem Verein treu!“ Ein Sportverein ist eine Solidargemeinschaft. Sportvereine haben eine gute Tradition des Zusammenhalts. Denn Sport im Verein ist mehr als nur eine Dienstleistung, die man abruft. Ob im Wettkampf oder in Krisenzeiten, Sportvereine stehen für Fairness, Toleranz und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Beiträge und die persönliche Unterstützung helfen dem Verein durch diese Zeit.

Bei vielen Ehrenamtlichen in den Sportvereinen sitzt die Frustration durch die unvermeidliche Untätigkeit als auch die Perspektivlosigkeit mittlerweile tief. Und so erreichen den Sportkreis im zweiten Lockdown zunehmend Stimmen auch von langjährigen Funktionsträgern, die sich ein Leben ohne Ehrenamt vorstellen können. Nach den anstrengenden Corona-Monaten hat die Motivation fürs ehrenamtliche Engagement gelitten, bei manchem hat auch eine Entwöhnung vom Sportverein eingesetzt. Das ist aus menschlicher Sicht nachvollziehbar, aus Vereinssicht allerdings bereitet es enorme Sorgen. Es sollte daher unser aller Ziel sein, dass der Sportkreis Darmstadt-Dieburg auch nach Corona ein Sportvereinsland und Ehrenamtsland ist. Deshalb muss dieses Thema mit den Vereinen sofort gemeinsam angepackt werden, und nicht erst dann, wenn die Vereinsarbeit zurückgefahren werden muss, weil etliche Ehrenamtliche ihr Engagement aufgegeben haben.

Schon beim ersten Lockdown im Frühjahr sind Kindern und Jugendlichen viele Bewegungsräume und -möglichkeiten genommen worden. Die Jahreszeit ließ zumindest regelmäßiges Bewegen an der frischen Luft zu. Im Winter ist das sowieso deutlich schwieriger. Da nun aber auch noch der Sport im Verein fehlt, dürfte sich der Bewegungsmangel des Nachwuchses immens verschärfen.

Und so fordert der Sportkreis von der Politik: Sobald es die Infektionszahlen erlauben, sollte angesichts der wichtigen sozialen Arbeit und der wichtigen Bildungsarbeit der Vereine im Nachwuchsbereich gerade der Kinder-und Jugendsport umgehend zugelassen werden.

Natürlich vermissen viele von uns den freundschaftlichen, kameradschaftlichen Sport, aber wir müssen uns weiter in Geduld üben. Hoffentlich nicht mehr lange, das wünschen wir Ihnen sehr.

Abschließend sei erwähnt, dass trotz der pandemiebedingten Einschränkungen und der schwierigen Lage der Sportkreis nicht untätig war und einige Schwerpunkte vorantreiben konnte:

1. In Anlehnung an das Sportstättenkataster der Stadt Darmstadt, das mit Unterstützung des Sportkreises 2019/20 erstellt worden ist, hat der Sportkreis im vergangenen Jahr auch den Landkreis zu diesem Projekt animieren können. Es wurde begonnen, umfassende Daten zu den Sportanlagen und Sportstätten für den Landkreis Darmstadt-Dieburg zu erheben. Der Landkreis unterstützt dabei das Vorhaben tatkräftig. Die Zahlen werden mittlerweile in einem Kataster erfasst. Geplant ist, nach Abschluss die Ergebnisse in einem gesonderten Bericht zusammen zu fassen und der Politik, der Öffentlichkeit und natürlich auch den Sportvereinen im Landkreis vorzustellen. Der Bericht wird, sofern sich alle beteiligen, einen vollständigen Überblick über die Sportanlagen im Landkreis geben und damit Sanierungs- und Handlungsbedarfe deutlicher benennen können.

2. Das Sport- und Spielfest im Darmstädter Herrngarten, die größte hessische Breitensportveranstaltung, findet seit über 40 Jahren traditionell immer am letzten Junisonntag statt. In 2020 haben die Organisator*innen von Stadt, Sportkreis und mit Unterstützung der Firma Merck statt einer Absage aus der Not eine Tugend gemacht. Am 28. Juni veranstalteten neun Sportvereine unter dem Motto „Sport und Spiel fest-igen Familien“ über die Stadt verteilt parallel dezentrale Sport- und Spielfeste, auch mit inklusiven Bewegungsangeboten, unter Einhaltung der Pandemiebekämpfungsregeln. Zwei Vereine zogen im August noch mit zwei weiteren dezentralen Veranstaltungen nach. Die bekannte und beliebte zentrale Veranstaltung ist für 2021 am 27. Juni im Herrngarten bereits fest eingeplant.

3. Der Sportkreis, die Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Landkreis Darmstadt-Dieburg starteten Mitte des vergangenen Jahres gemeinsam als ausgewählte „Modellregion“ der Hessischen Landesregierung das zunächst zweijährige Projekt „ViiAS“. Der Name steht für vielfältige, innovative, inklusive Angebote im Sport. Durch konkrete Teilprojekte sollen die gesetzten Ziele, wie etwa Bewusstseinsvermittlung, Entwicklung von inklusiven Angeboten, Anpassung von Sportstätten an die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung sowie Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit umgesetzt werden. Auf der Webseite www.viias.de sowie auf Instagram werden die Teilprojekte näher beschrieben und über die kommenden Aktionen und inklusiven Sportangebote informiert.

4. Im Rahmen des ViiAS-Projektes wurde auch der Kenntnisgrad über die Sportvereine, ihre Angebote und Programme sowie entsprechende Ansprechpersonen thematisiert. Im weiteren Prozess hat sich als „Teilprojekt“ die Vereinssuche herauskristallisiert. Mit einem Fragebogen wurden die Vereine des Sportkreises um Auskünfte gebeten, die auf der Website des Sportkreises zusammengefaßt werden und so ein zentrales Informationsportal darstellen. Längst nicht alle Vereine haben ihre Rückmeldungen an den Sportkreis gesendet. Das allerdings können Sie zeitnah nachholen und den Fragebogen online unter https://lamapoll.de/Vereinssuche direkt bearbeiten. Per Mail können Sie den ausgefüllten Fragebogen auch an vereinssuche@sportkreis-darmstadt-dieburg.de senden.

Bleiben Sie alle gesund.

Ihr Sportkreisvorstand


2021


Weihnachtsbotschaft des Bezirkschützenmeisters

Liebe Schützenschwestern, liebe Schützenbrüder.
In der Hoffnung, dass das außergewöhnliche Jahr 2020 mit Corona Pandemie, dadurch keine Wettkämpfe und
Meisterschaften, keine freundschaftlichen und sportlichen Treffen bald der Vergangenheit angehört. Möchte ich
im Namen des Schützenbezirkes 37 Dieburg Ihnen, und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest sowie,
ein in jeder Hinsicht erfolgreiches, gesundes Jahr 2021, wünschen
Es ist schon eine enorme Herausforderung für uns alle, insbesondere unsere Vereine mit ihren finanziellen
Verpflichtungen über die Runden zu kommen. Gemeinsam werden wir das schaffen. Ich bitte darum unsere
Zusammenarbeit in Zukunft nicht zu mindern – und, dem vorab geplante Bezirksschützentag mit Neuwahl des
Bezirksvorstandes am 26.März 2021 in Lengfeld, hoffnungsvoll entgegen zu sehen.
So verbleibe ich mit den besten Grüßen und Wünschen - auch an alle Mitglieder Ihres Vereins und bleibt bitte
gesund. Euer
Jürgen Grenzer
Bezirksschützenmeister


Allgemeines

DSB-Themenwoche: 5 Dinge, wie Eltern ihre Kinder im Sport fördern können

10.12.2020 17:00

Wer an die Spitze will, muss es in aller erster Linie auch selbst wollen, doch gerade im Kindes- und Jugendalter ist das „Können“ und „Wollen“ des Leistungssportlers auch von dessen Familie abhängig. Denn das enge familiäre Umfeld ist es vor allem, das den Athleten auf vielfältige Weise unterstützt und ihnen den Rücken stärkt.

Bild: DSB / Eltern können ihre Kinder im Sport auf emotionaler, informationeller sowie instrumenteller Ebene unterstützen.

 

Eltern können sowohl fachmännischen Rat geben, aber auch bei der Organisation von Alltag und Sport helfen, was auch die Bereitstellung finanzieller Mittel beinhaltet. Sie unterstützen also in vielerlei Hinsicht: Auf emotionaler, informationeller sowie instrumenteller Ebene.

1. Motivator sein
Lob bei guten Ergebnissen und Trost bei Misserfolg durch die Eltern geben den Athleten die nötige emotionale Zuwendung in Form von bedingungsloser Akzeptanz und Achtung für dessen sportliche Leistung.  Vor allem, wenn es nicht immer bergauf läuft, wenn der Sport in Frage gestellt wird, wenn Freunde sich auf Grund der wenigen Zeit miteinander abwenden, dann sind Eltern wichtig. Wichtig als Motivationsbeschaffer und -verstärker. Es reicht manchmal schon, wenn man den Schützlingen gut zuspricht, um so ihre Trainingsunlust zu überwinden.

2. Freiraum lassen
„Du musst dies“, „Mach es besser so“ – Wer als Eltern gerne den Ton im Training und Wettkampf angibt, kann auch schnell bei den Jugendlichen anecken. Um zu vermeiden, dass sich die jungen Athleten von ihren Eltern bevormundet fühlen, ist es wichtig, dass sie bereits in jungen Jahren in sportliche Entscheidungen miteinbezogen werden, bei denen die Eltern lediglich als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Das Zuhause soll dabei ein Rückzugsort vom Sport sein, in dem sich die Kinder nicht mit Vorwürfen und Rechtfertigungen auseinandersetzen müssen.

Bild: DSB / Die Familie kann bei Wettkämpfen fördern oder hinderlich sein, beides sollte deshalb vorher besprochen werden.

 

3. Konstruktive Kritik und Tipps geben
Tipps, Informationen und Hinweise von Eltern zum Training oder Wettkampf können häufig hilfreich sein – vor allem für unerfahrene Nachwuchssportler. Von „Wo ist die Waffenkontrolle?“ bis hin zu „Wie drehen sich die Windfähnchen?“. Oftmals übernehmen die Eltern die Rolle eines sportlichen Betreuers oder Co-Trainers. Während vor allem Mütter die emotionale Stütze übernehmen, finden sich Väter in dieser informationellen Rolle wider. Dabei wird diese sogar oftmals mit Druck oder kritischem Feedback in Verbindung gebracht, was nicht unbedingt negativ von den Athleten aufgefasst wird. Im Gegenteil: Mangelnder Druck der Eltern wird häufig von den jungen Sportlern auch als Gleichgültigkeit ihrer sportlichen Leistung und somit als mangelnde Unterstützung interpretiert. Es gilt, die richtige Balance zu finden und vor allem konstruktive Kritik zu äußern.

4. Finanzielle und materielle Unterstützung
Ebenso wichtig ist die instrumentelle Unterstützung, also z.B. durch finanzielle Mittel oder Material. Eine wesentliche Grundlage für die jungen Sportler, die größtenteils selbst noch Schüler sind und nur über geringe finanzielle Mittel verfügen. Mehr und intensiveres Training und häufigere Wettkampfteilnahmen führen dabei oft zu einer finanziellen Belastung für die Familie, die im Verlauf einer Karriere stetig ansteigen. Mitgliedsbeiträge, Sportgeräte, Fahrtkosten und Munition können eine beträchtliche Summe zusammenkommen lassen. Aber es geht hier nicht nur um Geld, sondern auch um Zeit, die die Eltern aufbringen. Von den Fahrten zum Training bis hin zur Vorbereitung sportgerechter Ernährung und der Koordination des Familienlebens. Schweer merkt an: „Ein aktives Kind im Leistungssport bestimmt und strukturiert unweigerlich sehr stark den Tagesablauf der gesamten Familie, dennoch sollte immer noch  ausreichend Zeit für andere Dinge vorhanden sein.“

5. Zusammenarbeiten
Ziel der Eltern sollte es sein, ihre Kinder zur Selbstständigkeit zu erziehen, sowohl im Privaten als auch im Sport. Dazu gehört es auch, sein eigenes Ego manchmal hinten anzustellen, die Kinder in die Hände anderer Trainer zu geben, andere Meinungen zu akzeptieren und vor allem miteinander zu arbeiten. Ob mit Trainern, Vereinen oder dem eigenen Kind, es gilt ein gutes Team zu werden und das Umfeld bestmöglich zu gestalten, um die volle Leistungsfähigkeit zu entfalten. Dabei können klare Regeln helfen, was z.B. das Zuschauen bei Wettkämpfen betrifft. Stört es, wenn die Eltern im Blickfeld sind und noch mehr Nervosität als der Sprössling ausstrahlen? Wann ist Sendepause für die Eltern, damit sie die Wettkampfvorbereitung nicht unterbrechen? Welche Worte sollte man vor und nach einem Wettkampf besser bleiben lassen? Alles Dinge und Themen, die man offen und ehrlich im Vorfeld einmal mit Trainern und Sportlern besprochen haben sollte, damit es weder zu Missverständnissen noch zu Leistungseinbußen kommt.

Wer denkt, dass Eltern jahrelang die gleiche Rolle zukommt, der irrt. Zu Beginn einer Sportlerkarriere wirken die Eltern unterstützend, sie teilen die positive Aufgeregtheit und sind als Mentoren erwünscht. Mit der Zeit der Entwicklung bringen sie zwar mehr und mehr „Opfer“, doch sie reduzieren gleichzeitig ihre Einflussnahme bis hin zur Meisterschaftsebene,  bei der Eltern immer weniger direkte soziale Unterstützung zukommen, da diese zunehmend vom Trainer übernommen werden und Athleten von einem System (Verein, Verband, Trainer) getragen werden. Vor allem in diesen Übergängen der verschiedenen Ebenen kann es vermehrt zu zwischenmenschlichen Konflikten kommen. Aber wichtig sind sie immer, die Eltern!

 

Quellen:

Amesberger, G., & Würth, S. (2011). Mentale Stärke und sportpsychologische Aspekte im Kindes- und Jugendalter. In M. Brabant, C. Brandner, & S. Urnik (Eds.), Mein Kind im Sport. Alles, was Eltern wissen müssen. Wien: Linde.

Baxter-Jones, A. D., & Maffulli, N. (2003). Parental influence on sport participation in elite young athletes. The Journal of Sports Medicine and Physical Fitness, 43(2), 250–255.

Pribitzer, M. (2020). Die duale Rolle von Eltern als TrainerInnen im Spitzensport am Beispiel Sportschießen (unveröffentlichte Bachelorarbeit). Privatuniversität Seeburg.

Schweer, M. (2011). Kinder und Jugendliche im Leistungssport - eine Herausforderung für Eltern und Trainer: Ein pädagogisch-psychologischer Leitfaden. Frankfurt/Main: Peter Lang.

Weber, U. (2003). Familie und Leistungssport. Schorndorf: Hofmann.

Weiterführende Links

 Auszug aus der Website des DSB


International

Indoor Archery World Series: Ehepaar Unruh im Interview

25.11.2020 16:53

Premiere für Lisa und Florian Unruh: Am vergangenen Wochenende bestritten die beiden besten deutschen Recurve-Bogenschützen ihren ersten Wettkampf als Ehepaar. Zum Auftakt der Indoor Archery World Series, einem Online-Fernwettkampf des Bogensport-Weltverbandes World Archery, lief jedoch nicht alles nach Wunsch, wie das Duo im Interview erzählt.

 

 

 

Foto: DSB / Lisa und Florian Unruh - hier beim Deutschland Cup 2020 in Wiesbaden - gingen bei der Indoor Archery World Series erstmals als Ehepaar an den Start.

 

Wie es sich in einer guten Ehe gehört, seid ihr mit dem gleichen Ergebnis eingelaufen - 584 Ringe. Wie war es, den ersten Wettkampf als Ehepaar Unruh anzutreten?
Lisa: „Leider kam nicht wirklich ein Wettkampffeeling auf, ein echter Wettkampf würde mehr Nervenkitzel und mehr soziale Kontakte bedeuten und wahrscheinlich hätte man dann öfter über die Tatsache geredet, dass es unser erster Wettkampf als Ehepaar war. So ist es uns tatsächlich gar nicht aufgefallen.“

Lisa, in einer ersten Reaktion hast du geschrieben: "Wir waren mega aggro, weil es so doof lief!" Was lief nicht nach Wunsch?
Lisa: „Flori war zuvor drei Wochen beim Bundeswehrlehrgang und konnte nicht sehr ausgiebig trainieren. Dadurch hatte er leider das Gefühl für seinen Schuss nicht gefunden. Und bei mir war es ähnlich, ich habe mein Zuggefühl nicht gefunden, und deshalb fühlte sich mein Schießen sehr schwer und unkontrollierbar an.“

Es ist zwar cool, aber ersetzt keine Anwesenheitswettkämpfe!

Florian Unruh , über den Online-Fernwettkampf der WA

Florian, du bist sehr gut gestartet und hast die erste Serie mit 295 Ringen gut geschossen. Warum lief es in der zweiten Serie nicht mehr so?
Florian: „Am Anfang hat es auch ohne Gefühl noch gut getroffen, nach der Pause hatte es so getroffen, wie es sich angefühlt hat.“

 

 

 

Foto: Unruh / Im Sportforum in Berlin schoss Lisa Unruh den ersten Wettkampf bei der Indoor Series.

 

Ihr habt "zu Hause" auf der Anlage im Bundesstützpunkt Berlin geschossen. Wie lief das Ganze ab?
Lisa: „Genau! Wir sind ins Sportforum gefahren und haben unsere kleine "Indoor Range" aufgebaut. Das heißt, wir haben unbeschossene Auflagen vorbereitet, eine Ampel aufgestellt und unsere Schießzettel an die Scheibe gelegt. Da auch noch andere Schützen Training hatten, hatten wir noch weitere Zeugen. Dann haben wir uns eingeschossen und losgelegt.“

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Könnt ihr euch mit dem Online-System anfreunden? Ist das etwas für die Zukunft?
Florian: „Es ist zwar cool, aber ersetzt keine Anwesenheitswettkämpfe.“

Wie sieht eure weitere Planung für die Indoor Archery World Series aus?
Lisa: „Wir werden auch noch an der zweiten Online Series teilnehmen und wenn Nimes und Las Vegas stattfinden, auch diese Wettkämpfe fest einplanen. Ich vermisse es, Wettkämpfe zu schießen und hatte mich sehr auf die Bundesligasaison gefreut.“

Warum sollten so viele Bogenschützen wie möglich an dem Format teilnehmen?
Florian: „Es sollten so viele wie möglich teilnehmen, weil es die perfekte Möglichkeit ist, sich mit sehr vielen anderen Bogenschützen zu messen!“

Die wichtigsten Fakten zur Indoor Archery World Series

  • Einzel-Wettbewerb für Recurve-, Compound- und Blankbogen
  • Team-Wettbewerb für Recurve- und Compoundbogen
  • 60 Pfeile, 18 Meter Distanz, 40 Zentimeter Scheibenauflage
  • 3 Teilnahmemöglichkeiten: 1) auf dem eigenen Schießstand 2) bei einem DSB-registrierten Event in Deutschland 3) bei einem Live-Event der World Archery
  • Geschossen wird an folgenden Terminen: 21./22. November, 19./20. Dezember (Registrierung bis 13. Dezember), 16./17. Januar (Registrierung bis 3. Januar), 13./14. Februar (Registrierungsschluss noch offen
  • Im Einzel-Wettbewerb fließt die Summe von drei Ergebnissen in das Ranking ein, im Team-Wettbewerb ein Ergebnis des Trios an einem Wochenende
  • Anmeldung von Events in Deutschland an den oben genannten Terminen über www.dsb.de
  • Erst nach der Team-Anmeldung kann ein Teamergebnis eingetragen werden. Team-Anmeldungen müssen bis zum 31. Dezember erfolgen
  • Im Team-Wettbewerb gibt es ein großes Finale, das live gestreamt wird und das mit Preisgeld versehen ist
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Auszug aus der Website des DSB


International

 

Indoor Archery World Series 2021: Bogensportler treten weltweit gegeneinander an

 

11.11.2020 10:40

Im Sommer hob der Deutsche Schützenbund den Meisterschützen, einen Online-Fernwettkampf, aus der Taufe, um in Corona-Zeiten die Motivation zu fördern und die Mitglieder zum sportlichen Mit- und Gegeneinander aufzurufen. Nun greift der Bogensport-Weltverband World Archery (WA) diese Idee auf und führt quasi den „Meisterschützen international“ durch.

Beim „2021 Indoor Archery World Series“ können Bogensportler aus aller Welt an den vier Terminen – 21./22. November / 19./20. Dezember / 15.-17. Januar / 10.-14. Februar - mit drei unterschiedlichen Möglichkeiten in der Halle oder im Freien teilnehmen: Entweder wird auf der eigenen Bogensportanlage geschossen oder auf einem DSB-registrierten Event oder bei einem Event der WA. Wenn DSB-Vereine Interesse haben, einen Wettkampf zu veranstalten, müssen sie diesen über die DSB-Homepage an einem der besagten Termine anmelden.

 

Einzel- und Team-Wettbewerb

Dabei gibt es einen Einzel- und einen Team-Wettbewerb. Im Einzel können Sportler mit dem Recurve-, Compound- und Blankbogen antreten, im Team-Wettbewerb sind Recurve- und Compound-Sportler zum Mitmachen aufgerufen. Geschossen wird eine 60-Pfeil-Wertungsrunde auf eine 40 Zentimeter Scheibenauflage (2cm 10-Ring für Compound, 4cm 10-Ring für Recurve) auf eine Entfernung von 18 Meter. Einzelsportler bringen letztlich die Summe von drei Ergebnissen in das Ranking ein, es kann jedoch nur ein Ergebnis pro Termin geschossen werden. Bei Teams ist es die Summe eines Trios (zwei Geschlechter sind im Team erforderlich), das die jeweilgen Einzelergebnisse an einem Wochenende addiert.

 

Das Ziel der WA ist klar: So viele Bogensportler wie möglich sollen an dem Event weltweit teilnehmen und zeigen, dass sie trotz Corona-Pandemie ihrem Sport nachgehen. Der DSB würde sich freuen, wenn zahlreiche Mitglieder zu Pfeil und Bogen greifen, um bei diesem globalen Wettkampf anzutreten. Schließlich hat man nicht jeden Tag die Chance, gegen Brady Ellison (USA), die Top-Stars aus Korea oder die heimischen Cracks wie Lisa Unruh, Florian Unruh oder Janine Meißner anzutreten.

Die wichtigsten Fakten

Einzel-Wettbewerb für Recurve-, Compound- und Blankbogen

Team-Wettbewerb für Recurve- und Compoundbogen

60 Pfeile, 18 Meter Distanz, 40 Zentimeter Scheibenauflage

3 Teilnahmemöglichkeiten: 1) auf dem eigenen Schießstand 2) bei einem DSB-registrierten Event in Deutschland 3) bei einem Live-Event der World Archery

Geschossen wird an folgenden Terminen: 21./22. November, 19./20. Dezember, 15.-17. Januar, 10.-14. Februar

Im Einzel-Wettbewerb fließt die Summe von drei Ergebnissen in das Ranking ein, im Team-Wettbewerb ein Ergebnis des Trios an einem Wochenende

Anmeldung von Events in Deutschland an den oben genannten Terminen über www.dsb.de

Erst nach der Team-Anmeldung kann ein Teamergebnis eingetragen werden. Team-Anmeldungen müssen bis zum 31. Dezember erfolgen

Im Team-Wettbewerb gibt es ein großes Finale, das live gestreamt wird und das mit Preisgeld versehen ist

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